Lily Herrmann-Conrady (* 29. März 1901 in Leipzig; † 26. August 1992 ebenda) war eine deutsche Malerin und Grafikerin.
Leben und Werk Die Eltern von Lily Herrmann-Conrady waren der Leipziger Sinologe August Conrady und Lucia, geb. Roßbach. Die Familie lebte von 1903 bis 1905 in China, wohin der Vater an die Universität Peking berufen worden war. Lily Conrady absolvierte in Leipzig die Höhere Bürgerschule und begann als 16-Jährige bei Otto Richard Bossert, Heinz Dörffel (1890 – 1953), Paul Horst-Schulze, Hans Soltmann, Hugo Steiner-Prag und Richard Otto Voigt ein Studium an der Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe Leipzig. Bei Soltmann wurde sie Meisterschülerin.
1921 erblindete Lily Conrady infolge eines schweren Augenleidens zeitweilig, was sie zur Unterbrechung ihrer künstlerischen Arbeit zwang. 1922 begann sie an der Leipziger Universität ein Studium der Philosophie, Psychologie und Kunstgeschichte. 1923 heiratete sie den Psychologen Johannes Herrmann († 1983).
1930 begann Lily Herrmann-Conrady in Leipzig wieder künstlerisch zu arbeiten. Nach dem Umzug nach Dresden arbeitete sie dort als freischaffende Malerin, vor allem als Kinder-Porträtistin. Bei einem Bombenangriff auf Dresden wurde ihr Atelier zerstört. 1946 zog sie mit ihrem Mann zurück nach Leipzig, wo sie weiter freiberuflich tätig war, ab 1952 als Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.
Lily Herrmann-Conrady unternahm Studienreisen nach Italien, Schweden, Österreich, in die Schweiz und die CSSR.
Arbeiten Lily Herrmann-Conradys befinden sich u. a. im Museum der bildenden Künste Leipzig und im Lindenau-Museum Altenburg/Thür.
Bildnerische Darstellung Lily Herrmann-Conradys
Norbert Vogel: Malerin Lilly Herrmann-Conrady (Fotografie, 1985)
Werkbeispiele
Greisin I (Bleistift, 1952)Der Bildindex der Kunst & Architektur nennt das Bild als Exponat auf der Dritten Deutschen Kunstausstellung. Lt. Katalog war Liily Herrmann-Conrady auf dieser Ausstellung nicht vertreten. Es ist zu vermuten, dass sie das Bild eingereicht hatte, sie aber nicht berücksichtigt wurde. Greisin II (Bleistift, 1952) Porträt eines Lehrers (Kreidezeichnung, 1952)
Ausstellungen
1950: Leipzig, Museum der bildenden Künste („Leipziger Kunstausstellung“)
1954, 1965, 1972 und 1979: Leipzig, Bezirkskunstausstellungen 1978: Leipzig, Museum der Bildenden Künste, Studiensaal der Graphischen Sammlung (Kabinettausstellung)
Weblinks
Bildindex der Kunst & Architektur - Startseite Bildindex
https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/23634/1 Nachlass von Lily Herrmann-Conrady in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
Einzelnachweise
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