Simone Haack (* 1978 in Rotenburg/Wümme) ist eine in Berlin lebende Künstlerin. Ihre Malerei wird auch als Neuer Magischer Realismus bezeichnet. mini|Die Ausstellung trasumanar bei Galerie gebr. Lehmann, Dresden

Leben Simone Haack studierte Freie Kunst an der Hochschule für Künste in Bremen bei Katharina Grosse und bei Karin Kneffel, an der Unitec School of Design in Auckland, Neuseeland, und an der École Nationale Superieure des Beaux-Arts in Paris in der Klasse des niederländischen Malers Pat Andrea. Sie ist Mutter einer Tochter und lebt und arbeitet in Berlin.

Werk Die Malerin Simone Haack hat eine Bildsprache entwickelt, die sich der Mittel des Realismus bedient, ohne Realität abzubilden. Protagonisten ihrer meist figürlichen Bildwerke sind Menschen – zumeist Frauen, Jugendliche und Kinder, aber auch Tiere und Natur.

Ihre Bildnisse und Tableaux, die Fragen zur Identität aufwerfen, nennt Haack „Fiktionale Porträts“. Sie bilden nichts Äußeres ab; der Fokus ist vielmehr, das Innere an der äußeren Erscheinung ablesbar zu machen.Christoph Tannert, Malerei alla Prima aus Realismus, Schrecken und Alltäglichkeit. In: Simone Haack. Die Anderen, Einzelkatalog zur Ausstellung, Kerber-Verlag, Bielefeld, 2012, ISBN 978-3-86678-730-8 Das zentrale künstlerische Thema Haacks ist im weitesten Sinne die physische und psychische Existenz des Menschen und dessen vielschichtige Verstrickungen.Holger Saupe, Zwielicht, in: Simone Haack. Zwielicht, Einzelkatalog zur Ausstellung, hrsg. v. Kunstsammlung Gera, Gera, 2011

Haack hat in ihrem Frühwerk Auftragsarbeiten wie Musiker-Porträts für das deutsche Rolling Stone Magazin gemalt und das Coverartwork für die niederländische Band White Rose Transmission sowie für Herbert Grönemeyers Label Grönland das Album Bodies von Kat Frankie geliefert. Ihr Bild „Après nous le Déluge“ ist Teil des Artworks von Daniel Hopes Album For Seasons.

Ausstellungen Einzelausstellungen (Auswahl) 2025: Simone Haack: Neuer Magischer Realismus, Kunsthalle Dessau 2024: Kafka.24, Goethe-Institut Paris (FR) 2024: Simone Haack. Untangling the Strands, Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität Berlin 2024: Helix of Realism, Offizielles Programm zum Jubiläum "100 Jahre Surrealismus" von Centre Pompidou und Maison André Breton, Paris (FR) 2023: EXIL - Dialog zwischen Otto Dix und Simone Haack, Schloss Randegg 2023: HAIR, Städtisches Museum Engen 2023: Dame in Rot (Missy Pink), Städtische Sammlungen Schloss Burgk, Freital 2020: Sekundenschlaf, Kunsthalle Brennabor, Brandenburg (Havel) 2015: Museum Junge Kunst, Frankfurt Oder 2015: Städtische Galerie, Zielona Góra (PL) 2012: Die Anderen, Galerie Beim Steinernen Kreuz, Bremen 2011: Zwielicht, Kunstsammlung Gera

Gruppenausstellungen (Auswahl) 2025: Berliner Realistinnen - 65 Jahre Haus am Lützowplatz (HaL) 2025: DISSONANCE Platform Germany, Nationalmuseum Bukarest (RU) 2024: Ans Licht gebracht, Orangerie / Kunstsammlungen Gera 2024: KAFKAESQUE, 22. Experimentelle Biennale, Musée Chapelle Saint Quirin, Sélestat (FR) 2024: No one belongs here more than you, Kunsthaus, Erfurt 2024: Borderlines, Brask Collection, Kopenhagen (DK) 2024: DISSONANCE Platform Germany, Stadtgalerie Kiel 2023: Dix und die Gegenwart, Deichtorhallen Hamburg 2023: Vermeer Contemporary, Europäischer Kunstverein, Berlin 2023: Fetish, MAMA, London (GB) 2022: Und es wird Nacht..., Collegium Hungaricum, Berlin 2021: Wi(e)der das Böse, Bomann Museum, Celle 2020: Face Look, Kunstverein Gera 2019: Madness, Galerie im Park, Bremen 2017: Frissiras Award for European Painting, Frissiras Museum, Athen, Griechenland (GR) 2014: Species, Kunstverein Gera 2014: Head and Shoulders, Städtische Galerie Delmenhorst 2011: Feuer und Wasser, Galerie Beim Steinernen Kreuz, Bremen 2010: Wegbereiter-Wegbegleiter, Kunst der letzten 60 Jahre, Museum Hurrle, Durbach 2009: Die unsichtbare Hand, Städtische Galerie Delmenhorst 2009: Wo soll ich hin?, Städtische Galerie Bremen 2008: Frauenbilder, Kunsthalle Lingen

