Der Braunrückenspecht (Dendropicos obsoletus, Syn.: Chloropicus obsoletus) ist eine Vogelart aus der Familie der Spechte (Picidae).H. Barthel, Ch. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Deutsche Namen der Vögel der Erde Vogelwarte Bd. 58, S. 1–214, 2020

Die Art wurde in die Gattung DendrocoposJ. L. Peters (Herausgeber): Check-List of Birds of the World. Band 6, Harvard University Press. S. 204, 1948. oder Ipophilius platziertDickinson, E. C., and J. V. Remsen, Editors (2013). The Howard and Moore Complete Checklist of the Birds of the World. Fourth edition. Volume 1. Aves Press, Eastbourne, UK., wurde auch als Picoides obsoletus bezeichnet.T. Stevenson, J. Fanshawe: Birds of East Africa. Kenya, Tanzania, Uganda, Rwanda, and Burundi. Princeton University Press, 2002, ISBN 978-0-691-12665-4.

Die genaue und endgültige Zuordnung ist noch unklar.Hans Winkler, Anita Gamauf, Franziska Nittinger, Elisabeth Haring: Relationships of Old World woodpeckers (Aves: Picidae) – new insights and taxonomic implications. In: Annalen des Naturhistorischen Museums in Wien, B Series 01/2014; 116:69-86, S. 75 ().

mini|Verbreitungsgebiet Der Vogel kommt in Subsahara-Afrika in einem Streifen von Senegal bis Äthiopien, Kenia und Tansania vor.

Der Lebensraum umfasst trockenere Gegenden: Wälder, Waldränder, Landwirtschaftlich genutzten Flächen oder Savanne mit großen, verstreut stehenden Bäumen, bis 2300, am Mount-Kenya-Massiv bis 3000  m Höhe. Die Art taucht auch gerne in Gärten der Stadtränder auf.H. Winkler und D. A. Christie: Brown-backed Woodpecker (Chloropicus obsoletus), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World, 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Chloropicus obsoletus

Die Art ist Standvogel.

Das Artepitheton kommt von .J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press, 1991, ISBN 0-19-854634-3.

Merkmale Der Vogel ist etwa 13 bis 16 cm groß und wiegt 18 bis 16 g. Das Männchen ist an der Stirn blass-, am Scheitel dunkler braun, hinten am Scheitel bis zum Nacken rot. Der weiße Überaugenstreif reicht bis hinter das Auge als Strich hinter die braunen Ohrdecken bis zum Hals. Der dunkelbraune Malarstreif geht auf die obere Brust über, Kinn und Kehle sind weiß, manchmal mit kleinen dunklen Tupfern. Rumpf und Schwanzdecken sind braun gestreift mit weißen Spitzen. Die dunkelbraunen Flugfedern tragen weiße Binden. Die Unterseite ist weißlich, an der Brust gern etwas gelblichbraun überhaucht und leicht braun gestrichelt. Der ziemlich lange Schnabel ist gerade, meißelförmig zulaufend, schwärzlich, am Unterschnabel blasser. Die Iris ist rotbraun, die Beine sind grau mit grünem Einschlag.

Der Vogel ähnelt dem Kardinalspecht (Dendropicos fuscescens) und wird charakterisiert durch einen großen dunklen braunen Fleck auf den Ohrdecken mit breitem weißen Rand und einem braunen Schwanz mit kleinen weißen Flecken.

Das Weibchen hat einen etwas kürzeren Schnabel und einen braunen, nicht roten Scheitel. Jungvögel sind dunkler auf der Oberseite, mit grauen Spuren, die Augen sind braun, die Unterseite meist etwas gebändert.

Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:IOC World Bird List Woodpeckers D. o. obsoletus (, 1829), Nominatform, – Senegal und Gambia bis Sudan und Uganda bis Kamerun und Demokratische Republik Kongo D. o. heuglini (, 1904) – Osten Sudans bis Nordäthiopien D. o. ingens (, 1900) – Süden Äthiopiens bis Uganda und Zentralkenia D. o. crateri ( & , 1935) – Nordtansania

Stimme Der Ruf wird als rasselndes klingendes „chreetchee-chree-chee“, auch als einzelne Klicklaute, schwaches hohes Trillern oder als Folge von „kweek-week“ beschrieben. Trommelt auch.

Lebensweise Die Nahrung besteht aus Schmetterlings- und Käferlarven, erwachsenen Insekten, auch Früchte, die einzeln oder paarweise, aber auch in gemischten Jagdgemeinschaften pickend gesucht werden. Hinzu kommen als Nahrung junge Pflanzentriebe.

Die Brutzeit liegt im Westen zwischen Dezember und Juni, im Osten zwischen Januar und April sowie im August. Die Nesthöhle wird von beiden Elternvögeln in 2 bis 7 m Höhe erstellt. Das Gelege besteht aus zwei Eiern, die von beiden bebrütet werden, auch das Füttern übernehmen beide Altvögel.

Gefährdungssituation Die Art gilt als nicht gefährdet (Least Concern).

Literatur J. Wagler: Picus obsoletus. In: Beyträge und Bemerkungen zu dem ersten Bande seines Systema Avium. In: Isis, Bd. 22, 1829, S. 1231f., Biodiversity Library

Weblinks

Xeno-canto eBird Oiseaux.net Datazone.Birdlife Macaulay Library Multimedia

Einzelnachweise

Kategorie:Spechte