mini|hochkant|Ailyn Pérez (2013) Ailyn Pérez (geboren am 15. August 1979 in Chicago) ist eine US-amerikanische Opernsängerin der Stimmlage Sopran.

Leben und Wirken Ailyn Pérez entstammt einer mexikanischen Immigrantenfamilie und wuchs in Elk Grove Village (Illinois) auf. Sie studierte an der Indiana University School of Music sowie an der Philadelphia Academy of Vocal Arts, unter anderem bei Martina Arroyo und Virginia Zeani und schloss ihr Studium 2006 ab. Sie ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe.

2006 absolvierte sie eine Tournee mit dem Tenor Andrea Bocelli. Ihre internationale Karriere führte sie weltweit an führende Opernhäuser, darunter die Metropolitan Opera, das Londoner Royal Opera House, die Lyric Opera of Chicago, die San Francisco Opera, die Cincinnati Opera, die Washington National Opera, die Dallas Opera, die Houston Grand Opera, das Gran Teatre del Liceu, das Teatro Petruzzelli, das Teatro San Carlo und das Moskauer Bolschoi-Theater."Tosca" Moving Moment, featuring Ailyn Pérez, abgerufen am 22. Januar 2022

Im deutschen Sprachraum war Pérez an der Staatsoper Berlin, der Deutschen Oper Berlin, der Semperoper, der Hamburgischen Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper und am Opernhaus Zürich zu hören. An der Wiener Staatsoper trat sie mehrfach auf, nach ihrem Debüt als Violetta im Jahr 2010 sang sie dort 2013 Adina in Donizettis L’elisir d’amore sowie 2020 die Titelpartie in Massenets Manon.Archiv der Wiener Staatsoper: Vorstellungen mit Ailyn Pérez, abgerufen am 22. Januar 2022

Ihr Debüt am Royal Opera Hause gab sie 2011 als Violetta in Verdis La Traviata, am Mailänder Teatro alla Scala debütierte sie 2010 als Amelia in Simone Boccanegra und sang dort weiters Mimi in Puccinis La Bohème, und Elvira in Verdis Ernani. Ihre Paraderolle, Violetta in Verdis La Traviata, verkörperte sie unter anderem am Royal Opera House, am Teatro alla Scala, in Berlin, Wien, München, Hamburg und Neapel.

Pérez gastierte außerdem bei internationalen Festspielen: so zum Beispiel beim Ravinia Festival, 2008 bei den Salzburger Festspielen als Juliette in Gounods Roméo et Juliette und 2013 als Alice Ford in Falstaff beim Glyndebourne Festival Opera.

Als Konzertsängerin trat sie unter anderem in der Carnegie Hall und der Wigmore Hall auf und war zu Gast bei Konzerten von Placido Domingo und José Carreras. Zu ihrem Konzertrepertoire zählt Mozarts Requiem, Verdis Messa da Requiem, das Requiem von Dvořák sowie die Sopransoli im Oratorio de Noël von Saint-Saëns und in der 2. Sinfonie von Mahler. Das Konzert der „Three Divas“ – gemeinsam mit Isabel Leonard und Nadine Sierra – im Jahr 2021 an der Opéra royal du Versailles in der Reihe Met Stars Live in Concert wurde vom Fernsehsender PBS ausgestrahlt.PBS: GP at the Met: Three Divas at Versailles, abgerufen am 22. Januar 2022

Pérez arbeitete mit einer Reihe namhafter Dirigenten zusammen, darunter Daniel Barenboim, Mark Elder, John Eliot Gardiner, Jakub Hrůša, Eun Sun Kim, Yannick Nézet-Séguin, Antonio Pappano, Lorenzo Viotti, Michele Mariotti, Carlo Rizzi, James Gaffigan und Stefan Soltész. Es liegen Fernsehaufzeichnungen, Filmaufnahmen (Live-Aufnahmen aus der Metropolitan Opera) und mehrere CD-Veröffentlichungen vor.

Privates Ailyn Pérez heiratete 2008 den Tenor Stephen Costello, nach der Trennung im Jahr 2015 wurde die Ehe geschieden. Mit Costello trat sie auch häufig gemeinsam auf und veröffentlichte das Album Love Duets.

Opernrepertoire (Auswahl) mini|Ailyn Pérez in Ernani an der Mailänder Scala (2013) Bellini: Giulietta in I Capuleti e i Montecchi Bizet: Micaëla in Carmen, Leila in Les pêcheurs de perles Donizetti: Adina in L’elisir d’amore, Norina in Don Pasquale Dvořák: Titelrolle in Rusalka Gounot: Marguerite in Faust, Juliette in Roméo et Juliette Heggie: Tatyana Bakst in Great Scott (Uraufführung) Leoncavallo: Nedda in Pagliacci Offenbach: Antonia in Hoffmanns Erzählungen Puccini: Mimì und Musetta in La Bohème, Liù in Turandot, Titelrolle in Tosca, Magda in La rondine Massenet: Titelrollen in Manon und Thaïs Mozart: Pamina in Die Zauberflöte, Gräfin Almaviva in Le nozze di Figaro, Donna Anna in Don Giovanni, Fiordiligi in Così fan tutte Tschaikowski: Tatjana in Eugen Onegin Verdi: Violetta Valéry in La traviata, Gilda in Rigoletto, Desdemona in Otello, Amelia in Simone Boccanegra, Elvira in Ernani, Lucrezia Contarini in I due Foscari

Preise (Auswahl)

2004: 2. Platz beim Wettbewerb der Licia Albanese Puccini Foundation 2005: 2. Platz bei der Loren L. Zachary Competition 2006: 2. Preis beim Gesangswettbewerb Operalia 2006: Preis der George London Foundation 2012: Richard Tucker Award in New York 2016: Beverly Sills Award 2017: Martina Arroyo Foundation Award 2017: Sphinx Medal of Excellence 2019: Opera News Award

Diskographie

Poème d’un jour. Mit Iain Burnside, Klavier (Opus Arte; 2013) Love Duets. Mit Stephen Costello, BBC Symphony Orchestra, Dirigent: Patrick Summers (Warner Classics; 2014) Great Scott. Oper von Jake Heggie und Terrence McNally – mit u. a. Joyce DiDonato, Ailyn Pérez (als Tatyana Bakst), Frederica von Stade, Dallas Opera Orchestra und Chor, Dirigent: Patrick Summers, Uraufführungsproduktion 2015, (CD und DVD, Erato und Warner Classics 2017) Mi Corazón. Mit Yang Xuefei (Gitarre), Digitalalbum auf Apple Music und iTune (2019/2020)

Weblinks

Live-Aufnahmen bei Opera on Video Ailyn Pérez bei Opera online

Website von Ailyn Pérez

Einzelnachweise

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