mini|Blütenstand mini|Olea capensis subsp. macrocarpa in Kapstadt Olea capensis ist ein Baum aus der Gattung der Ölbäume (Olea) in der Familie der Ölbaumgewächse. Er kommt in Afrika, Madagaskar und Sokotra vor.

Beschreibung Olea capensis wächst als immergrüner Baum bis zu 40 Meter hoch, sie bleibt aber meist einiges kleiner, oder seltener als Strauch. Der Stammdurchmesser erreicht bis zu 1,5 Meter. Die braune bis graue Borke ist im Alter gräulich und furchig.

Die einfachen und kurz gestielten Laubblätter sind gegenständig. Der Blattstiel ist bis zu 1,5 Zentimeter lang. Die ledrigen, kahlen und ganzrandigen, spitzen bis zugespitzten oder rundspitzigen, eiförmigen bis verkehrt-eiförmigen oder elliptischen Blätter sind bis zu 11 (15) Zentimeter lang. Sie sind manchmal feinstachelspitzig und gewellt. Die Nebenblätter fehlen.

Es werden endständige, kurze, kahle und vielblütige, mehr oder weniger dichte Rispen gebildet. Die sehr kleinen, duftenden, zwittrigen und kurz gestielten, weißen Blüten sind vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Der kleine, bis etwa 2 Millimeter große Kelch ist becherförmig mit minimalen Zipfeln und die 3,5–5 Millimeter lange Krone ist kurz verwachsen mit ausladenden Zipfeln. Es sind nur 2 relativ kurze Staubblätter vorhanden. Der kleine, oberständige Fruchtknoten mit kurzem Griffel ist zweikammerig.

Es werden kleine, bis zu 2 Zentimeter große, eiförmige bis ellipsoide und schwärzlich-blaue, „bereifte“, meist einsamige Steinfrüchte gebildet. Der holzige Steinkern ist dickschalig.

Vorkommen Das Verbreitungsgebiet von Olea capensis reicht von West- bis Zentral- und im nördlicheren Ostafrika, den Sudan und Sokotra, Madagaskar, den Komoren sowie bis Südafrika. Das Verbreitungsgebiet ist disjunkt, also mit räumlich getrennten Populationen. Sie kommt bis in Lagen von über 3000 Meter vor.

Taxonomie und Systematik Olea capensis wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 1 Seite 8 erstbeschrieben.

Man kann 3 Unterarten unterscheiden: Olea capensis subsp. capensis (Syn.: Olea laurifolia ): Sie kommt nur in den Kap-Provinzen und in KwaZulu-Natal vor. Olea capensis subsp. enervis (Syn.: Olea enervis ): Sie kommt im südlichen Afrika vor in Eswatini, KwaZulu-Natal und in den Nördlichen Provinzen. Olea capensis subsp. macrocarpa (Syn.: Olea macrocarpa ): Sie kommt in Afrika und in Madagaskar vor.

Verwendung Das sehr schwere und harte, recht beständige Holz, Eisenholz, ist schön und begehrt. Es ist bekannt als Black ironwood, Schwarzes Eisenholz oder (Zwart) Yserhout, es ist ähnlich wie jenes des Olivenbaums aber etwas schwerer.

Die Früchte sollen essbar sein.

Literatur William Turner Thiselton-Dyer: Flora Capensis. Volume 4, Part IV, 1907, Part VI, 1909, S. 479, 485 ff, 1129, online auf biodiversitylibrary.org. The CABI Encyclopedia of Forest Trees. CABI, 2013, ISBN 978-1-78064-236-9, S. 302 f. Ernst Schmidt, Mervyn Lotter, Warren McCleland: Trees and Shrubs of Mpumalanga and Kruger National Park. Jacana, 2002, ISBN 1-919777-30-X, S. 534 f.

Einzelnachweise

Weblinks

Olea capensis bei PROTA. Olea capensis bei Useful Tropical Plants. Ironwood bei Knysna Woodworkers.

Kategorie:Ölbaumgewächse Kategorie:Oleaceae Kategorie:Baum Kategorie:Holzart