Krasnoselskoje (, , ) ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.

Die Ortsstelle befindet sich eineinhalb Kilometer südöstlich von Uslowoje (Rautenberg).

Geschichte Girrehlischken, auf der Schrötterkarte von 1802 mit Gerrehlischken bezeichnet, auch Szausbessen genannt, war im 18. Jahrhundert ein Erbfreidorf, das zum Amt Lesgewangminnen gehörte.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 42. Im Jahr 1874 wurde die Landgemeinde Girrehlischken A dem neu gebildeten Amtsbezirk Baltruschelen im Kreis Pillkallen zugeordnet.Rolf Jehke, Amtsbezirk Grüneichen Das A diente der Unterscheidung zur im selben Amtsbezirk gelegenen gleichnamigen Landgemeinde Girrehlischken, die mit B gekennzeichnet wurde. Auf diese Weise hatte man auch ein Unterscheidungsmerkmal zum ebenfalls im Kreis Pillkallen in der Nähe von Grumbkowkeiten gelegenen Gutsbezirk Girrehlischken. 1928 wurde die Landgemeinde Girrehlischken A mit dem Gutsbezirk Drozwalde zur neuen Landgemeinde Droszwalde zusammengefasst.

1945 kam das ehemalige Girrehlischken A in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1950 erhielt der Ort, nun wieder eigenständig, den russischen Namen Krasnoselskoje und wurde dem Dorfsowjet Tolstowski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., № 745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 5. Juli 1950) Krasnoselskoje wurde in der Folge offenbar an Uslowoje angeschlossen.Vgl. die Darstellung in http://www.etomesto.ru/map-kaliningrad_gugk/ Der Ort wurde spätestens in den 1980er Jahren verlassen.In der Sowjetischen Topographischen Karte 100k--n34-045 von 1984 ist er nicht mehr eingezeichnet.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 39 1871 32 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 30 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 28 1910 52

Kirche Girrehlischken A gehörte zum evangelischen Kirchspiel Rautenberg.

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk