Wilhelm Rubiner (* 11. Juli 1851 in Stanislau; † 3. November 1925 in BerlinSterberegister Standesamt Berlin 4, Nr. 899/1925) war ein Schriftsteller in Berlin.
Leben Er stammte aus einer ostjüdischen Familie in Galizien. Der Vater Aron Rubiner war Kaufmann in Stanislau mit der Firma A. Rubiner mindestens bis 1860.Amtsblatt der Lemberger Zeitung/Gazeta Lwówska vom 22. November 1860, S. 1525; über Konkursverfahren der Firma A. Rubiner in Stanislau Die Mutter hieß Ides. Die Familie siedelte später nach Wien über.Werner Portmann: Die wilden Schafe, 2008, S. 11–20; über die Schwester Rachel Rosaria Rubiner in Wien; zitiert in Barbara Barnini: Ideologia e utopia nell'opera letteraria di Ludwig Rubiner. Discussa di Università di Firenze, 1995, Anm. 2 (auch in Deutsch)
Wilhelm Rubiner lebte seit den 1880er Jahren in Berlin.; erster Eintrag im Adreßbuch. Zur Zeit der Geburt des Sohns Ludwig 1881 lebte die Familie Rubiner in der Alten Leipziger Straße 13 in Berlin; möglicherweise zur Untermiete Dort verfasste er Bücher und schrieb für Zeitungen Feuilletons.Dora Duncker: Meine Herren Collegen! Berlin 1894, S. 53, mit einer Kurzbeschreibung seiner Person
Wilhelm Rubiner war seit 1880 mit der aus Wien stammenden Betty (Barbara) Rubiner geb. Bernauer (1853–1936) verheiratet.Lexikon deutsch-jüdischer Autoren, Band 18, 2010, S. 413; mit Lebensdaten von Wilhelm Rubiner, der angebliche Geburtsort Berlin ist offensichtlich falsch; den preußischen Vornamen Wilhelm legte er sich wahrscheinlich erst in Berlin zu Ihr Sohn Ludwig Rubiner wurde ebenfalls Schriftsteller.
Publikationen Wilhelm Rubiner schrieb vor allem Abenteuerberichte und Kriminalromane, meist unter dem Pseudonym Gerhard Stein. Abenteuer in den deutschen Kolonien Afrikas und der Südsee. Fahrten und Abenteuer, Land und Leute; mit 4 Bildern in Farbendruck, 1888 Unser Fritz in Spanien und im Morgenlande. Reisen des Deutschen Kronprinzen Friedrich Wilhelm; reich illustrirt mit 4 Aquarellen, 4 ganzseitigen Holzschnitten, und zahlreichen Bildern im Texte, 1889
Der Nord-Ostsee-Kanal und seine Bedeutung. Eine Schilderung des Nord-Ostsee-Kanals und seiner landschaftlichen Umgebung, 1895 Die Reichshauptstadt wie sie wurde und wie sie ist. Schilderungen in Wort und Bild, 1896 Im Fluge durch die Welt. Photographische Aufnahmen der hervorragendsten Städte, Gegenden und Kunstwerke von Europa, Asien, Afrika, Australien, Nord- u. Süd-Amerika. Hrsg. von John L. Stoddard, 1899
Ein sonderbarer Fall. Kriminal-Geschichte von Gerhard Stein. Mit Illustrationen von W. Roegge, 1900 Die Freunde. Eine Kleinstadtgeschichte von Gerhard Stein, 1900 Das Bild. Eine Liebesgeschichte von Gerhard Stein. Mit Illustrationen. von A. Lewin, 1909 Der Diamantenmacher, Roman, 1910 Das Rätsel des ′Roten Löwen′. Roman, 1912, 1913 Das hohe Ziel, Roman 1913 Das Jugendwunder. Roman von Wilhelm Rubiner, 1916, Science-Fiction-Roman Die Perlen der ägyptischen Prinzessin. Von Gerhard Stein, 1918 Millionenkompagnie. Kriminalroman, 1923
Literatur Wilhelm Rubiner †. In: 8 Uhr-Abendblatt vom 6. November 1925. S. 6 Kürschners Deutscher Literatur-Kalender auf das Jahr 1922. Sp. 725f.
Einzelnachweise
Kategorie:Schriftsteller (Berlin) Kategorie:Geboren 1851 Kategorie:Gestorben 1925 Kategorie:Mann Kategorie:Person (Cisleithanien)