Sammlungen (Auswahl) Kunstsammlung des Deutschen Bundestages, Berlin Frissiras Museum Athen (GR) Collett Prague - München, Jirny (GER/CZ) Schloss Randegg, Konstanz Städtischen Sammlungen Schloss Burgk, Freital Museum Junge Kunst, Frankfurt (Oder) Kunsthalle Rostock Kunstmuseum Stuttgart Artistic Museum of Contemporary Arts (AMOCA), Wales (GB) Collection Pallav-Patel, Dubai (UAE) Privatmuseum Seibert Collection, Berlin Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin Kunstsammlung Gera Brask Collection, Kopenhagen (DK) Städtische Galerie Bremen Städtische Galerie Delmenhorst Große Kunstschau Worpswede (Schenkung Heinz Dodenhof) Sammlung Hurrle, Durbach/Offenburg Stiftung Burg Kniphausen, Wilhelmshaven SPREEGOLD-COLLECTION, Berlin Kunsthalle Dessau

Auszeichnungen (Auswahl) 2010: Stipendium Artist in Residence, Gera 2009: Namibia-Stipendium; Land Berlin 2006: Willi-Oltmanns-Preis für Malerei 2005/06: Jahresstipendium Künstlerstätte Stuhr-Heiligenrode

Ausgewählte Literatur 2025: Simone Haack. NEW MAGICAL REALISM, Monographie, DCV Books, herausgegeben von Kunsthalle Dessau und Sebastian C. Strenger, ISBN 978-3-96912-240-2 2024: FEMALE GAZE & POWER, Herausgeber: Nicole Giese-Kroner, anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im Museum Vorwerk Syke, Oktober 2024 2024: Untangling the Strands, Monographie, DCV Books, Abgußsammlung Antiker Plastik Berlin, ISBN 978-3-96912-225-9 2023: HAIR, Simone Haack, Monographie, DCV Books, Städtisches Museum Engen, herausgegeben von Velten Wagner und Sebastian C. Strenger, ISBN 978-3-96912-154-2 2022: "Nur wenn du an Grenzen gehst, passiert etwas" (Article), Interview with Simone Haack. Die ZEIT, Kunst & Auktionen, 01/22 and Weltkunst 02/22, by Sebastian C. Strenger 2021: NÄHE, Kerber-Verlag, herausgegeben von Sabine Kampmann und Torsten Obrist, ISBN 978-3-7356-0780-5 2021: Female Gaze - From Virtual to Reality. DCV Books, herausgegeben von Alexander Ochs und Silke Tobeler, ISBN 978-3-96912-058-3 2020: Preparing for Darkness. A new movement in contemporary Painting, herausgegeben von Uwe Goldenstein, mit Texten von Uwe Goldenstein, Lucia Rossi, Antonio M. Coppola, Martin Deppner, Philippe Rey, ISBN 978-3-00-066995-8 2015: Picturing People. The New State of the Art. Charlotte Mullins, herausgegeben von Thames & Hudson, London, ISBN 978-0-500-23938-4 2015: Simone Haack. Hard Candies. Monographie, Kerber-Verlag, herausgegeben vom Museum Junge Kunst Frankfurt/Oder, ISBN 978-3-7356-0134-6 2012: Simone Haack. Die Anderen. Monographie, Kerber-Verlag, herausgegeben von Brigitte Seinsoth und Simone Haack, ISBN 978-3866787308 2012: Simone Haack - ein Porträt (Article), Pop/Art Sehtest mit Simone Haack. In: get happy!? magazine, Ausgabe #2, 3/2012, Seiten 93-96, von Frank Castenholz 2012: Lauter kleine Ungeheuer (Article), Weser Kurier Bremen, von Inke Steen 2011: Zwielicht (Monographie), herausgegeben von Kunstsammlung Gera, Text von Holger Saupe 2011: Die Phobie als Muse (Exh. Cat.), Kunstfrühling 2011, edited by BBK Bremen, p. 46/47, Texts by Jennifer Bork and Arie Hartog 2006: Simone Haack (Monography), edited by Willi-Oltmanns-Stiftung; Gemeinde Stuhr, Text by Barbara Nierhoff-Wielk, Zwischen Imagination und Realität

Weblinks

Website von Simone Haack Simone Haack bei Galerie Bastian Galerist Aeneas Bastian über die Künstlerin Simone Haack in artpress Paris SLEEK-Gespräch mit Simone Haack über Neuen Magischen Realismus zum Jubiläum "100 Jahre Bauhaus" Simone Haack als einziger deutscher Beitrag im offiziellen Programm vom Centre Pompidou und der Maison André Breton zum Jubiläum "100 Jahre Surrealismus" im Gespräch mit Kunstforum International Kafkaeske Kunst der Künstlerin Simone Haack im ENTRE NOUS Magazin Der Tagesspiegel über die Malerin Simone Haack und ihren Werkblock der Haarbilder Simone Haack im Interview mit Sebastian C. Strenger bei WELTKUNST Die Dix-Stipendiatin Simone Haack in Dix und die Gegenwart in KUNSTFORUM INTERNATIONAL Ausstellungsbesprechung Simone Haack: trasumanar bei Gebr. Lehmann, Dresden in PORTAL KUNSTGESCHICHTE Simone Haacks Ausstellung EXIL auf Schloss Randegg in KUNST:ART Simone Haack: I Am Interested in the Image of Women in Art im SLEEK Magazine

Einzelnachweise

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