Robert Stack Pierce (* 15. Juni 1933; † 1. März 2016) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Sportler. Seine Karriere vor der Kamera umfasst mehr als vier Jahrzehnte.

Leben Pierce wurde 1933 geboren. In seiner Jugend wurde er Landesmeister im Boxen.

Nach dem Abschluss der High School trat er der United States Air Force (USAF) bei, in der er als Flugzeugmechaniker arbeitete. Während seiner Zeit beim Militär begann er Baseball bei den Special Services zu spielen.

Pierce war vom 6. Oktober 1961 bis zu ihrem Tod am 28. Juni 1998 mit Marion Jean Johnson verheiratet; das Paar hatte zwei Söhne und eine Tochter und lebte zuletzt gemeinsam in Palm Desert. Robert Stack Pierce verstarb im Alter von 82 Jahren.

Karriere Die Cleveland Indians wurden auf Pierce während seiner Militärzeit aufmerksam und er erhielt einen Vertrag für die Baseball-Major League. Die Milwaukee Braves übernahmen seinen Vertrag und er spielte insgesamt sechs Jahre professionell Baseball für die Mannschaft.

Nach dem Ende seiner aktiven Sportlaufbahn zogen Pierce und seine Frau Anfang der 1960er Jahre nach Los Angeles. Seine Frau ermutige ihn für sein erstes Stück, Ebonites, vorzusprechen und Pierce begann mit dem Studium der Schauspielerei; zu dieser Zeit war er Mitglied im Ensemble eines Repertoiretheaters.

Seine Karriere vor der Kamera begann 1965 mit einer Nebenrolle in Zeit der Sehnsucht. Es folgten ab Anfang der frühen 1970er Jahre Rollen in Fernsehserien wie Arnie, Room 222, Mannix und Kobra, übernehmen Sie.

1972 trat er in dem Film Cool Breeze in der Rolle des Tinker auf. Danach spielte er Jon Sampson in dem von Jonathan Kaplan inszenierten Film Night Call Nurses, bei dem Roger Cormans Frau Julie Produzentin war. Im selben Jahr trat er in seinem ersten Fred-Williamson-Film Hammer auf, in dem er an der Seite von Bernie Hamilton, Vonetta McGee und William Smith spielte. 1976 folgte der Film No Way Back, in dem er Bernie verkörperte.

Im Juli 1978 nahm Pierce zusammen mit den Musikern Side Effect und D. J. Rogers an Reve Gibsons jährlichem „Youth On Parade“-Programm teil, um eine Auszeichnung entgegenzunehmen.

1980 trat Pierce erstmals in einer Reihe von Leo-Fong-Exploitationfilmen auf. In The Last Reunion (auch: Revenge of the Bushido Blade) spielte er unter der Regie von Jay Wertz die Rolle des Frank Washington, an der Seite von Fong in der Hauptrolle sowie Cameron Mitchell, Hal Bokar, Vic Silayan und Charlie Davao in weiteren Rollen. Im gleichen Jahr wurde er für einen NAACP Image Award für seine Darstellung in der Folge „Sweet Land of Liberty“ der Fernsehserie Quincy nominiert.

Im Grindhouse-Kino-Kultfilm Vice Squad aus dem Jahr 1982 spielte er zusammen mit Wings Hauser und Beverly Todd einen Garagenbesitzer, den Hauser nach seiner Flucht vor der Polizei aufsucht. Neben Chicago Cop spielte er 1983, und im Folgejahr, Captain Jake, den außerirdischen Kommandanten in den Science-Fiction-Fernsehfilmen V. 1984 und 1986 war er in weiteren Leo-Fong-Filmen zu sehen. In Killpoint (1984), bei dem Frank Harris Regie führte, spielte er die Rolle von Nighthawk an der Seite von Cameron Mitchell; in Low Blow (1986) war er als Duke zu sehen, ebenfalls an der Seite von Cameron Mitchell sowie Troy Donahue, Diane Stevenett, Akosua Busia und Woody Farmer. Nennenswert sind seine Rollen in The Messenger von 1986 und in Wieder Ärger mit Bernie im Jahr 1993. In Paolo Mazzucatos Film Moonbase spielte er 1997 die Rolle des Will.

