Lindenthal ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.
Die Ortsstelle befindet sich drei Kilometer westlich von Uslowoje (Rautenberg).
Geschichte Lindenthal war im 18. Jahrhundert ein Schatulldorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 87. Nach 1820 wurde dort ein Gut eingerichtet.In Alexander August Mützell: Neues Topographisch-Statistisch-Geographisches Wörterbuch des Preussischen Staates, Dritter Band, Kr-O, Halle 1822, wird der Ort noch als Schatull-kölmisches Dorf bezeichnet. 1874 wurde der Gutsbezirk Lindenthal dem neu gebildeten Amtsbezirk Rautenberg im Kreis Ragnit zugeordnet.Rolf Jehke, Amtsbezirk Rautenberg 1928 wurden, nun im Kreis Tilsit-Ragnit, der Gutsbezirk Lindenthal und die Landgemeinde Karalkehmen zur Landgemeinde Lindenthal zusammengelegt.
1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Das eigentliche Gut Lindenthal wurde laut Karte in der Folge zu Kaschtanowka gezählt, in das laut Erlass von 1947 der Ortsteil Karalkehmen/Karlen umbenannt worden war.s. http://www.etomesto.ru/map-kaliningrad_gugk/ Vermutlich wurde das ehemalige Gut um 1970 verlassen und zu Sowjetzeiten dann noch als Scheune genutzt.Sowjetische Topographische Karte 100k--n34-045 von 1984
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 27 1871 28 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 60 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 68 1910 66 1925Zeitschrift des Preussischen Statistischen Landesamts, Band 67, 1927 67 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 111 Mit Karalkehmen 1939 107 Mit Karlen (Karalkehmen)
Kirche Lindenthal gehörte zum evangelischen Kirchspiel Rautenberg.
Literatur Eleonore Prokein (unter Mitarbeit von Gerhard Klein): Erinnerungen an das Gut Lindenthal, in Land an der Memel – Tilsiter Rundbrief, Heft 89 (Weihnachten 2011) bis Heft 93 (Weihnachten 2013) 1. Teil (89) (PDF-Datei; 28,5 MB), S. 72 bis 78 2. Teil (90) (PDF-Datei; 18,4 MB), S. 88 bis 95 3. Teil (91) (PDF-Datei; 21,7 MB), S. 155 bis 160 4. Teil (92) (PDF-Datei; 14,1 MB), S. 139 bis 146 5. Teil (93) (PDF-Datei; 11,2 MB), S. 109 bis 116
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk Kategorie:Ort in Ostpreußen