mini|Maria v. Ohmeyer, Selbstporträt an der Staffelei, 1935 Maria Ohmeyer, auch Maria von Ohmeyer (* 5. September 1896 in Matzen; † 11. Juni 1983 in Poysdorf) war eine österreichische akademische Malerin.
Leben alternativtext=Kinderspielplatz, Pastell auf Papier|mini|Kinderspielplatz, Pastell auf Papier Maria Ohmeyer lebte von 1906 bis 1983 in Poysdorf und in Wien. Ihr Vater Leonhard Schmidt war Notar und ihr Großvater Ferdinand Schmidt Maler, Kupferstecher und Bildhauer. Sie stammten aus Nikolsburg in Mähren.
Ihr Studium absolvierte sie an der Wiener Frauenakademie bei Hermann Grom-Rottmayer und Carl Fahringer. Von ersterem beeinflusst verfolgte sie in ihren frühen Arbeiten eine Ton-in-Tonmalerei, von Fahringer übernahm sie in der Folge eine kräftige Palette, wo sie speziell in ihren Blumenbildern – sowohl in den Pastellen als auch in den Ölbildern – eine formal aufgelockerte Stilrichtung bevorzugte. 1923 heiratete sie den k. u. k. General Alfons Ohmeyer, dem sie 1924 den einzigen Sohn gebar. 1944 fiel Sohn Herbert im Zweiten Weltkrieg. Diesen Verlust konnte sie nie ganz überwinden. 1952 verunglückte ihr Mann tödlich bei einem Verkehrsunfall.
Als Mitglied der „Marchfelder Künstlervereinigung bildender Künstler Niederösterreichs“ stellte sie bei deren Ausstellungen aus und war bei vielen Ausstellungen des Landesverbandes der NÖ Kunstvereine im In- und Ausland vertreten. Einen guten Kontakt pflegte sie zu Franz Kaindl, Oskar Matulla, Franz Kaulfersch, Gottfried „LAF“ Wurm, Karl Korab, Heribert Potuznik, Herbert Boeckl, Rupert Feuchtmüller, Hermann Nitsch.
Werk mini|Fronleichnam, Öl auf Hartfaserplatte, 1962 alternativtext=Gelbe Dahlien in Vase, Pastell auf Papier|mini|Gelbe Dahlien in Vase, Pastell auf Papier Ihre künstlerischen Stilmittel, Themen und Techniken sind traditionell, wurzeln in der überlieferten Malkultur. Zu ihren Sujets gehören Tier- und Bewegungsstudien als Kohle- oder Kreidezeichnungen ausgeführt, letztere vielfach, der Zeit entsprechend, mit Weißerhöhungen versehen. Malgrund für die meist schnell skizzierten Zeichnungen sind die verschiedensten Papiere, Kartonreste etc.
Ausstellungen 1969: Salzburger Festspiele 1979: Stadtmuseum, Poysdorf 1982: Künstler im Weinviertel, Wiener SecessionAusstellungsplakat. 1994: Gedächtnisstätte – Galerie im Nachtwächterhaus und Schloss Poysbrunn 1996: Zum 100. Geburtstag – Tag der offenen Tür, Wohnhaus Poysdorf und begleitende Ausstellung im Nachtwächterhaus 1998: aufmüpfig & angepasst – Frauenleben in Österreich, NÖ Landesausstellung, Schloss Kirchstetten 1999: Garten der Frauen, Stadtmuseum St. Pölten 1994–2014: Wechselnde Sonderausstellungen im ehemaligen Nachtwächterhaus, Poysdorf 2015: Maria-Ohmeyer-Weg, Eröffnung der Open-Air-Galerie, Poysdorf
Literatur Franz Kaindl: Maria Ohmeyer. Malerei und Graphik. Landesverband der NÖ Kunstvereine, Stadtmuseum Poysdorf, 1979. 3 Blatt.
Weblinks Maria-Ohmeyer-Weg, Poysdorf
Einzelnachweise
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