Die I-9 (, also Republikstraße I-9) ist eine Hauptstraße (erster Ordnung) in Bulgarien. Sie ist zugleich Teil der Europastraße 87 und führt von der rumänisch-bulgarischen Grenze bei Durankulak über die Großstädte Warna und Burgas zur bulgarisch-türkischen Grenze bei Malko Tarnowo. Durch das Fehlen einer Eisen- und Autobahnstrecke zwischen Warna und Burgas ist sie die einzige Verbindung zwischen ihnen. In diesem Abschnitt überquert sie auch das Balkangebirge. Wie bei allen Republikstraßen besteht Mautpflicht, welche in regelmäßigen Abständen durch Kameras überwacht wird.https://www.adac.de/reise-freizeit/maut-vignette/bulgarien/

Verlauf

Die Republikstraße beginnt am Grenzübergang Durankulak–Vama Veche nur etwa 1,5 Kilometer entfernt vom Schwarzen Meer, wo sie an die rumänische Drum național 39 anschließt. Von dort führt die I-9 immer mit einigen Kilometern Abstand zur Küste in deren Hinterland südwärts durch die Dobrudscha. Erste Stadt ist dabei Schabla (), welche westlich umfahren wird. Ab hier ändert sich die Richtung der Straße nach Südwesten. Die nächste Stadt, Kawarna (), wird nördlich umfahren, ebenso wie Baltschik (). Zwischen diesen Urlaubsstädten zweigen auch Straßen zu umliegenden Dörfern ab. Nach Baltschik kommt ein Gefälle, an dessen Ende der Ferienort Albena () erreicht wird.

Es folgen Kranewo (), der Goldstrand, Sweti Konstantin (bis 1991 Druschba (Дружба)) und schließlich Warna (). Ab dem Abzweig zum Naturpark Goldstrand ist die I-9 bis Warna vierstreifig ausgebaut mit getrennten Richtungsfahrbahnen. Warna wird über die Asparuchowbrücke nach Süden verlassen. Hier fängt die kurze A5 „Tscherno More“ an, welche in Zukunft bis nach Burgas weitergebaut werden soll und die I-9 damit ersetzen wird. Die Republikstraße verläuft jetzt durch hügeliges, teilweise bewaldetes Gebiet. Nächste erreichte Stadt ist Bjala, danach kommt Obsor (). Nach dieser beginnt der kurvenreichste Teil der Strecke zwischen den Großstädten mit der Querung des Balkangebirges über den Primorskipass. Auf der anderen Seite befinden sich Sweti Wlas (), der touristisch bekannte Sonnenstrand und Nessebar. Die I-9 umgeht diese westlich und führt ab Nessebar erneut vierstreifig mit zwei Fahrbahnen Richtung Südwesten an den Ortschaften Acheloj, Pomorie und Sarafowo, wo der internationale Flughafen von Burgas liegt, vorbei nach Burgas ().

In Burgas führt die Republikstraße die meiste Zeit entlang der Burgasseen. Bei Kraimorie zweigt von ihr die II-99 ostwärts ab, welche direkt entlang der Schwarzmeerküste trassiert ist. Dagegen führt die I-9 nunmehr südwärts zentral durch das Strandscha-Gebirge, das bewaldet ist und wo nicht viele bewohnte Siedlungen existieren. Malko Tarnowo () ist die einzige Stadt in der Gegend. Kurz danach trifft die I-9 wieder auf die II-99 und führt westwärts zur bulgarisch-türkischen Grenze mit dem Grenzübergang Malko Tarnowo–Dereköy. Dort bildet die türkische Straße D 555 ihre Fortsetzung.

In ihrem südlichen Teilstück nach der Anschlussstelle Kraimorie bestehen Planungen zum Ausbau der Republikstraße zu einer Schnellstraße mit zwei Fahrstreifen pro Richtung bei einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h. Der Ausbau soll als Fortführung der zukünftigen Schwarzmeerautobahn A5 gelten und die sozial-wirtschaftliche Lage in der strukturschwachen Strandscha-Region verbessern. Im Dezember 2024 hat die Nationale Agentur für Straßeninfrastruktur API ein Ideenprojekt für die Modernisierung der Strecke ausgeschrieben, auf das diverse Vorschläge eingereicht wurden.

Einzelnachweise

09 Kategorie:Straße in Europa Kategorie:Verkehr (Oblast Dobritsch) Kategorie:Verkehr (Oblast Warna) Kategorie:Verkehr (Oblast Burgas)