Eugen Linz (geboren als Jenő Pál Lincz 6. November 1889 in Budapest, Österreich-Ungarn; gestorben 15. Februar 1954 in Gautinglaut DNB gestorben in Graben (Lechfeld)) war ein ungarisch-deutscher Dramatiker.

Leben Eugen Linz war ein Sohn des Rechtsanwalts und Großgrundbesitzers József Lincz und der Anna Hasslinger, die eine ausgebildete Sängerin war, seine jüngere Schwester Marta Linz (1898–1982) wurde in Deutschland Konzertgeigerin. Er besuchte das Gymnasium und studierte in Budapest Musik. Ab 1910 reiste er als konzertierender Pianist durch Europa, 1914 zog er in die Schweiz. Er heiratete Margit Engel, sie hatten eine Tochter. Nach der Scheidung war er ab 1926 in zweiter Ehe mit der Theaterschauspielerin Antonia Dietrich (1900–1975) verheiratet, sie wohnten in Dresden. Er war nun als Theaterautor tätig und verfasste eine Vielzahl an Stücken. Nach der Machtergreifung wurde er Mitglied der Reichsschrifttumskammer und konnte einige Stücke auf die Bühne bringen. Die Stücke Torso und Alkibiades fielen allerdings der Zensur zum Opfer, die näheren Umstände sind unklar.

Nach Kriegsende wurde Linz Professor für Musik in Dresden, er übersiedelte aber 1947 aus der Sowjetischen Zone nach Laubach in Hessen. Linz lebte später in Gauting bei München. Er war dann noch mit Elisabeth Weddigen (1927–2001) verheiratet.Prof. Dr. Dr. Walter Weddigen, bei: Die Weddigens

Werke (Auswahl) Thomas Becket : Ein Drama. Leipzig : Haessel, 1934. Uraufführung 1935 Schauspielhaus Dresden Torso : Ein Spiel um Liebe. Leipzig : Haessel, 1935. Uraufführung 1943 Schauspielhaus Dresden. Das Stück wurde nach der Uraufführung für alle anderen Bühnen verboten. Fauna : Eine Komödie. Leipzig : Haessel, 1935 Der heilige Esel : Eine Komödie. Leipzig : Haessel, 1935 Alkibiades : Eine Tragödie. Leipzig : Haessel, 1935. Von der Zensur verboten Krösus : Ein Drama. 1937 Gleich zu gleich oder Die Schildkröte : Eine Komödie. 1937 Beatrix : Ein Mysterium für die Bühne. Leipzig : Haessel, 1937 Maria von Schottland. Berlin : S. Fischer, 1939. Uraufführung 1939 am Preußischen Staatstheater Kassel mit Dietrich als MariaSpezialkatalog zum Nachlaß Antonia Dietrich - Mscr.Dresd.App.2713, SLUB Dresden, S. 9 Das Schiedsgericht : Eine Komödie nach Manandros. Berlin : S. Fischer, 1940. Uraufführung 1940 am Schillertheater Berlin Richard der Ungekrönte : Eine Tragödie. Uraufführung 1942 am Stadttheater Freiberg Corona : Ein Lustspiel. 1941. Uraufgeführt 1943 am Nationaltheater Mannheim Adrian und Florian : Eine Komödie. 1941 Der verlorene Sohn: Ein Drama. 1942 Die letzte Rolle. 1947. Laubacher Kulturtage Der Doppelgänger: Tragikomödie in 8 Bildern. Düsseldorf-Oberkassel : Renaissance-Verlag, 1948. Uraufführung 1948 am Nationaltheater Mannheim Dein Bruder Judas: Ein Drama in 4 Akten. Düsseldorf-Oberkassel : Renaissance-Verlag, 1948. Uraufführung 1948 am Schauspielhaus Marburg Das Märchen vom Ende. 1949. Uraufführung 1951 in Kassel

Hörspiele 1950: Das Spiel von der Geige (Vorlage: Das Lebensschiff (Schauspiel)) – Regie: Gert Westphal (Hörspielbearbeitung – RB)

Literatur Eugen Linz: Autobiographischer Text in Briefform, aus dem Jahr 1945, im Nachlass von Antonia Dietrich, SLUB Dresden

Weblinks Ingo Hugger: Nachlaß Eugen Linz, bei Antiquariat Cassiodor, Gauting

Einzelnachweise

Kategorie:Klassischer Pianist Kategorie:Autor Kategorie:Drama Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer Kategorie:Person (Transleithanien) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1889 Kategorie:Gestorben 1954 Kategorie:Mann