Das Großsteingrab Bagsværd war eine megalithische Grabanlage der jungsteinzeitlichen Nordgruppe der Trichterbecherkultur im Kirchspiel Gladsaxe in der dänischen Kommune Gladsaxe. Es wurde im 19. Jahrhundert zerstört.
Lage Das Grab lag in Bagsværd im Zwickel zwischen den heutigen Straßen Sæbjørnsvej und Hanehøj.
Forschungsgeschichte Um 1837 wurden Funde aus dem Grab geborgen. Im Jahr 1899 führten Mitarbeiter des Dänischen Nationalmuseums eine Dokumentation der Fundstelle durch. Zu dieser Zeit waren keine baulichen Überreste mehr auszumachen.
Beschreibung Architektur Die Anlage besaß eine Hügelschüttung unbekannter Form und Größe. Über eine mögliche steinerne Umfassung ist nichts bekannt. Der Hügel enthielt eine Grabkammer, über deren Maße, Orientierung und Typ keine Informationen vorliegen.
Funde Bestattungen In der Kammer wurden unverbrannte Skelettreste gefunden.
Beigaben Die Kammer enthielt mehrere Beigaben. Hierzu gehörten ein geschliffener Meißel, ein Feuerstein-Dolch und ein Bruchstück eines weiteren Dolchs, zwei Feuerstein-Beile und Keramikscherben. Die Funde wurden dem Dänischen Nationalmuseum übergeben.
Literatur Klaus Ebbesen: Danmarks megalitgrave. Band 2. Katalog. Attika, Kopenhagen 2008, ISBN 978-87-7528-731-4, Nr. 447 (PDF; 2 MB).
Weblinks Fund og Fortidsminder: Bagsværd (dänisch)
Bagsvaerd Kategorie:Archäologischer Fundplatz auf Seeland (Dänemark) Kategorie:Nordgruppe der Trichterbecherkultur Kategorie:Kultbau Kategorie:Bauwerk in Gladsaxe Kommune Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Dänemark Kategorie:Sakralbau auf Seeland (Dänemark) Kategorie:Grabbau in Europa Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa Kategorie:Geographie (Gladsaxe Kommune)