Nach dem Krebstod seiner Frau Marion im Juni 1998 zog er sich weitestgehend von der Arbeit vor der Kamera zurück und führte bei einigen Theaterstücken Regie, darunter A Raisin in the Sun, My Brothers’ Blood, In My Father’s House und One Last. Seine letzte schauspielerische Arbeit war 2005 eine Rolle in dem Leo-Fong-Film Transformed – zusammen mit Fred Williamson, Ken Moreno und Tadashi Yamashita.

2006 besann er sich auch auf seine Leidenschaft für Baseball und schlug eine neue Karriere als Trainer ein, bis er im Jahr 2012 einen Schlaganfall erlitt:

Pierce war auch Gast in der Radiosendung On Deck von Michael Dante.

Im deutschen Sprachraum wurde Pierce unter anderem von Alexander Allerson, Jörg Döring, Norbert Gastell, Achim Geisler, Kurt Goldstein, Roland Hemmo, Alexander Herzog, Claus Jurichs, Randolf Kronberg, Raimund Krone, Gerhard Marcel, Peter Musäus, Peter Neusser, Manfred Petersen, Manfred Richter, Karl Schulz, Jochen Striebeck, Herbert Weicker und Claus Wilcke synchronisiert.

Jugend- und Wohltätigkeitsarbeit In seinen späteren Jahren engagierte sich Pierce in der Jugend- und Wohltätigkeitsarbeit.

So beteiligte er sich am „Youth Empowerment Program“ der Multicultural Golf Association of America und war Mitglied von Speakers International.

Im August 2011 war er zusammen mit der Basketball-Legende Lenny Wilkens an einer Spendenaktion der Lenny-Wilkens-Foundation für die „Odessa Brown Children’s Clinic“ beteiligt. Im Dezember desselben Jahres war Pierce zusammen mit Johnny Bench, Sam Boghosian, Billy Erickson, Patrick Evans, Ron Fairley, Barry Jaeckel, Tom Kennedy, UCPIE-Vorstandsmitglied Kris Long, Dan McGrath, Ron Māsak, Bill Marx, Nolan North und Frankie Randall einer der prominenten Golfer beim 16. jährlichen Turnier der „Dennis James Golf Classic“.

Trotz seines Schlaganfalls, dessen Symptome er in einer Reha-Einrichtung in Palm Springs behandeln ließ, nahm er am 28. August 2014 am 13. jährlichen Mudcat-Grant-Golfturnier in Binghamton im US-Bundesstaat New York teil; es handelte sich um seine zehnte Teilnahme an diesem Golfturnier. Die Erlöse kamen unter anderem dem Boys & Girls Club of Binghamton, Catholic Charities, der Broome County Urban League und CHOW zugute. Weitere prominente Teilnehmer im Jahr 2014 waren Freund und Kollege Fred Williamson, Meadowlark Lemon, Gina „Chirpie“ Casey, Vernon Law, Al Downing, Fergie Jenkins, Michael Norris, J.R. Richard, Cliff Johnson und Bob Kendrick.

