mini|Die Ortslage Bettenhausen mini|Kulturhaus Bettenhausen Bettenhausen ist ein Dorf mit etwa 700 Einwohnern in der Thüringer Rhön und ist der größte Ortsteil der Einheitsgemeinde Rhönblick im Landkreis Schmalkalden-Meiningen.
Lage Das Dorf liegt auf im Herpfgrund an der Stedtlingsbach-Mündung, südlich der Hohen Geba und deren Ausläufer, dem Neidhardskopf.
Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung von Bettenhausen stammt aus dem Jahr 850. Der Ort war ursprünglich im Besitz des Klosters Neuenberg bei Fulda. 1320/23 gingen die fuldischen Orte Seeba und Bettenhausen in den Besitz der Grafen von Henneberg-Schleusingen über und wurden dem Amt Sand angegliedert, gerichtlich gehörten sie aber zur Zent Kaltennordheim. Bereits 1350 wurden sie wieder an das Kloster Fulda verpfändet.. Nach der Pfandeinlösung im Jahr 1419 gehörten die beiden Orte zum hennebergischen Amt Maßfeld, mit dem sie nach Aussterben der Henneberger ab 1680 zum Herzogtum Sachsen-Meiningen kamen. Ein Kuriosum der Ortsgeschichte ist es, dass Fulda die Lehnshoheit über das seit 1320 ansonsten aber hennebergische Dorf samt Kirchenpatronat bis 1808 behaupten konnte..
Am 1. August 1996 wurde Bettenhausen Teil der Gemeinde Rhönblick, welche durch Verordnung des Innenministers des Landes Thüringen gebildet wurde.StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1996.
Sehenswürdigkeiten In strategisch günstiger Lage auf der höchsten Stelle des Dorfes befindet sich die evangelische Wehrkirche Zum Heiligen Kreuz. Der mit einem Hocheingang geschützte mittelalterliche Wehrturm erhielt später einen Treppenaufgang angefügt. Von den Wehrbauten blieben auch Reste der Ringmauer mit Schießscharten und drei Gadengebäude erhalten. Das als Chorturmkirche im Jahr 1617 neu errichtete Gotteshaus besitzt einen Kanzel-Orgel-Altar im Stil der Rokokozeit. Die Emporenbrüstungen sind bemalt. Die Kirche wurde von 1995 bis 2000 mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz saniert.Ingrid Scheurmann, Katja Hoffmann: Sakralbauten (= Kulturerbe bewahren Förderprojekte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. 1). Monumente, Bonn 2001, ISBN 3-935208-10-3, S. 313. Das Ortsbild wird von hennebergisch-fränkischen Fachwerkbauten geprägt, vor allem das 1541 erbaute Pfarrhaus ist sehenswert. Das Heimatmuseum befindet sich nahe der Kirche. In der Nähe des Ortes befinden sich zwei Sühnekreuze, die auf ein vorgeschichtliches Hügelgrab gesetzt wurden, dieses datiert vermutlich aus der La-Tène-Zeit.
Söhne und Töchter Johannes Voigt (1786–1863), Historiker Otto Götz (1895–1995), Schachspieler und Schachkomponist Hilda Zensen-Grahner (1917–2007), Ehrenpräsidentin der Deutschen China-Gesellschaft e. V.Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 18. September 2007, S. 40.
Literatur
Weblinks
Michael Köhler: Bettenhausen Kirche „Zum heiligen Kreuz“ Kulturhaus Bettenhausen
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Schmalkalden-Meiningen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) Kategorie:Ort in der Rhön Kategorie:Geographie (Rhönblick) Kategorie:Ersterwähnung 850 Kategorie:Gemeindeauflösung 1996