Herman Feofilowitsch Achminow auch German F. Achminow (* 22. Mai 1921 in Archangelsk;Jurij Dojkow: Der deutsche Soziologe Herman Achminow, o. V., Archangelsk 2006, ISBN 5-86279-056-X, S. 3 (PDF, bereitgestellt von kipdf.com) † 28. Februar 1985Jurij Dojkow: Der deutsche Soziologe Herman Achminow, o. V., Archangelsk 2006, ISBN 5-86279-056-X, S. 5 (PDF, bereitgestellt von kipdf.com) in BonnJurij Dojkow: Der deutsche Soziologe Herman Achminow, o. V., Archangelsk 2006, ISBN 5-86279-056-X, S. 1 (PDF, bereitgestellt von kipdf.com)) war ein deutsch-russischer Sowjetologe und Publizist.

Werdegang Achminow wuchs in Leningrad auf. Sein Vater gehörte der Partei der Bolschewiki an, er fiel später der Herrschaft Stalins zum Opfer.Herman Achminow: Am großen Krieg "vorbeischleichen"? Zur Friedensstrategie des Konservatismus. Europrisma, Bonn 1983, ISBN 978-3-923920-00-6, Buchrückseite In Leningrad studierte Achminow ab 1939 LiteraturwissenschaftDNB-Eintrag zu Achminow, Herman F., abgerufen am 10. Januar 2022. Ab dem Tag des Überfalls auf die Sowjetunion nahm er am Deutsch-Sowjetischen Krieg teil. Er geriet noch im selben Jahr in deutsche Kriegsgefangenschaft. 1942 schloss er sich der Wlassow-Armee an, um fortan auf deutscher Seite zu kämpfen.Personalien. In: Die Welt Nr. 58 vom 9. März 1985, ISSN 0173-8437, S. 7

Nach Kriegsende blieb Achminow in Deutschland und ließ sich 1948 bis 1949 in München zum Journalisten ausbilden. Er nahm sein Studium in Oxford wieder auf und schloss es 1958 ab. Achminow führte den Titel eines Doctor of Letters (D. Litt.) der University of Oxford.Herman Achminow: Mythos und Wahrheit in der Geschichtslehre von Marx. In: Saeculum. Jahrbuch für Universalgeschichte, Bd. 11, 1960, ISSN 0080-5319, S. 266–294, insbesondere S. 266

Von 1958 bis zu seiner Schließung 1972 arbeitete Herman Achminow in leitender wissenschaftlicher Position am Münchner Institut zur Erforschung der UdSSR und ab 1969 auch als Chefredakteur der Institutszeitschrift Bulletin of the Institute. Am Münchner Zentrum der University of Oklahoma lehrte er von 1968 bis 1972 als Gastprofessor Soziologie und Politische Wissenschaft. Danach lebte Achminow in Köln; er arbeitete weiter als Publizist. Als Mitarbeiter der Deutschen Welle moderierte er die Sendung Am Runden Tisch.Jurij Dojkow: Der deutsche Soziologe Herman Achminow, o. V., Archangelsk 2006, ISBN 5-86279-056-X, S. 4 (PDF, bereitgestellt von kipdf.com)

Herman F. Achminow war mit der Journalistin Gisela Schölgens verheiratet und hatte mit ihr zwei Töchter und einen Sohn sowie einen weiteren Sohn aus einer früheren Beziehung.Jurij Dojkow: Der deutsche Soziologe Herman Achminow, o. V., Archangelsk 2006, ISBN 5-86279-056-X, S. 27 (PDF, bereitgestellt von kipdf.com)

Themenwahl und Werke Der überwiegende Teil von Herman Achminows Veröffentlichungen beruht auf Analysen des Regierungssystems und der Gesellschaft in der Sowjetunion, aus denen Vorhersagen für die weitere Entwicklung und Empfehlungen für die Ostpolitik der westlichen Staaten abgeleitet werden. Eine seiner Folgerungen war die Prophezeiung der Bildung einer technisch und verwaltungspraktisch gebildeten Schicht, die zum Gegenspieler der personell festliegend besetzten und korrumpierten Parteielite wird. Die Oberschicht in der Sowjetunion. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, Nr. 47, 1953, ISSN 0479-611X, S. 1–6

Ausgewählte Monografien Warum ändern die Sowjets ihren Kurs? Die Sowjetunion, Europa und das Deutschlandproblem aus der Reihe Rote Weißbücher. Verlag Rote Weißbücher, Köln 1953 Diktatur ohne Diktator. Die Entwicklung der UdSSR nach Stalins Tod. Zope, München 1956 Die Totengräber des Kommunismus. Eine Soziologie der bolschewistischen Revolutionen. Steingrüben, Stuttgart 1964Rezension: Auswahl – Herman F. Achminow: "Die Totengräber des Kommunismus. In: Der Spiegel, Nr. 13 vom 24. März 1964Review by G. L. Arnold (untitled): Die Totengräber des Kommunismus: Eine Soziologie der bolschewistischen Revolution by Herman F. Achminow. PDF. In: International Affairs, Bd. 41, Nr. 1, 1965, ISSN 0020-5850, S. 149–150, insbesondere S. 150 (englisch) (Faksimile, bereitgestellt von booksc.eu)

Breschnew und Kossygin – Die neuen Männer im Kreml?. v. Tucher, Diessen 1964 Die Europäische Föderalistische Partei (EFP) – Ideen, Probleme, Chancen. Eurolit, Landshut 1972 Auf dem Weg zum III. (dritten) Weltkrieg. Europrisma, Hagen 1975Hans Kluth: Herman F. Achminow: Auf dem Weg zum III. Weltkrieg. PDF. In: Osteuropa. Zeitschrift für Gegenwartsfragen des Ostens, Bd. 27, Nr. 7, ISSN 0030-6428, S. 641 (Faksimile, bereitgestellt von JSTOR.org) Am großen Krieg „vorbeischleichen“? Zur Friedensstrategie des Konservatismus. Europrisma, Bonn 1983, ISBN 978-3-923920-00-6

Beispiele für Aufsätze Die Oberschicht in der Sowjetunion. PDF. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, Nr. 47, 1953, , S. 1–6 (Faksimile, bereitgestellt von der Bundeszentrale für politische Bildung) Mythos und Wahrheit in der Geschichtslehre von Marx. PDF. In: Saeculum. Jahrbuch für Universalgeschichte, Bd. 11, 1960, , S. 266–294. (Faksimile, bereitgestellt von booksc.eu) Die sowjetische Albanienpolitik.PDF. In: Balkan Studies, Bd. 4, Nr. 1, 1963, , S. 83–102 (Faksimile, bereitgestellt von ojs.lib.uom.gr)

Literatur Personalien. In: Die Welt, Nr. 58 vom 9. März 1985, , S. 7 Jurij Dojkow: Der deutsche Soziologe Herman Achminow, o. V., Archangelsk 2006, ISBN 5-86279-056-X (mit einem Bildnis Achminows, PDF, bereitgestellt von kipdf.com)

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