Final Cry ist eine aus dem Weserbergland stammende deutsche Thrash-Metal- und Melodic-Death-Metal-Band.

Geschichte 1989–1996: Gründung und erste Aufnahmen Die Band wurde 1989 unter dem Namen Parricide von den Geschwistern Burghardt und Sonja Sonnenburg sowie Gitarrist Eiko Truckenbrodt im niedersächsischen Eschershausen gegründet. Noch in der Phase ihrer ersten inoffiziellen Rehearsaltapes benannte sich die Band in Final Cry um. Unter diesem Namen erschienen 1994 und 1996 ihre ersten beiden offiziellen Demos Words Unspoken und Stormclouds. Der Stil der Band wurde in den Anfangstagen noch eher dem Heavy Metal und Power Metal zugeordnet.

1996–2003: Debüt und OTR Productions Das Debütalbum Wavecrest wurde selbst produziert und erschien 1997. Nach dieser Eigenproduktion schloss die Band im Folgenden einen Vertrag mit dem Erlanger Label OTR Productions ab.

Im Januar 2000 erschien über OTR das zweite Studioalbum Spellcast, welches positive Reaktionen in der Fachpresse (u. a. Rock Hard, Metal Hammer, Heavy oder was?) erlangte. Inhaltlich wurde mit Spellcast die schwarzromantisch-gothic fiction-décadence-beeinflusste „Wavecrest“-Trilogie (Stormclouds-Wavecrest-Spellcast = Luft, Wasser, Erde) beendet, in welcher inhaltlich und textlich vor allem Zitate von Poe, Novalis, Byron verarbeitet wurden.

Im November 2003 erschien, erneut über OTR-Productions, das dritte Album Wolves Among Sheep, welches die Band erstmals von einer deutlich härteren Seite zeigt, was zur Folge hat, dass sie fortan stilistisch auch in der öffentlichen Wahrnehmung dem Thrash Metal zugeordnet wird, was sich auch in etlichen Konzerten mit Bands dieses Genres (u. a. Dew-Scented, Desaster, Goddess of Desire, Accu§er) bemerkbar macht.

2003–2018: stilistische Entwicklung Im März 2007 erschien mit Neptunes Relief das vierte Studioalbum, letztmals auf OTR Productions. Die auf dem Vorgänger eingeschlagene musikalische Entwicklung hin zu härteren Stilmitteln und Genres setzte die Band auf diesem Album fort. Neben ausgeprägten klassischen Thrash-Metal-Anleihen fanden erstmals auch verstärkt Einflüsse der düsteren skandinavischen Stile der 90er, vor allem aus dem schwedischen Death Metal, Einzug in den Sound der Band.

Zwischen 2009 und 2015 wurde es bedingt durch mehrere Personalwechsel am Schlagzeug und am Mikrofon etwas ruhiger um die Band, welche in diesen Jahren auch nur sporadisch Konzerte spielte. Im Herbst 2015 entschlossen sich Final Cry, das neue Album Zombique in einer Vierer-Konstellation einzuspielen: Gitarrist Eiko Truckenbrodt, schon auf den allerersten Prehearsals zu hören, übernahm vorübergehend den Sängerposten. Im August 2017 nahmen Final Cry im Pure Sonic Studio in Langelsheim die insgesamt zehn Tracks des fünften Studioalbums Zombique auf. Der Release des Albums auf CD und Vinyl-LP erfolgte im Mai/Juni 2018 über den bandeigenen Verlag MBR Publishing. In fast allen Magazinen, Fanzines und Online-Portalen (u. a. Rock Hard, Deaf Forever, Legacy) erschienen Rezensionen und Interviews, in welchen auch der stilistische Wandel thematisiert wurde, welcher sich vor allem in dem mehr dem Death Metal zuzuordnendem gutturalem Gesang ausdrückte, welcher erstmals ein Final Cry Album prägte.

Seit 2018: neues Lineup und MDD Records Anfang August 2018 verstärkte sich die Band mit einem Live-Sänger und agierte wieder als Quintett. In den folgenden Monaten absolvierten Final Cry eine Vielzahl von Konzerten, u. a. mit Bands wie Enforcer, 1914, Green Jellÿ, Pripjat und Surgical Strike. Im März 2021 unterschrieben Final Cry beim deutschen Label MDD RecordsTime For Metal Meldung zur Unterschrift bei MDD, 21. März 2021, abgerufen am 30. Dezember 2024 und gaben kurz danach die Neubesetzung des vakanten Sängerpostens mit Kai Wilhelm (Across the Burning Sky, Subconscious) bekannt.rockhard.de Meldung zum Line-Up Wechsel, 14. April 2021, abgerufen am 29. Januar 2022 Im November 2021 nahmen Final Cry im Soundlodge Studio mit Produzent Jörg Uken neues Material auf und kündigten die Veröffentlichung ihres sechsten Studioalbums The Ever-Rest für März 2022 an.rockhard.de Ankündigung von "The Ever-Rest", 11. Januar 2022, abgerufen am 29. Januar 2022

