mini|Évelyne de la Chenelière (2018) Evelyne de la Chenelière (* 1975 in Montréal) ist eine kanadische Schauspielerin, Schriftstellerin und Dramatikerin.https://literaturkritik.de/public/online_abo/lexikon-literaturwissenschaft-autoren-de-la-cheneliere-evelyne,11,14,10083 Ihr Theaterstück Bashir Lazhar wurde verfilmt und 2012 für einen Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film nominiert. Der Film trägt den Titel Monsieur Lazhar.

Leben Chenelière studierte Literatur und Theater in Paris und in Montréal. Sie hat über zwanzig Theatertexte sowie einen Roman geschrieben. Die Rechte an ihren Stücken vertritt für den deutschsprachigen Raum der Per H. Lauke Verlag aus Hamburg.https://www.theaterwissenschaft.uni-muenchen.de/aktuelles/archiv/archiv_2018/termine_2018/cheneliere_talk/cheneliere_talk.pdf

Die deutschsprachige Erstaufführung ihres Stücks Zeit des Lebens in der Regie von Kornelius Eich fand im Dezember 2021 an den Landungsbrücken Frankfurt in Anwesenheit der Autorin statt.http://www.landungsbruecken.org/de/programm_aktuell.php?t524=detail,4641 2023 war sie im Rahmen der Mainz Residenz, u. a. zusammen mit dem Tänzer Lutz Förster, am Staatstheater Mainz zu Gast.

Stil In Chenelières Stücken spielt die Sprache eine wichtige Rolle. In ihren Theatertexten bewegt sie sich thematisch in unterschiedlichen Bereichen, aber noch wichtiger als der Inhalt der Sprache ist für sie der körperliche Vorgang des Sprechens: "Ich arbeite an einer inneren Haltung, die schwer durchzuhalten ist: Die Sprache, in der ich schreibe und, die auch meine Muttersprache ist, zu einer Fremdsprache für meine Sinne zu machen. Sie nach ihrem Klang zu beurteilen, nach ihrem Atem, nach den Muskeln, die sie beansprucht, wenn ich sie artikuliere, nach den Wänden, an die sie stößt, den Saiten, die sie zum Schwingen bringt, den Räumen, die sie im Körper öffnet, nach dem, was sie verschiebt, was sie hervorruft, was sie in Bewegung versetzt." Der Fokus auf den Klang der Sprache entsteht für sie durch die Unmöglichkeit, "eine Erfahrung wirklich in einer Erzählung wiederzugeben. Die Erzählung verlangt nach Ordnung und Gleichgewicht, während das Erlebte seinem Wesen nach diskontinuierlich und schwankend ist." Für sie resultiert daraus die Frage: "Welche Grammatik braucht es, um das Chaos in sich und um sich herum spürbar zu machen?" Werke (Auswahl) Theater 2006: Bashir Lazharhttps://www.theatertexte.de/nav/2/2/2/werk?verlag_id=per_h._lauke_verlag&wid=446597000&ebex3=2 2009: Die Füße der Engelhttps://www.theatertexte.de/nav/2/2/2/werk?verlag_id=per_h._lauke_verlag&wid=177474599&ebex3=2 2014: Lichter, Lichter, Lichterhttps://www.theatertexte.de/nav/2/2/2/werk?verlag_id=per_h._lauke_verlag&wid=o_1620616242&ebex3=2 2018: Zeit des Lebenshttps://www.theatertexte.de/nav/2/2/2/werk?verlag_id=per_h._lauke_verlag&wid=o_1293770125&ebex3=2 2023: Zur Nacht

Filmografie 2004: Terminal 2005: Capacité 11 personnes (Kurzfilm) 2006: Sur la ligne (Kurzfilm) 2006: Marie-Antoinette (Fernsehfilm) 2007: L'âge des ténèbres 2011: Monsieur Lazhar 2011: Café de Flore 2012: Le colis 2013: L'autre maison 2013: Une vie pour deux 2014: Les maîtres du suspense 2019: Cerebrum (Fernsehserie, 9 Folgen) 2020: Le rire 2021: The Pond, at Night (Kurzfilm) 2021: 444 (Kurzfilm) 2021: Une révision 2023: Mademoiselle Kenopsia 2024: Reasonable Doubt (Fernsehserie, 2 Folgen) 2026: Paradise

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Einzelnachweise

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