Ostrowiec Świętokrzyski () ist eine Mittelstadt in Polen in der Woiwodschaft Heiligkreuz. Die Stadt lebte früher vor allem von der Stahlindustrie, deren Bedeutung aber stark abgenommen hat.
Die Stadt ist Sitz der benachbarten Landgemeinde Bodzechów, gehört dieser aber nicht an. mini|links|Kirche St. Michael Geschichte Die ersten Erwähnungen einer Siedlung an der Stelle des heutigen Ostrowiec Świętokrzyski stammen aus dem 14. Jahrhundert. 1624 erhielt der Ort das Stadtrecht. Im Jahr 1826 eröffnet in Ostrowiec die erste Zuckerfabrik auf polnischem Gebiet. 1919 wurde die Stadt Sitz eines Powiat. Bei einer Verwaltungsreform 1975 verlor die Stadt diesen Status und wurde Teil der Wojewodschaft Kielce. Bei einer erneuten Reform im Jahr 1999 wurde sie wieder Sitz des Powiat Ostrowiecki und Teil der Woiwodschaft Heiligkreuz.
Politik Stadtpräsident An der Spitze der Stadtverwaltung steht der Stadtpräsident. Seit 2014 war dies Jarosław Górczyński, der der PSL angehört, aber für sein eigenes Wahlkomitee, das auch von der christdemokratischen PO, der liberalen Nowoczesna, der linksgerichteten SLD und seiner eigenen PSL unterstützt wird, antrat. Er kandidierte 2024 nicht erneut. Die turnusmäßige Wahl im April 2024 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 23. Juni 2024. Artur Łakomiec (Wahlkomitee „Koalition Ja! Zur lokalen Verwaltung“) 58,1 % der Stimmen Krzysztof Ołownia (Prawo i Sprawiedliwość) 24,1 % der Stimmen Piotr Dasios (Wahlkomitee „Perspektive“) 10,6 % der Stimmen Monika Bryła-Mazurkiewicz (Wahlkomitee „Meine Stadt Ostrowiec“) 7,2 % der Stimmen
Damit wurde Łakomiec bereits im ersten Wahlgang gewählt.
Die turnusmäßige Wahl im Oktober 2018 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 24. August 2020. Jarosław Górczyński (Wahlkomitee Jarosław Górczyński) 70,4 % der Stimmen Dariusz Kaszuba (Prawo i Sprawiedliwość) 23,0 % der Stimmen Dariusz Karwiński (Wahlkomitee „Selbstverwaltung und Unternehmen“) 6,6 % der Stimmen
Damit wurde Górczyński bereits im ersten Wahlgang für eine weitere Amtszeit wiedergewählt.
Stadtrat Der Stadtrat umfasst 23 Mitglieder, die direkt gewählt werden. Die Wahl im April 2024 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 23. Juni 2024. Wahlkomitee „Koalition Ja! Zur lokalen Verwaltung“ 54,9 % der Stimmen, 15 Sitze Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 28,3 % der Stimmen, 7 Sitze Wahlkomitee „Perspektive“ 11,1 % der Stimmen, 1 Sitz Wahlkomitee „Meine Stadt Ostrowiec“ 5,3 % der Stimmen, kein Sitz Übrige 0,5 % der Stimmen, kein Sitz
Die Wahl im Oktober 2018 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 24. August 2020. Wahlkomitee Jarosław Górczyński 53,2 % der Stimmen, 15 Sitze Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 26,2 % der Stimmen, 7 Sitze Wahlkomitee „Selbstverwaltung und Unternehmen“ 8,5 % der Stimmen, 1 Sitz Sojusz Lewicy Demokratycznej (SLD) / Lewica Razem (Razem) 5,5 % der Stimmen, kein Sitz Kukiz’15 3,6 % der Stimmen, kein Sitz Wahlkomitee Grigor Shaginian 3,0 % der Stimmen, kein Sitz
Städtepartnerschaften Partnerstädte von Ostrowiec sind, abgerufen am 12. Januar 2013
Bila Zerkwa, Ukraine Gennevilliers, Frankreich North Lincolnshire, Großbritannien Pineto, Italien Bekabad, Usbekistan
Kultur und Sehenswürdigkeiten Unweit der Stadt befindet sich die Feuersteinmine Krzemionki, das größte Feuersteinbergwerk in Europa.
Söhne und Töchter der Stadt
Dawid Bajgelmann (1887–1944/45), Musiker Danuta Straszyńska (* 1942), Hürdenläuferin und Sprinterin Mira Kubasińska (1944–2005), Bluessängerin Zbigniew Pacelt (1951–2021), Politiker und Sportler, auch Ehrenbürger von Ostrowiec Świętokrzyski Lech Majewski (* 1952), Kommandeur der Polnischen Luftstreitkräfte Mirosław Baka (* 1963), Schauspieler Jacek Podsiadło (* 1964), Dichter, Publizist und Übersetzer Andrzej Kobylański (* 1970), ehemaliger Fußballnationalspieler Kamil Kosowski (* 1977), Fußballnationalspieler Mariusz Jop (* 1978), Fußballnationalspieler Paweł Strąk (* 1983), Fußballspieler Wiktor Kamiński (* 2004), Fußballspieler
Literatur Ostrowiec Świętokrzyski, in: Guy Miron (Hrsg.): The Yad Vashem encyclopedia of the ghettos during the Holocaust. Jerusalem : Yad Vashem, 2009, ISBN 978-965-308-345-5, S. 559–561
Weblinks
Website der Stadt
Fußnoten
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Heiligkreuz
Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1624 Kategorie:Ghetto