Der Architekt Michael Mebart (geboren um 1573 in Straßburg; gestorben 1621) war unter Markgraf Christian Hofbaumeister in Bayreuth. Im 17. Jahrhundert prägte er mit seinen Bauten das Stadtbild.Stadtbrände, Pest und Krieg – Die Regierungszeit von Markgraf Christian in Bayreuth bei bayreuther-tagblatt.de, abgerufen am 19. Januar 2022

Mebart kam von der Straßburger Dombauschule und war zu Beginn des 17. Jahrhunderts viele Jahre in Bayreuth tätig. Zu seinen bekanntesten Werken zählt der Wiederaufbau der Stadtkirche Maria Magdalena nach dem Stadtbrand des Jahres 1605.Stadtkirche Bayreuth bei kulturkirchen.org, abgerufen am 19. Januar 2022 Teile der Gewölbe, des Mauerwerks und der beiden TürmeSylvia Habermann: Was uns zwei uralte Sammelbüchsen erzählen in: Heimatkurier 2/1996 des Nordbayerischen Kuriers, S. 9. sowie der Chorbogen waren eingestürzt. Die Kirche, nun Hof- und Hauptkirche des Fürstentums, wurde von 1611 bis 1614 für die Zwecke einer Residenzstadt eingerichtet und völlig neu ausgestattet. Unter Verwendung des stehengebliebenen Mauerwerks gab Mebart ihr die alte gotische Form wieder.Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth, S. 98. An den Seitenschiffen wurden Emporen für den Hofadel angebracht. Da der Markgraf die nun „Zur Heiligen Dreifaltigkeit“ umbenannte Kirche auch zur Grabkirche seiner Familie bestimmte, ließ er die „Fürstengruft“ einbauen.

Das Alte Schloss baute Mebart zur markgräflichen Residenz um.Historie bei apotheke-bayreuth.de, abgerufen am 19. Januar 2022Altes Schloss — Ehrenhof bei deutsche-digitale-bibliothek, abgerufen am 19. Januar 2022 Dabei wurden der Saalbau und der Kurfürstenbau erweitert und mit Reliefmedaillons geschmückt. 1610 plante er das Haus Maximilianstraße 57;Geschäftshaus Maximilianstraße 57 Bayreuth bei architektur-bildarchiv.de, abgerufen am 19. Januar 2022 das Gebäude, in dem heute die Mohren-Apotheke untergebracht ist, wurde mit seinem Renaissance-Erker das stattlichste Bürgerhaus am Markt.Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 68. Im Jahr 1613 baute Mebart die abgebrannte Lateinschule wieder auf.

Zu Ehren Mebarts wurde 1963 im Bayreuther Stadtteil Roter Hügel der Mebartweg benannt.

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Einzelnachweise

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