Benno Gellenbeck (* 13. Oktober 1910 als Bernhard Julius Gellenbeck in Gladbeck; † 6. September 1974 in Hamburg) war ein deutscher Film- und Theaterschauspieler. Durch seine markante Stimme war er auch ein gefragter Hörspielsprecher.
Leben Benno Gellenbeck war ein Fernsehschauspieler der ersten Stunde. Gemeinsam mit Marga Maasberg, Josef Sieber und Alf Pankratz stand er am 25. Dezember 1952, dem ersten offiziellen Sendetag des Deutschen Fernsehens, in der Produktion Stille Nacht, heilige Nacht vor der Kamera.
Unter der Intendanz von Gustaf Gründgens spielte er am Deutschen Schauspielhaus. Die dortigen Inszenierungen des Othello, Hamlet oder Faust II erschienen bei der Deutschen Grammophon auf Sprechplatten. Neben seiner Theatertätigkeit konnte man Gellenbeck auch in einigen deutschen Spielfilmen sehen, etwa in Pension Schöller oder Ich zähle täglich meine Sorgen mit Peter Alexander und Hans Paetsch. 1951 spielte er im Skandalfilm Die Sünderin an der Seite von Hildegard Knef und Gustav Fröhlich. In den 1960er Jahren sah man ihn u. a. in verschiedenen Fernsehserien wie Hafenpolizei, Cliff Dexter oder John Klings Abenteuer.
Als Sprecher übernahm er im EUROPA-Hörspiel Moby Dick die Rolle des Captain Ahab. Ebenfalls hörte man ihn dort als Odysseus, Sindbad, Gott oder in verschiedenen Karl-May-Vertonungen als Old Firehand.
Aufgrund seiner kraftvollen Stimme wurde Gellenbeck auch als Synchronsprecher eingesetzt. Er sprach Herbert Lom in Ladykillers, Sean Connery in Duell am Steuer oder Peter Finch in Das Herz aller Dinge. Im Edgar-Wallace-Film Der Frosch mit der Maske hört man ihn zeitweise als Synchronstimme von Joachim Fuchsberger.
Gellenbeck betätigte sich auch als Sänger.
1974 starb Benno Gellenbeck im Alter von 63 Jahren in Hamburg.
Filmografie (Auswahl) 1940: Falschmünzer 1950: Die Dritte von rechts 1951: Die Sünderin 1952: Stille Nacht, heilige Nacht 1954: John Walker schreibt an seine Mutter 1954: Klavier zu verkaufen 1956: Skandal um Dr. Vlimmen 1957: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull 1957: Romeo und Julia in Berlin 1958: Stahlnetz: Die Tote im Hafenbecken 1958: Dr. Crippen lebt 1958: Die begnadete Angst 1958: Der Schinderhannes 1959: Salem Aleikum 1959: Die Nacht vor der Premiere 1959: Das Totenschiff 1960: Als geheilt entlassen 1960: Pension Schöller 1960: Ich zähle täglich meine Sorgen 1960: Stahlnetz: Die Zeugin im grünen Rock 1961: Am Abend ins Odeon 1962: Das Rätsel der roten Orchidee 1962: Der Schatz im Silbersee 1963: Strandgeflüster 1963: Hafenpolizei – Die Ölspur 1963: Signor Rizzi kommt zurück 1964: Das Kriminalgericht – Der Fall Calmette 1964: Abenteuerliche Geschichten: Die Schachpartie 1965: John Klings Abenteuer – Der Täter ist bekannt 1965: John Klings Abenteuer – Blüten 1965: Die verschlossene Tür 1965: Im Schlaraffenland 1966: Hafenpolizei – Die Schlankheitskur 1966: S.O.S. Morro Castle 1966: Intercontinental Express – Anschluß in Karlsruhe 1966: Zwei wie wir … und die Eltern wissen von nichts 1967: Ein Fall für Titus Bunge – Kalte Ente 1967: Dreizehn Briefe – Alarm im Äther 1967: Bürgerkrieg in Rußland – Revolutionsjahr 1917 1967: Landarzt Dr. Brock – Die Stiefmutter 1967: Cliff Dexter – Heiße Fracht aus Skandinavien 1967: Dreizehn Briefe – Rhapsodie in Kupfer und Blei 1967: Cliff Dexter – Gäste um Mitternacht 1967: Großer Mann was nun? (Fernsehserie) 1968: Eine Gefangene bei Stalin und Hitler 1968: Über den Gehorsam. Szenen aus Deutschland, wo die Unterwerfung des eigenen Willens unter einen fremden als Tugend gilt 1969: Polizeifunk ruft – Augenzeuge gesucht 1969: Das Wunder von Lengede 1969: Die Räuber 1970: Ida Rogalski – Heimlichkeiten
Weblinks
Benno Gellenbeck bei europa-vinyl.de Verzeichnis der Hörspiele mit Benno Gellenbeck
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