Kerstin Gähte, eigentlich Kerstin Ulla Gähte-Reichert (* 22. September 1958 in Düsseldorf; † 1. Februar 2017 ebenda), war eine deutsche Schauspielerin.

Leben Kerstin Ulla Gähte wurde zunächst als Arzthelferin und als Medizinisch-technische Assistentin ausgebildet. Im Anschluss absolvierte sie in Düsseldorf an der Schauspielschule Leistikow eine Ausbildung zur Schauspielerin. Ein Stipendium bekam sie von der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen 1996 für einen Hollywood Actors Workshop in Los Angeles.

Gähte erhielt ihr erstes Theaterengagement am Schauspielhaus Düsseldorf. Später wechselte sie an das Staatstheater Hannover. Dort spielte sie unter anderem in einer Bühnenfassung des Romans Gefährliche Liebschaften von Choderlos de Laclos und in dem Musical Linie 1. In dem Drei-Frauen-Stück Teures Glück von Jean Bouchard übernahm sie die Rolle der alleinerziehenden Mutter Rosine. Inge Meysel, die selbst bereits in Berlin an der Komödie am Kurfürstendamm in diesem Stück aufgetreten war,Klaus Baschieban: Jubelnder Beifall für Inge Meysel in der Komödie am Kurfürstendamm: Altersweise Zurückhaltung. In: Berliner Zeitung, 7. Mai 1994, abgerufen am 3. Februar 2017. wurde daraufhin auf Gähte aufmerksam und half ihr, Zutritt zu den verschiedensten Boulevardtheatern in Deutschland zu erhalten. Gähte spielte in der Folgezeit unter anderem ebenfalls an der Komödie am Kurfürstendamm, an der Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg und am Theater am Dom in Köln.

Bekanntheit erlangte Gähte auch durch ihre zahlreichen Fernsehrollen. Sie übernahm dabei mehrere durchgehende Serienrollen, wiederkehrende Episodenrollen und auch Gastrollen.

Von 1997 bis 2004 spielte Gähte in der WDR-Serie Die Anrheiner die Rolle der Evelyn Krings. Von 2004 bis 2005 war sie im ZDF in der Telenovela Bianca – Wege zum Glück in der Rolle der Ariane Wellinghoff zu sehen. Außerdem spielte sie für das ZDF in Verfilmungen von Erzählungen von Inga Lindström und Rosamunde Pilcher. Von März bis Juni 2012 spielte sie in der ARD-Telenovela Sturm der Liebe die Rolle der Nicola Westphal. Von Mai bis Juni 2013 war sie erneut in der ARD-Telenovela als Franziska Appelt zu sehen, die der verstorbenen Nicola Westphal glich.

Kerstin Gähte starb nach einem zweijährigen Krebsleiden in ihrem Wohnort Düsseldorf. Sie hinterließ ihren Ehemann, den Schauspieler Lutz Reichert, sowie einen erwachsenen Sohn.

Theaterengagements 1985–1989: verschiedene Stücke im Schauspielhaus Düsseldorf 1988/1989: Gefährliche Liebschaften (Staatstheater Hannover) 1988/1989: Linie 1 (Staatstheater Hannover) 1993: Hexenschuß (Komödie Düsseldorf) 1994: Ein ungleiches Paar (Comödie Bochum) 1994: Es bleibt in der Familie (Komödie Düsseldorf) 1995: Der Ausreißer (Theater am Kudamm) 1996: Mein Vater, der Junggeselle (Komödie Düsseldorf) 1997: Trauben und Rosinen (Theater am Dom in Köln) 1999/2000: Doppelt hält besser (Comödie Bochum) 1999–2004: Honigmond (Comödie Wuppertal) 2000/2002: Wie wär’s denn, Mrs. Markham (Comödie Duisburg) 2003: Alles für die Katz (Comödie Bochum) 2005: Fang den Mörder (Gloria-Theater Köln) 2006: Reifeprüfung (Theater an der Kö in Düsseldorf) 2008: Loriots dramatische Werke (Theater am Dom in Köln) 2010: Denn sie wissen nicht, was sie erben (Theatergastspiele Kempf) 2011: Ein Schlüssel für Zwei (Komödie Frankfurt) 2011/2012: Alles auf Krankenschein (Komödie Düsseldorf) 2013: Ziemlich beste Freunde (Komödie Düsseldorf) 2014: Ausser Kontrolle (Komödie Frankfurt) 2014: Noch einmal, aber besser (Theater an der Kö in Düsseldorf) 2014/2015: Ziemlich beste Freunde (Fritz Rémond Theater Frankfurt) 2015: Ziemlich beste Freunde (Contra-Kreis-Theater Bonn) 2015: Ziemlich beste Freunde (Fritz Rémond Theater Frankfurt) 2016: Ziemlich beste Freunde (Komödie Düsseldorf) 2016: Ziemlich beste Freunde (Komödie im Bayerischen Hof) 2016: Terror (Contra-Kreis-Theater Bonn)

Filmografie (Auswahl) 1990: Tatort: Zeitzünder 1990: Ein Heim für Tiere 1991: Großstadtrevier – Revanche 1991: Peter Strohm 1991: Siebenstein 1992: Wolffs Revier – Witwe in Weiß 1997: T.V. Kaiser – Positives Denken 1997: Kommissar Schimpanski 1997: Stadtklinik – Verliebt 1997: Park Hotel Stern – Champagner am Nachmittag 1997–2004: Die Anrheiner 1999: Höllische Nachbarn 1999: Cityexpress 1999: Wie war ich, Doris? 1999: Fremde Verwandte (Fernsehzweiteiler) 2001: Der kleine Mönch – Der Heiratsschwindler 2002: Die Sitte – Stiller Schrei 2002: Zwei Profis und das tote Mädchen 2004–2005: Bianca – Wege zum Glück 2005: Die Rosenheim-Cops – Die Leiche im Moor 2005: Da kommt Kalle – Goldfieber 2006: Inga Lindström: Sommertage am Lilja-See 2007: Mordshunger 2007: Lindenstraße – Viel Trinken 2007: Geile Zeit 2007: Maddin in love 2007: Rosamunde Pilcher – Nebel über Schloss Kilrush 2007: Kreuzfahrt ins Glück – Hochzeitsreise nach Chile 2008: Alles was zählt 2008: Lovers Lane 2008: SOKO Köln – Doppelgrab 2009: Rosamunde Pilcher – Liebe gegen den Rest der Welt 2009: Was geschah – Man weiß es nicht (Kurzfilm) 2009: Der Staatsanwalt – Zwischen den Fronten 2010: Inga Lindström – Prinzessin des Herzens 2010: Küss mich Koch 2011: Lena – Liebe meines Lebens 2011: Wie früher (Kurzfilm) 2011: Die Wämmser (Serienpilot) 2011: Der letzte Bulle (Fernsehserie) – Kita des Grauens 2012: Sturm der Liebe 2012: SOKO Köln – In der Falle 2013: Sturm der Liebe 2013: Männertreu 2014: Rentnercops – Solange man Träume noch leben kann 2014: Agnes (Regie: Johannes Schmid) 2015: In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte – Alte Liebe 2015: Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen – Entführt 2016: Die Lebenden und die Toten – Ein Taunuskrimi

Auszeichnungen 2009: 2880-Filmfestival Leverkusen: Preis für die beste schauspielerische Leistung in einem 2880-Film für Was Geschah – Man weiß es nicht

Weblinks

Website von Kerstin Gähte

Einzelnachweise

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