Johannes Matz, auch Johann Matz, Hans Matz (* 26. November 1849 in Lübeck; † 8. Juni 1913 in Halle/Saale) war ein deutscher Architekt und preußischer Baubeamter.

Leben Johannes Matz war ein Sohn des Lübecker Arztes Carl Johann Gottlieb Matz (1810–1892) und dessen Frau Mathilde Friederike Sophie, geb. Krüger (1821–1905). Friedrich Matz der Ältere war sein älterer Bruder, Louise Matz seine Schwägerin und Friedrich Matz der Jüngere sein Neffe.

Er besuchte das Katharineum zu Lübeck bis zum Abitur an Michaelis 1869Hermann Genzken: Die Abiturienten des Katharineums zu Lübeck (Gymnasium und Realgymnasium) von Ostern 1807 bis 1907. Borchers, Lübeck 1907 (Digitalisat), Nr. 668. und studierte an der Berliner Bauakademie. Nach seinem Examen als Regierungsbaumeister folgten weitere Studien in Wien und Italien.

Seine ersten Stationen in der preußischen Bauverwaltung waren Pritzwalk, Marienburg (Regierungs-BaumeisterCentralblatt der Bauverwaltung, Jg. 2, 1882, Nr. 3, S. 22. (Digitalisat Google Books).) und Mühlhausen. Von 1884 bis 1888 arbeitete er im Atelier von Paul Wallot mit am Entwurf und der Ausführung des zwischen 1884 und 1894 entstandenen Reichstagsgebäudes in Berlin. Im Jahr 1889 wurde er preußischer Land-Bauinspektor und technischer Hilfsarbeiter bei der königlichen Regierung in Merseburg.Centralblatt der Bauverwaltung, Jg. 9, 1889, Nr. 51, S. 491. (Digitalisat Google Books). 1897 wechselte er als Baurat nach Halle an der Saale. Als Bauinspektor war er für den Stadtkreis Halle und den Saalkreis zuständig.

Johannes Matz war seit 1889 verheiratet mit Louise Friederike, geb. Gropius (1866–), einer Tochter von Martin Gropius. Der Musiker Arnold Matz (1904–1991) war ein Sohn des Paares. Die Tochter Luise (1900–1991) heiratete Rudolf von Arps-Aubert. Matz wurde auf dem Friedhof Giebichenstein begraben, wo sein Grabstein erhalten ist.

Bauten mini|Friedenstraße 19 in Halle Mitarbeit am Reichstagsgebäude Hauptzollamt in Halle, Ankerstraße 2 (1901/02) Petruskirche (Halle) Pauluskirche (Halle) eigenes Haus in der Friedenstraße 19 in Halle (1901/02, erhalten, Baudenkmal)Beschreibung und Grundriss in Blätter für Architektur und Kunsthandwerk 16 (1903), S. 81

Entwürfe & Vorarbeiten Restaurierung Marienburg 1882Führer durch das Schloss Marienburg in Preussen, S. 22. – Siehe auch Abschnitt #Schriften

Auszeichnungen Titel Geheimer Baurat Roter Adlerorden, 4. Klasse Königlicher Kronen-Orden (Preußen), 3. Klasse (1908)Zentralblatt der Bauverwaltung 1908, S. 61.

Schriften Untersuchungen im Hochschlosse der Marienburg. In: Centralblatt der Bauverwaltung, Jg. 2, 1882, Nr. 2, S. 9–11 & Nr. 3, S. 19–22. (Digitalisat Google Books) Die neue Pauluskirche in Halle a. d. S. In: Württembergische Bauzeitung: Wochenschrift für Architektur und das gesamte Baugewerbe. 1903/04 (Digitalisat)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Architekt (Deutschland) Kategorie:Geheimer Baurat Kategorie:Person (Halle (Saale)) Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 3. Klasse Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1849 Kategorie:Gestorben 1913 Kategorie:Mann