mini|Schillerdenkmal Frankfurt am Main Das Schillerdenkmal in der Taunusanlage in Frankfurt am Main erinnert an den deutschen Nationaldichter Friedrich von Schiller (1759–1805). Es wurde im Jahr 1859 im Auftrag der Stadt Frankfurt am Main nach Entwurf des Bildhauers Johannes Dielmann im Stil des Klassizismus errichtet. Die Wiedererrichtung auf dem Schillerplatz, wo das Schillerdenkmal bis 1955 stand, ist derzeit in Planung.
Geschichte mini|hochkant|Schillerdenkmal auf dem Schillerplatz/An der Hauptwache (1859–1955)
Im Schillerjahr 1859 wollten Frankfurter Bürger dem Dichter ein öffentliches Denkmal setzen. Schiller hatte zwischen 1782 und 1784 dreimal in Frankfurt gewohnt. Sein Drama Kabale und Liebe war am 13. April 1784 im Frankfurter Stadttheater uraufgeführt worden. Zu einem von Johannes Classen und Theodor Creizenach inszenierten Schillerfest am 10. November 1859 versammelten sich über 40.000 auswärtige Gäste. Am Rande des Festes wurde das Freie Deutsche Hochstift gegründet.
Der Frankfurter Bildhauer Johannes Dielmann hatte ein Gipsmodell für das Denkmal entworfen. Anlässlich der Enthüllung des Modells auf dem Römerberg überreichten ihm die Initiatoren des Denkmalprojekts den erstes Preis für seinen Entwurf.Sabine Hock: (Stand des Artikels: 1. Juni 2020) Schillerdenkmal auf der Website Kunst im öffentlichen Raum Frankfurt des Kulturamts der Stadt Frankfurt am Main, abgerufen am 17. Januar 2022 Aufgestellt und enthüllt wurde das Denkmal am 9. Mai 1864 auf dem Paradeplatz neben der Hauptwache, der danach in Schillerplatz umbenannt wurde. 1938 wurde das Denkmal auf den damals Horst-Wessel-Platz genannten Rathenauplatz versetzt, gegenüber dem 1844 errichteten Goethedenkmal auf dem Goetheplatz. Seit Mai 1955, zum 150. Todestag Schillers, steht das Denkmal an seinem heutigen Ort am Taunustor. Ganz in der Nähe, in der Gallusanlage, hatte 1952 das im Krieg beschädigte und restaurierte Goethedenkmal seinen vorläufigen Standort gefunden, von wo es 2007 wieder an seinen ursprünglichen Ort auf dem Goetheplatz zurückkehrte.
Das Schillerdenkmal wurde 2005 aufwendig restauriert. Im Rahmen von Überlegungen, den Platz An der Hauptwache umzugestalten, wurde 2009 und erneut 2021 angeregt, dass auch das Schillerdenkmal wieder an seinen Ursprungsstandort zurückkehrt. Bislang blieben diese Pläne jedoch unverwirklicht.
Beschreibung Das Standbild des Dichters ist ca. vier Meter hoch. Es wurde aus Bronze gegossen und steht auf einem gleichhohen, kubischen Sockel aus Syenit. Schiller ist mit Culotte und Weste bekleidet und trägt darüber einen leichten Mantel. In der angewinkelten linken Hand hält er ein Buch, in der nach unten ausgestreckten rechten Hand eine Schreibfeder. Der Lorbeerkranz auf dem Kopf ist als eine besondere Ehrung zu verstehen und unterstreicht die Bedeutung Schillers für die deutsche Literatur.
Siehe auch Liste der Schillerdenkmäler
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Einzelnachweise
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