Lichtstrahlen war eine sozialistische und freidenkerische Zeitschrift in Berlin von 1890 bis 1895.
Geschichte Am 1. September 1890 erschien die erste Ausgabe der Lichtstrahlen. Blätter für volksverständliche Wissenschaft. Zugleich Unterhaltungsblatt und litterarischer Wegweiser für das Volk. Herausgeber waren Bruno Sommer und Bernhard Kampffmeyer, leitender Redakteur Hermann Teistler und der Verleger Otto Harnisch in Berlin. Diese gehörten zum neu entstandenen Verein Unabhängiger Sozialisten.
Der Titel wurde bald in Lichtstrahlen. Blätter für volksverständliche Wissenschaft und götterlose Weltanschauung. Zugleich Unterhaltungsblatt und litterarischer Wegweiser für das Volk geändert. Einige Hefte wurden in der folgenden Zeit verboten. Seit 1894 war die Zeitschrift Organ der Humanistischen Gemeinde Berlin (Freidenker).
Hermann Teistler und Otto Harnisch wurden im November 1894 wegen Verbreitung unerlaubten Schrifttums verhaftet und danach zu 1 bzw. 1½ Jahren Gefängnis verurteilt. Die Zeitschrift bestand noch kurze Zeit weiter und wurde dann eingestellt.
Autoren In der Zeitschrift Lichtstrahlen wurden Texte von sozialistischen Autoren veröffentlicht
Richard Blank Max Böhm B. Braun Paul Ernst Friedrich Förster E. Fröbel E. H. Herrmann E. Hoyer Karl Hunger Pechuel-Loesche J. Roszkowski P. A. Rüdt W. Sacks Balduin Säuberlich (Pseudonym?) Bruno Sommer H. Thorwald Th. Trede Julius Türk Bruno Wille Hermann Wolf B. Zöllner
Literatur Thomas Dietzel, Hans-Otto Hügel: Deutsche literarische Zeitschriften 1880–1945. Ein Repertorium. Band 1. K. G. Saur München 1988, S. 729
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