Filmografie (Auswahl) Film 1971: The Deadly Dream (Fernsehfilm) 1971: Killersatelliten (Fernsehfilm) 1972: Cool Breeze 1972: Night Call Nurses 1972: Hammer 1972: Trouble Man 1973: Gefährlicher Ruf (Fernsehfilm) 1973: Jarrett (Fernsehfilm) 1973: Trader Horn 1973: Ein Fall für Cleopatra Jones 1974: The Healers (Fernsehfilm) 1974: Samstagnacht im Viertel der Schwarzen 1974: Auf eigene Gefahr 1974: Anwalt gegen das Gericht (Fernsehfilm) 1975: A Cry for Help (Fernsehfilm) 1975: Das Nervenbündel 1975: Cornbread, Earl and Me 1975: Psychic Killer 1976: Helter Skelter – Die Nacht der langen Messer (Miniserie) 1976: Louis Armstrong – Chicago Style (Fernsehfilm) 1976: Kein Weg zurück 1976: Kiss Me, Kill Me (Fernsehfilm) 1977: Ich bin der Größte 1977: Lach’ mit Lucille Ball: Ein ganz besonderer Gast zum Dinner (Fernsehfilm) 1978: Black Tiger 1979: Flesh & Blood (Fernsehfilm) 1980: Alcatraz (Fernsehfilm) 1980: The Last Reunion 1981: Charlie and the Great Balloon Chase (Fernsehfilm) 1982: Nachtratten 1983: V (Miniserie) 1983: WarGames – Kriegsspiele 1983: Chicago Cop (The Big Score) 1983: Sawyer and Finn (Fernsehfilm) 1984: V (Miniserie) 1984: Killpoint 1985: 24 Hours to Midnight 1986: Born American 1986: Deadly Weapon – Ein Mann für Gerechtigkeit 1986: Der Patriot 1986: The Messenger 1988: Todesspiele (Fernsehfilm) 1988: Crash Course 1988: Eyes of the Dragon 2 – Bloodstreet 1989: Enemy Unseen – Unsichtbare Feinde (Enemy Unseen) 1990: No Witnesses 1991: Harlem Action 1993: Wieder Ärger mit Bernie 1994: Der lange Weg aus der Nacht (Fernsehfilm) 1997: Ein brennendes Verlangen (Video) 1997: Moonbase 2005: Transformed (Video)

Fernsehen 1965: Zeit der Sehnsucht 1970: Arnie 1970: Nancy 1970: The Interns 1971: Dan Oakland 1971: The Bold Ones: The Senator 1971: Room 222 1971–1974: Mannix 1972: Twen-Police 1972: Kobra, übernehmen Sie 1972–1975: Cannon 1973: The Bold Ones: The New Doctors 1973–1974: Die Straßen von San Francisco 1973–1975: Police Story – Immer im Einsatz 1974: FBI 1974–1975: Notruf California 1974–1975: Ein Sheriff in New York 1974–1976: Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann 1975: Dr. med. Marcus Welby 1975: Die Rookies 1975: Baretta 1975: That’s My Mama 1975–1976: Bronk 1975–1976: Bumpers Revier 1975–1978: Die Zwei mit dem Dreh 1976: Joe Forrester 1976: The Quest 1977: Die Sieben-Millionen-Dollar-Frau 1977: Junge Schicksale 1978: Wonder Woman 1978: Imbiß mit Biß 1979: Starsky & Hutch 1979: Good Times 1979: Scooby und Scrappy-Doo 1979–1980: Der unglaubliche Hulk 1979–1982: Quincy 1980: Palmerstown, U.S.A. 1981: Sheriff Lobo 1981: The White Shadow 1982: Matt Houston 1983: T. J. Hooker 1983–1985: Ein Colt für alle Fälle 1983–1987: Polizeirevier Hill Street 1983–1991: Unter der Sonne Kaliforniens 1984: Hardcastle & McCormick 1984: Lotterie 1985: Harrys wundersames Strafgericht 1985: Berrenger’s 1987: 227 1990: Cheers 1990: Ruhe sanft mit Ernie Lapidus 1990: Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert (The Defector) 1991: Geschichten aus der Gruft 1991: Der Chaos-Clan 1992: Columbo: Bluthochzeit (No Time to Die) 1992: Homefront 1993: Echt super, Mr. Cooper 1994: Beverly Hills, 90210 1995: The Wayans Bros. 1995: The Parent ’Hood 1997: L.A. Heat

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Baseballspieler (Cleveland Indians) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1933 Kategorie:Gestorben 2016 Kategorie:Mann Kategorie:Baseballspieler (Milwaukee Braves)