mini|Julius Balting um 1920 Friedrich Johann Julius Balting (* 18. April 1876 in Spremberg; † 19. September 1954 in Güterfelde) war ein deutscher Fotograf und Stummfilm-Kameramann.

Leben und Wirken Der Sohn des Spinners Johann Balting und dessen Frau Emma, geb. Witte,Stadtarchiv Spremberg, Geburtsregister Standesamt Spremberg, Nr. 143/1876. arbeitete nach einer fotografischen Ausbildung zur Jahrhundertwende unter anderem als Porträtfotograf. 1905 heiratete er die neun Jahre ältere Margarete Seeger.Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Berlin XII b, Nr. 89/1905 (online auf Ancestry, kostenpflichtig). Bereits 1906 verwitwet, ging er im Jahr darauf mit Emmy Schlogsnat seine zweite Ehe ein. Er war vier Jahre lang Meister in der Negativ-Abteilung bei Oskar Messter und nahm spätestens während des Ersten Weltkriegs seine Arbeit als Chefkameramann beim Spielfilm auf. Gleich nach Kriegsende begann Balting 1919 regelmäßig für den Kinofilm zu arbeiten und fotografierte zunächst mehrfach Produktionen mit Viggo Larsen.

In seiner Karriere arbeitete Balting unter anderem mit den Regisseuren Franz Hofer, Robert Dinesen, Rudolf Biebrach, Felix Basch, Lothar Mendes, Robert Wiene und dessen Bruder Conrad Wiene zusammen und fotografierte dabei Leinwandstars jener Jahre wie Asta Nielsen, Hella Moja, Lya de Putti, Erich Kaiser-Titz, Alfred Abel und Paul Wegener. Oftmals kooperierte er in dieser Zeit mit Kamerakollegen. Noch vor Anbruch des Tonfilmzeitalters war Julius Baltings Karriere als Kameramann beendet. Was er anschließend tat, ist derzeit nicht bekannt.

Julius Balting wohnte 45 Jahre lang in der Bahnhofstraße in Trebbin. 1952 übersiedelte er mit seiner Frau in das neu errichtete Feierabendheim „Heimat“ im Schloss Güterfelde, wo er zwei Jahre später auch starb.Kreisarchiv Potsdam-Mittelmark, Sterbebuch Standesamt Güterfelde, Nr. 11/1954.

Filmografie 1915: Der Eremit 1919: Der Fürst der Diebe und seine Liebe 1919: Der Todbringer 1919: Ubo Thomsens Heimkehr 1919: Die Glücksfalle 1920: Steuermann Holk 1921: Seefahrt ist not! 1921: Fräulein Julie 1921: Der Fluch des Schweigens 1921: Schuld und Sühne 1922: Der Strom 1922: Felicitas Grolandin 1922: Die höllische Macht 1922: Die Uhr 1923: Die Liebe einer Königin 1923: S.O.S. Die Insel der Tränen 1923: Das Geheimnis von Brinkenhof 1924: Malva 1924: Claire 1924: Im Namen des Kaisers 1925: Die Feuertänzerin 1925: Wenn die Liebe nicht wär’ 1926: Das rosa Pantöffelchen 1926: Zirkus Renz 1926: Ich hatt’ einen Kameraden 1926: Wenn Menschen irren 1926: Trude, die Sechzehnjährige 1927: Das edle Blut 1927: Die Lindenwirtin am Rhein

Literatur Victor Neuenberg (Hrsg.): Film-Magazin. Reinhold Kühn, Berlin 1920, , S. 246 f.

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Einzelnachweise

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