mini|Doppleruntersuchung mit Regurgitation bei Mitralklappeninsuffizienz Im Blutgefäßsystem wird mit Regurgitation ein Blutfluss bezeichnet, der im Herz oder herznahen Gefäßen in entgegengesetzter Richtung zur üblichen Fließrichtung erfolgt. Ursächlich dafür ist ein unvollständiger Verschluss einer der vier Herzklappen.

Formen Aortenregurgitation: Rückfluss von Blut aus der Aorta in den linken Ventrikel bei Aortenklappeninsuffizienz Mitralregurgitation: Rückfluss aus dem linken Ventrikel in den linken Vorhof bei Mitralklappeninsuffizienz oder Mitralklappenprolaps Pulmonalregurgitation: Rückfluss von Blut aus der Arteria pulmonalis in den rechten Ventrikel bei Pulmonalklappeninsuffizienz Trikuspidalregurgitation: Rückfluss aus dem rechten Ventrikel in den rechten Vorhof bei Trikuspidalinsuffizienz

Regurgitationsfraktion Zur Quantifizierung einer Herzklappeninsuffizienz nutzt man den Quotienten aus Regurgitationsvolumen und Schlagvolumen.Regurgitationsfraktion In: pschyrembel.de

Bei Aorten- und Mitralinsuffizienz bezeichnet man eine Regurgitationsfraktion von < 30 % als geringgradige Insuffizienz 30–50 % als mittelgradige Insuffizienz > 50 % als hochgradige InsuffizienzLeitlinie Herzkatheteruntersuchung In: leitlinien.dgk.org

Siehe auch Herzklappenfehler

Literatur Erland Erdmann, Hrsg., Klinische Kardiologie, Krankheiten des Herzens, des Kreislaufs und der herznahen Gefäße, 2011, 8. Auflage, Springer-Verlag, ISBN 978-3-642-16481-1

Einzelnachweise

Kategorie:Krankheitsbild in der Kardiologie