mini|Blätter des Graublättrigen Löwenzahns (Taraxacum baeckiiforme) mini|Blütenstand von Taraxacum baeckiiforme mini|Lebensraum des Graublättrigen Löwenzahns auf dem Friedhof von Vaihingen-Gündelbach. Die Art kommt hier zwischen Weg und Scherrasen vor. Der Graublättrige Löwenzahn (Taraxacum baeckiiforme) ist eine Pflanzenart in der Gruppe der Wiesen-Löwenzähne (Taraxacum sect. Taraxacum).

Erscheinungsbild Der Graublättrige Löwenzahn ist eine mehrjährige, krautige Pflanze und besitzt schmale, unberandete, seitlich abstehende äußere Hüllblätter, rosarote, etwas geflügelte Blattstiele und schmale, abstehende Blattseitenlappen, die durch deutlich entwickelte, schwarzviolett gefärbte Interlobien getrennt sind.

Die Pflanze ist ein relativ frühblühender Wiesen-Löwenzahn. Er blüht von ca. Mitte bis Ende April, in warmen Jahren auch etwas früher.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.Thomas Gregor, Juraj Paule: Chromosomenzahlen von Farn- und Blütenpflanzen aus Deutschland 11. In: Kochia. 11, 2018, S. 77–89.

Erstbeschreibung Taraxacum baeckiiforme wurde 1971 von dem schwedischen Botaniker Carl Ingemar Sahlin erstbeschrieben.

Verbreitung Der Graublättrige Löwenzahn kommt europaweit vor. Die Art bevorzugt wärmegetönte Standorte und hat ihren Verbreitungsschwerpunkt in Mitteleuropa.Ingo Uhlemann: Notizen zur Taraxacum-Flora Österreichs und Südtirols. In: Neilreichia. Band 6, 2011, S. 27–53 ().

Verbreitung in Deutschland In Deutschland ist der Löwenzahn weit verbreitet.Netzwerk Phytodiversität Deutschlands & Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): Verbreitungsatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Münster (Landwirtschaftsverlag), 2014, 912 Seiten.Steffen Hammel: Neue Fundorte – Bestätigungen – Verluste Nr. 1027–1036. In: Ber. Bot. Arbeitsgem. Südwestdeutschland. 9, Karlsruhe 2020, S. 100–103. Fehlende Nachweise dürften Kartierungslücken darstellen.

Standortansprüche

Das wärmeliebende Taraxacum baeckiiforme wächst bevorzugt in nährstoffreichen Ruderalfluren (Weg- und Straßenränder), auf Wiesen und Weiden, Brachen und auf bzw. an Äckern.

Artenschutz Die Art bedarf aufgrund ihrer relativen Häufigkeit keiner besonderer Schutz- und/oder Pflegemaßnahmen.

Literatur Carl I. Sahlin: Zur Taraxacum-Flora Niedersachsens. In: Bot. Not. 124, 1971, S. 497–504. Ingo Uhlemann, Jan Kirschner, Jan Stepanek: Taraxacum. In: Rothmaler: Exkursionsflora von Deutschland – Gefäßpflanzen, Kritischer Ergänzungsband. 11. Aufl., Springer, Berlin / Heidelberg 2016, S. 133–184.

Weblinks

Taraxacum baeckiiforme bei Günther Blaich. (PDF) auf flora.naturkundemuseum-bw.de. Taraxacum baeckiiforme bei Palidas. Taraxacum baeckiiforme bei Botanischer Informationsknoten Bayern.

Einzelnachweise

Kategorie:Löwenzahn (Taraxacum)