„The Ever-Rest“ erschien am 18. März 2022 als CD und im September 2022 über das Wolfsburger Label KKR auf Vinyl. Bei dem Album handelt es sich um ein Konzeptalbum, welches sich um wahre Begebenheiten, Ereignisse und Tragödien aus der Geschichte des alpinen Höhenbergsteigens des letzten Jahrhunderts dreht. Die Resonanzen in der Presse fielen überaus positiv aus, wobei vor allem das Konzept als „Bergsteiger Epos“, hinsichtlich der Umsetzung in textlicher, musikalischer als auch gestalterischer Form hervorgehoben wurde.stormbringer.at Review zu „The Ever-Rest“, welches die Hintergrund Geschichten des Konzepts, sowie das dazugehörige gestalterische Konzept hervorhebt, 4/5 Punkte, 14. März 2022, abgerufen am 17. April 2023Totentanz Magazin Review zu „The Ever-Rest“, mit Hinweis auf die dem Konzept entsprechenden Liner-Notes im Booklet, abgerufen am 17. April 2023metalfactory.ch Review zu „The Ever-Rest“, welches das Konzept als Bergsteiger Epos beschreibt, 8,7/10 Punkte, abgerufen am 17. April 2023metalinside.de Review zu „The Ever-Rest“, welche die zum Konzept passende musikalische Umsetzung betont, abgerufen am 17. April 2023

Es folgte eine Vielzahlfinalcry.de Übersicht einer Anzahl von weltweit in Online,- und Print Medien veröffentlichter Interviews zum „The Ever-Rest“ Album, abgerufen am 17. April 2023 an Interviews in Online- sowie etablierten Printmedien wie Metal Hammer (April 2022), Rock HardRock Hard #420 Inhaltsangabe zu Interviews in Rock Hard #420, abgerufen am 17. April 2023, LegacyLegacy #137 Inhaltsangabe zu Interviews in Legacy Magazin #137, abgerufen am 17. April 2023 und anderen. Ab April 2022 kehrten Final Cry nach der durch Corona und Besetzungswechseln bedingten Pause mit neuem Line-Up wieder auf die Bühnen zurück und spielten im Folgenden etliche Live Shows quer durch die Republik, welche in verschiedenen Szenemedien positiv honoriert wurden.metal.de Live Bericht zum Konzert am 10. September 2022 in Bremerhaven, abgerufen am 17. April 2023powermetal.de Live Bericht zum Gastspiel beim „Thrash Over Walsrode Pt V“ am 4. März 2023 in Walsrode, abgerufen am 17. April 2023 2023 gastierte die Band zudem als Headliner am Eröffnungstag des Helmfest in Büddenstedt. 2024 folgten im Rahmen ihres 35-jährigen Bandjubiläums diverse Festival,- und Open Air Auftritte, z. B. beim MUR Open Air und dem Metal Frenzy.

Am 25. April 2024 wurde ihr, ursprünglich 2018 in Eigenregie veröffentlichtes, Album „Zombique“ über MDD Records im Handel wiederveröffentlicht.Twilight Magazin Review zum Zombique Rerelease in Twilight Magazin, abgerufen am 30. Dezember 2024 Am 26. Oktober spielte die Band in der ausverkauften SubKultur in Hannover ihr vielumjubeltes Jubiläumskonzert mit Night In Gales und Deimos' Dawn.Metal.de Konzertbericht zur 35th Anniversary Show in Metal.de, abgerufen am 30. Dezember 2024Twilight Magazin Konzertbericht zum Jubiläumskonzert in Twilight Magazin, abgerufen am 30. Dezember 2024

Bandmitglieder

Diskografie

Demos 1989: Live in Holzminden (Rehearsal) 1990: I Hate Hou (Rehearsal) 1992: Kiss My Fist (Rehearsal) 1994: Words Unspoken

EPs 1996: Stormclouds (Eigenproduktion) 2021: Words Unspoken (7″-Vinyl, Hippopotamus Rec)

Studioalben 1997: Wavecrest (Eigenproduktion) 2000: Spellcast (OTR-Productions) 2002: Wolves Among Sheep (OTR-Productions) 2007: Neptune’s Relief (OTR-Productions) 2018: Zombique (Eigenproduktion, MBR-Publishing, rerelease 2024 MDD Records) 2022: The Ever-Rest (MDD Records)

Weblinks

Offizielle Website

Final Cry bei Encyclopaedia Metallum

Einzelnachweise

Kategorie:Melodic-Death-Metal-Band Kategorie:Thrash-Metal-Band Kategorie:Deutsche Band