Ernst Buchwalder (* 5. Juni 1941 in Luzern; † 20. Februar 2014 ebenda) war ein Schweizer Maler, Zeichner, Bildhauer und Vertreter der Konkreten und Visuellen Poesie.

Leben und Werk Ernst Buchwalder absolvierte von 1958 bis 1963 eine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Luzern mit den Schwerpunkten Zeichnen, Schrift und Piktogramm. Von 1964 bis 1967 studierte er an der Hochschule für Gestaltung Ulm in der Abteilung Visuelle Kommunikation (Typografie). Die Analyse des Wortes und die Zeichenhaftigkeit der Buchstaben standen bei seinen Arbeiten im Vordergrund. Von 1966 bis 1969 lebte er in London und Osaka und lernte die Kalligrafie als grafisches Ausdrucksmittel kennen.

Mit seinen Sprachbildern, Typostrukturen, «Studien zu Spielplatzprojekt» (1970), «ART und LIFE Aktion Amsterdam» (1978) und seiner «Platzaktion» (1978) zählt er zu den Schweizer Vertretern der Konkreten und Visuellen Poesie. Buchwalders Untersuchungen über die semantischen Beziehungen von Zeichen, Begriff und Gestalt bringen das in den Worten und Buchstaben Verborgene zum Ausdruck. Er verwendet dabei unterschiedliche Medien wie Zeichnung, Plastik, Fotografie, Aktion oder grafische Techniken und verschiedenartige Materialien wie Metall, Holz, Styropor, Glas, Ton oder auch Eis.

Ausstellungen (Auswahl) 2000: Freitagsgalerie, Solothurn 1999: «Sawasdee», Arbeiten aus Thailand 1999, Galerie Krienbach, Kriens 1998: «Black Signs», Kornschütte, Luzern 1997: «Visuelle Poesie, Arbeiten 1969–1980», MAZ-Medienausbildungszentrum, Katanienbaum 1996: «Black Signs», Gemeindegalerie Benzeholz, Meggen 1995: «Inselzeichen», Zentrum Gersag, Emmenbrücke 1990: Galerie Twerenbold, Luzern 1989: Freitagsgalerie, Solothurn 1986: Galerie Handsetzerei Gloor, Aarau 1986: Galerie Ursula Wiedenkeller, Zürich 1985: «Kalligramme», Freitagsgalerie, Solothurn 1980: Galerie Baviera, Zürich 1980: «VerWANDlungen», Galerie Arlecchino, Luzern 1977: Galerie Räber, Luzern

Auszeichnungen 1976: Kunst- und Kulturpreis der Stadt Luzern (Anerkennungspreis) 1976: Teilnahme an der Biennale di Venezia 1971, 1974 und 1975: Eidgenössisches Kunststipendium 1970: Preis der Presse, Kunstmuseum Luzern 1966: Preis für Junge Malerei in Ulm/Deutschland

Literatur Toni Zwyssig (Hrsg.): Ernst Buchwalder. Wörterbruch. Studien, Projekte und Realisationen mit Buchstaben, Wörtern und Begriffen (1967–1978). Armato Verlag, Wolhusen 1978, ISBN 3-85529-005-9. Ernst Buchwalder: das wort – Arbeiten, Studien, Projekte 1969–1975. Zeitschrift, Schill & Cie, Luzern 1976.

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