Juliette Pita (* 1964 auf Erromango; † 30. März 2025) war eine vanuatische Künstlerin.

Leben und Werk Pita stammt aus dem Unpang-District im Südwesten der Insel ErromangoMikaela Nyman, Rebecca Tobo Olul-Hossen: Sista, Stanap Strong! A Vanuatu Women's Anthology. Victoria University Press, UK 2021. ISBN 978-1-77656-394-4 und war eine der ersten Ni-Vanuatu, die eine Ausbildung in zeitgenössischer Kunst erhielten.Ralph Regenvanu: Transforming Representations. A Sketch of the Contemporary-Art Scene in Vanuatu, in: Arts of Vanuatu, University of Hawai'i Press, USA 1996. ISBN 978-0-8248-1956-9, S. 311 Sie studierte bei Jacqui Bourdin am Institut National de Technologie du Vanuatu und machte dort als erste Frau ihren Abschluss.Katja Dorothea Buck: Vanuatu, Kleines Land im großen Meer, Missionshilfe Verlag 2021, ISBN 978-3-946426-26-4Build on a Strong Foundation, auf: worlddayofprayer.net, abgerufen am 18. September 2026 Ihre erste Einzelausstellung hatte sie 1983. Zusammen mit anderen jungen zeitgenössischen Künstlern gründete sie 1989 die Nawita Association of Contemporary Artists.Ralph Regenvanu: Transforming Representations. A Sketch of the Contemporary-Art Scene in Vanuatu, in: Arts of Vanuatu, University of Hawai'i Press, USA 1996. ISBN 978-0-8248-1956-9, S. 312

Ihr Schwerpunkt lag in der Technik des Malens auf Tapa-Rindenbaststoff. Die Inspiration für ihre Motive erhielt sie von der Umwelt ihrer Heimat. Sie malte auf Leinwand und Tapas und gestaltete Wandteppiche. Sie hatte gemeinsam mit verschiedenen Künstlern seit 1994 Ausstellungen in Australien, der Schweiz, England, Frankreich.Juliette Pita. bei Alliance Française, Port Vila. alliancefr.vu. Abgerufen am 2022-01-29. 1996 nahm sie an der zweiten Biennale d’Arte di Nouméa in Neukaledonien teil.Carlotta Colombatto: Risposte particolari. Prospettive di genere sull’arte contemporanea kanak. Centro Interdisciplinare Ricerche e Studi delle Donne, Torino, Quaderni di Donne & Ricerca 15/2009. ISSN 1827-5982, S. 11 Internationale Bekanntheit erlangte sie durch ihr Bild Pam II, das beim Weltgebetstag 2021 als Titelbild diente.2021: Weltgebetstag aus Vanuatu, auf: weltgebetstag.de Sie verarbeitete darin ihre Erfahrungen nach dem verheerenden Zyklon Pam.

Pita war Mutter von vier Kindern;Katja Dorothea Buck: Vanuatu, Kleines Land im großen Meer, Missionshilfe Verlag 2021, ISBN 978-3-946426-26-4 ihre Tochter Amelia Lovo ist ebenfalls Künstlerin.Jane Joshua: Young female artist carries on late mother Juliette Pita’s artistic legacy, in: Vanuatu Daily Post vom 23. August 2025 Pitas jüngerer Bruder Moïse Jobo spezialisierte sich ebenfalls als Künstler auf das Medium Tapa.Susan Cochrane: Art and Life in Melanesia, Cambridge Scholars 2007, ISBN 978-1-84718-088-9, S. 177

Zitat „Being a woman who makes art as a living in Vanuatu makes me a special artist because people did not think I could succeed using this path. Little by little, contemporary art, whether practiced by a man or a woman, was recognized on my native island.“Juliette Pita. bei Alliance Française, Port Vila. alliancefr.vu. Abgerufen am 2026-09-18.

Übersetzung: „Als Frau, die ihren Lebensunterhalt durch Kunst in Vanuatu verdient, macht mich das zu einer besonderen Künstlerin, weil Menschen nicht glaubten, dass ich Erfolg auf diesem Pfad haben könnte. In kleinen Schritten wurde zeitgenössische Kunst, egal ob von einem Mann oder einer Frau gestaltet, auf meiner Heimatinsel anerkannt.“

Literatur Ralph Regenvanu: Transforming Representations. A Sketch of the Contemporary-Art Scene in Vanuatu. In: Arts of Vanuatu. University of Hawai'i Press, USA 1996. ISBN 978-0-8248-1956-9, S. 315f. (Online bei GoogleBooks)

Weblinks Interview zum Titelbild des Weltgebetstags 2021 Juliette Pita. bei Alliance Française, Port Vila. alliancefr.vu.

Einzelnachweise

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