Der als Dürrer Bach bezeichnete Bach ist ein linker Zufluss der Ilm (zur Saale) vor Tiefurt in der kreisfreien Stadt Weimar in Thüringen. Es gibt auch eine mittelalterliche Bezeichnung Dornbach für diesen.Henning Steinführer: Die Weimarer Stadtbücher des Späten Mittelalters. Edition und Kommentar (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen, Große Reihe 11), Köln, Weimar, Wien 2005, S. 236.
Geologie Am Südhang des Großen Ettersberges durchquert der Bach das Gebiet von Kleinroda.Art. Kleinroda, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 253. Der Bach entspringt dem oberen Muschelkalk als Schichtquelle im sog. Bürgerrödchen. Er hat eine Länge von ca. 3 Kilometern.Art. Dürrer Bach, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 97. online Dieser namensgebende Bach wiederum führt nur wenig Wasser, abhängig von der Schneeschmelze oder dem Starkregen.
Verkehr
Es gibt eine Bushaltestelle Dürrer Bach der Linie 8.Busfahrplan Haltestelle Dürrer Bach
Bei Schöndorf (Weimar) überquert eine 26 Meter lange Brücke mit einer Stützweite von 5,44 m den Bach.
Westlich der Buttelstedter Straße gibt es einen Kleingartenverein Am Dürren Bach.Stadt- und Kreisverband Weimar der Kleingärtner e. V.: Am dürren Bach In einer Tiefurter Kleingartenanlage kurz vor der Mündung wird der Dürre Bach von einer Eisenbahnbrücke überquert.
Dürrenbacher Hütte Die Dürrenbacher Hütte im Norden Weimars hatte von diesem Bach ihren Namen her sowie den dort ansässigen Industriebetrieben, der diesen Bereich durchquert. Die Dürrenbacher Hütte wurde 1861 als Ziegelei begründet. Von 1870 bis 1895 firmierte sie unter Ziegelei und chemische Fabrik. Es wurden u. a. Kosmetikartikel hergestellt. Im Jahre 1903 wurde schließlich ein Maschinenbaubetrieb eröffnet, deren Gebäude später von der Gießerei des Weimar-Werkes genutzt wurden.Art. Dürrenbacher Hütte, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 97. online Die Gebrüder Bruno und Rudolf Schramm waren es, welche diesen Industriestandort aufgebaut hatten.Art. Eisenwarenherstellung, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 103. Ein Ziegeleibesitzer der Dürrenbacher war Emil Tscheuschner.Adreß-Buch für die Großherzogliche Haupt- und Residenzstadt Weimar 1879, S. 64 (Digitalisat) Die Dürrenbacher Hütte ist der älteste Industriestandort in Weimar. In der Dürrenbacher Hütte befand sich während des Nationalsozialismus ein Lager für rumäniendeutsche Aussiedler. Es war ein Teil der Gustloff-Werke, worin diese auch zum Einsatz kamen.Die Jahre 1933 – 1945 auf weimar-werk.de, abgerufen am 14. Februar 2022 (Dazu kamen auch Zwangsarbeiter aus der Kromsdorfer Straße zum Einsatz.) Die dortige Gießerei wurde als Rüstungsvorhaben eingestuft, zu dem eigens für die Gasversorgung 1943 ein Anschluss an eine Ferngasleitung gebaut wurde.Axel Stefek (Hrsg.): Energie in Weimar: Vom Mittelalter bis in die Neuere Zeit (= Energiegeschichte der Stadt Weimar. Band 1). Stadtwerke Weimar Stadtversorgungs-GmbH, Weimar 2016, S. 206.
Den Straßennamen Dürrenbacher Hütte gibt es für keine weitere Straße in einer Stadt oder einem Ort in Deutschland!Dürrenbacher Hütte auf Strassen-in-Deutschland.de Unter der Eisenbahn ist sie mit der Straße Langer Weg in Richtung Tiefurt verbunden und über diese mit der Hauptstraße.
Heute ist der Bereich Wohn- und Gewerbegebiet.
Weblinks Stadt- und Kreisverband Weimar der Kleingärtner e. V.: Am dürren Bach Städte-Info Dürrenbacher Hütte
Einzelnachweise
Kategorie:Fluss in Thüringen Kategorie:Geographie (Weimar) Kategorie:Industriegeschichte