mini|Isabel del Puerto als Star des mexikanischen Films mini|Lisa Lanett (2013) Isabel del Puerto später Lisa Lanett (* 7. August 1921 in Wien, Österreich, als Elisabeth Hortenau;Alservorstadtpfarre, Taufbuch 01-53, 1919–1922, S. 112., abgerufen am 20. September 2025. † 13. März 2014 in San Antonio, Texas) war ein in Österreich geborenes mexikanisch-amerikanisches Model, Schauspielerin, Tänzerin, Schriftstellerin, Fotojournalistin, Maklerin und Unternehmerin.
Leben Isabel del Puerto, geborene Elisabeth Hortenau, war die Tochter von Charlotte Helene Beer (1893–1966)Geburtenbuch der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, P 1893, Geburtsbuch 42, Nr. 1711, 1. Eintrag (Faksimile bei FamilySearch, kostenlose Registrierung erforderlich). und Alfred Joseph von Hortenau (1892–1957), Pfarre Veitsch, Taufbuch 7, 1865–1897, S. 240., abgerufen am 7. Oktober 2025. einem Kavallerieoffizier in der österreichisch-ungarischen Armee und nichtehelicher Sohn des Erzherzogs Otto Franz von Österreich, dem Vater des letzten österreichischen Kaisers, Karl von Österreich. Ihre Eltern ließen sich scheiden, als sie zwei Jahre alt war. Hortenau wuchs in Wien, Abbazia, Mailand, Paris, London und Salzburg auf.
Mit vier Jahren gab sie ihr Bühnendebüt unter der Leitung von Isadora Duncan und ihrer Großmutter Maria Schleinzer, die Vedette an der Wiener Hofoper war. Sie besuchte das Centro Sperimentale di Cinematografia in Rom mit Alida Valli und anderen Stars der 1930er Jahre. Danach kehrte sie jedoch nicht nach Wien zurück, sondern wanderte nach dem Anschluss Österreichs 1938 mit ihrer Mutter in die Vereinigten Staaten aus.
Nach einer kurzen Karriere am Broadway ging sie nach Mexiko, wo sie für ein Kaufhaus modelte und in über 15 Filmen auftrat und zu einem Star des goldenen Zeitalters des mexikanischen Kinos der 1940er und 1950er Jahre avancierte.
Nachdem sie sich vom Filmgeschäft zurückgezogen hatte, arbeitete sie für das Time Life-Magazin und in den Sparten Werbung und Öffentlichkeitsarbeit in New York. Sie besaß und kochte für fünf Gourmetrestaurants, darunter El Cuchitril, ein berühmtes Bistro in der Zona Rosa in Mexiko-Stadt. Sie hatte eine Immobilienlizenz und verkaufte Immobilien in Mexiko und den Vereinigten Staaten.
Daneben war Isie als Schriftstellerin tätig: Eines ihrer Werke ist eine halb fiktive Biographie namens „My Way“, zwei sind Detektivgeschichten: „The Key“ und „The Portrait“ und eines ist ein Kinderbuch, „Sonia“, das sie illustriert und veröffentlicht hatte.
Die vielseitige Künstlerin war sechs Mal verheiratet: darunter mit dem Mexikaner Juan Hevia del Puerto (1940–1947), ihrem ersten Mann; Hector Mendoza Orozco (1951–1956) und Joe Oldham Lanett (1973–1975), dessen Namen sie bis zu ihrem Tod trug. Aus diesen Ehen und anderen Beziehungen hatte sie zwei Söhne und eine Tochter.
Nach ihren Angaben gegenüber dem österreichischen Journalisten Georg Markus lernte sie 1942 in Phoenix den damals 25-jährigen Marineoffizier John F. Kennedy kennen, der auf dem Weg nach Florida in der von ihrer Mutter betriebenen Monterey Lodge abgestiegen war. Daraus entwickelte sich eine etwa dreijährige Beziehung mit gemeinsamen Reisen nach Miami, Kuba und New York. Nach dem Untergang seines Schnellboots PT-109 erholte sich Kennedy im Winter 1944/45 im Kurort Castle Hot Springs nahe Phoenix, dem Wohnort Lanetts. Neun Monate später, am 29. September 1945, kam ihr Sohn Tony zur Welt. Kennedy soll später die Kosten für dessen Ausbildung an der Peekskill Military Academy bei New York übernommen haben. Ihrem Sohn Tony Bohler offenbarte sie erst um 1975, wer sein leiblicher Vater sei.
Im Frühjahr 2009 vertraute sie ihre Geschichte im Wiener Café Diglas Georg Markus an, vermittelt durch die gemeinsame Bekannte Verena Fischer. Markus veröffentlichte sie am 22. März 2009 erstmals in seiner Zeitungskolumne, worauf weltweit darüber berichtet wurde. Die Vaterschaft Kennedys ist mangels DNA-Analyse nicht bewiesen; sie stützt sich auf eine Reihe übereinstimmender Indizien und Zeitzeugenberichte.
Isabel del Puerto zog sich 1989 ins Privatleben zurück. In ihren letzten Lebensjahren lebte Isabel del Puerto in San Antonio, Texas. Sie unterstützte aktiv die Demokratische Partei und leitete eine Wohltätigkeitsorganisation, die Obdachlosen und ihren Haustieren helfen wollte. Die gebürtige Österreicherin verstarb 2014 im Alter von 92 Jahren.
Filmografie (Auswahl) 1949: Hay lugar para... dos 1949: Ventarrón 1949: Una familia de tantas (A Family Like Many Others) 1949: Medianoche (Midnight) 1950: Doña Diabla (The Devil Is a Woman) 1950: Mariachis 1950: Matrimonio y mortaja 1950: Rosauro Castro 1951: Entre abogados te veas (Among Lawyers I See You) 1951: El gendarme de la esquina 1953: Der scharlachrote Kapitän (Captain Scarlett) 1961: Juego diabólico
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (Mexiko) Kategorie:Darstellender Künstler (Wien) Kategorie:John F. Kennedy Kategorie:Österreichischer Emigrant in Mexiko Kategorie:Österreichischer Emigrant in den Vereinigten Staaten Kategorie:Österreicher Kategorie:Mexikaner Kategorie:Geboren 1921 Kategorie:Gestorben 2014 Kategorie:Frau