Lugowoje (, ) ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.

Die Ortsstelle befindet sich vier Kilometer westlich von Saratowskoje (Groß Schorellen/Adlerswalde). Vor 1945 gab es auf dem Gebiet der Gemeinde Blumenthal den Haltepunkt Dro(s)zwalde an der Bahnstrecke Tilsit–Stallupönen.

Geschichte mini|Die Gemeinde Blumenthal auf einem Messtischblatt von 1937

Blumenthal ist auf der Schrötterkarte von 1802 eingezeichnet. Um 1820 war Blumenthal ein erbfreies Dorf mit 107 Einwohnern.Alexander August Mützell: Neues Topographisch-Statistisch-Geographisches Wörterbuch des Preussischen Staates, Erster Band, A-F, Halle 1821 1874 wurde die Landgemeinde Blumenthal dem neu gebildeten Amtsbezirk Baltruschelen im Kreis Pillkallen zugeordnet.Rolf Jehke, Amtsbezirk Grüneichen 1922 wurde sie in den Amtsbezirk Schmilgen umgegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Schmilgen 1928 wurden aus dem aufgelösten Gutsbezirk Drozwalde der Paulshof (s. u.) und vier Abbaue übernommen.

1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1947 erhielt er den russischen Namen Lugowoje und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Tolstowski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Später gelangte der Ort in den Dobrowolski selski Sowet. Lugowoje wurde vor 1988 aus dem Ortsregister gestrichen.In der Административно-территориальное деление Калининградской области 1989 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1989 (mit Stand von 1988), herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf soldat.ru (rar-Datei), taucht er nicht mehr auf.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 181 1871 154 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 181 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 201 1910 173 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 260 Mit den eingemeindeten Anwesen (u. a. Paulshof) 1939 248

Paulshof / Sussanino Der Paulshof gehörte spätestens seit den 1870er Jahren zum Gutsbezirk Drozwalde. 1928 wurde er in die Landgemeinde Blumenthal umgemeindet.

Auch Paulshof kam 1945 zur Sowjetunion. 1950 erhielt er als eigenständiger Ort den russischen Namen Sussanino und wurde dem Dorfsowjet Tolstowski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., № 745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 5. Juli 1950) Später, falls dann noch existent, gelangte er in den Wesnowski selski Sowet. Sussanino wurde vor 1975 aus dem Ortsregister gestrichen.In der Административно-территориальное деление Калининградской области 1975 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1975, herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf soldat.ru (rar-Datei) taucht er nicht mehr auf.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1871 12 1885 34 1905 42

Kirche Blumenthal und Paulshof gehörten zum evangelischen Kirchspiel Rautenberg.

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk