Archive 81 ist eine US-amerikanische Horror-Fernsehserie, die auf dem Streamingdienst Netflix veröffentlicht wird. Im März 2022 wurde die Serie nach einer Staffel eingestellt.

Handlung Der Archivar Dan erhält den Auftrag, einige durch ein Feuer beschädigte Videobänder zu restaurieren. Dazu muss er jedoch in ein abgelegenes Haus ziehen ohne Kontakt zur Außenwelt und, wie er später herausfindet, unter ständiger Beobachtung seines Auftraggebers. Auf den Bändern ist das 25 Jahre alte Rohmaterial einer Videodokumentation der Dokumentarfilmerin Melody, in der sie die Bewohner eines Mehrfamilienhauses namens „The Visser“ interviewt: Vordergründig für ihre Doktorarbeit, in Wirklichkeit jedoch auf der Suche nach ihrer Mutter, die sie als Baby in einer Kirche abgelegt hat und in diesem Haus gewohnt haben soll.

Nach und nach kommt Melody dem dunklen Geheimnis des Hauses auf die Spur. Durch das Restaurieren der Bänder erfährt auch Dan, dass sein Vater Melody als Patientin hatte und in ihr Verschwinden verwickelt zu sein scheint. Dan und Melody interagieren mehr und mehr in realistisch wirkenden Träumen miteinander und die Auswirkungen der Interaktionen findet Dan auch auf den Videobändern.

Besetzung und Synchronisation Die deutschsprachige Synchronisation entstand im Auftrag der Iyuno-SDI Group Germany in Berlin. Die Dialogregie führte Maurice Taube, die Dialogbücher verfasste Arian Raschidi.

Rolle Schauspieler Synchronsprecher Daniel „Dan“ Turner Mamoudou Athie Nick Forsberg Melody Pendras Dina Shihabi Marieke Oeffinger Samuel Spare Evan Jonigkeit Tobias Diakow Anabelle Cho Julia Chan Flavia Vinzens Jessica „Jess“ Lewis Ariana Neal Derya Flechtner Mark Higgins Matt McGorry Karim El Kammouchi Virgil Davenport Martin Donovan Frank Röth Steve Turner Charlie Hudson III Armin Schlagwein Tamara Stefano Kate Eastman Juliane Kindler John Smith Eden Marryshow Thomas Wenke

Episodenliste

Entstehungsgeschichte Die Serie basiert auf einem gleichnamigen Podcast, der von Marc Sollinger und Daniel Powell erschaffen wurde. Die beiden wirken auch als Co-Produzenten an der Serie mit. Am 26. Oktober 2020 wurde bekannt gegeben, dass Rebecca Sonnenshine als Executive Producerin und Showrunner für eine Netflix-Horror-Fernsehserie engagiert wurde. Die Gottheit Kaelego wurde von Sonnenshine frei erfunden und beruht auf keiner Vorlage, die mysteriöse Sprache, die der Kult spricht, basiert auf einer Altsächsischen Sprache, wurde aber von einem Linguisten extra für die Serie entworfen.

Kritiken Philipp Bovermann von der Süddeutschen Zeitung fragt in seiner Kritik, ob die Verzweiflung bei den Netflix-Verantwortlichen auf der Suche nach einem Hit so groß gewesen sei, dass sie „gewissermaßen die Mutter aller Mystery-Serien gedreht haben, nach dem Viel-hilft-viel-Prinzip, bis zur Sinnentleerung und Selbstreferenz?“ Er erwägt aber gleichzeitig: „Bedeutet das, einen Schritt weitergedacht, ‚Archive 81‘ ist genial, eine Art ‚Videodrome‘ für das Streaming-Zeitalter?“ Meagan Navarro von bloody-disgusting bescheinigt der Serie ein schauriges Sounddesign und dass man sich leicht in Dans und Melodys Reisen verlieren kann, bemängelt aber das eher schwache Ende der Staffel.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Fernsehserie (Vereinigte Staaten) Kategorie:Fernsehserie der 2020er Jahre Kategorie:Horror-Fernsehserie Kategorie:Netflix