Achim Michael Hasenberg (* in Hamburg)I Want To Run Pressemappe, auf goodmovies.de, abgerufen am 5. Januar 2022 ist ein deutscher Filmproduzent, Filmregisseur und Dramatiker.
Leben Achim Michael Hasenberg arbeitete seit 1996 als Regieassistent und Abendregisseur am Theater der Altstadt und im Theater des Westens in Stuttgart, der Bühne von Nina Hoss’ Mutter Heidemarie Rohweder. Er war Co-Autor von Bühnenstücken, u. a. zusammen mit Robert Seethaler, und inszenierte später auch selbst.„Harold & Maude-Premierenankündigung“ auf Informationsdienst WissenschaftPressemappe zu „I want to run“ auf goodmovies.de Der 1997 entstandene Stop-Motion-Kurzfilm Morgue, inspiriert von Gottfried Benns Gedicht Die kleine Aster, wurde zusammen mit anderen Kurzfilmen auf VHS-Kassette vertrieben. Hasenberg studierte an der Hochschule der Medien in Stuttgart und schloss den Studiengang 2003 mit Diplom ab. Während dieser Zeit entstanden zahlreiche Kurzfilme, die diverse Auszeichnungen erhielten und auf internationalen Festivals gezeigt wurden, wie dem Festival du Court-Métrage de Clermont-Ferrand. Noch während des Studiums gründete er 2002 mit seinem Kommilitonen Christoph Rose die Filmproduktionsfirma Filmband, über die auch der gemeinsame Abschlussfilm Shots realisiert wurde.Homepage Filmband, auf filmband.de, abgerufen am 5. Januar 2022 Es folgten weitere Seminare, u. a. bei Roland Zag, und einer Anstellung bei der Berliner Filmproduktion CV Films von Manuel Göttsching und Ilona Ziok.Radiointerview mit Achim Michael Hasenberg, rbb Radio Eins, Filmkritik mit Knut Elstermann, 26. Mai 2012
Im deutschsprachigen Raum wurde Hasenberg mit dem erfolgreichen Kino-Dokumentarfilm I Want to Run (2012) bekannt, den er produzierte und bei dem er auch die Regie übernahm, der mehrere nationale und internationale Auszeichnungen erhielt und wochenlang in den deutschen Kinos lief.
Mit WikiRail entwickelte Hasenberg einen neuartigen audiovisuellen Zugreiseführer, der von der EU-Kommission gefördert und prämiert wurde, wie auch von der Filmförderung medienboard.Wiki Rail: a window to European culture, auf railway-technology.com, abgerufen am 5. Januar 2022 Die Nutzer erfahren bei ihrer Reise im ICE automatisch abgespielte Kurzgeschichten, sobald der Zug den zur Geschichte passenden Ort passiert.WikiRail – weltweit erster interaktiver Bahnreiseführer veröffentlicht, auf Software-Journal, abgerufen am 5. Januar 2022Preisverleihung @diversity Award, European Culture Forum Brussels 2013, Video bei Vimeo, abgerufen am 5. Januar 2022 Über die neuartige Idee hinter WikiRail berichtete sogar der Wired UK und nannte sie eine „stand-out idea“.„European rail wiki among winners of the EU @diversity Awards“ von Katie Collins, November 2013, Wired UK WikiRail wurde erstmals 2013 im BOZAR, im Rahmen des European Culture Forum, zusammen mit EU-Kulturkommissarin Androulla Vassiliou vor über 2000 Politikern und Hauptakteuren des Kulturbereichs vorgestellt.
Während der COVID-19-Pandemie erfand und organisierte Hasenberg das Projekt, bei dem Film- und Theaterschauspieler sämtliche Textlesungen bei Gottesdiensten in Berliner Kirchen anstatt der Pfarrer und Lektoren übernahmen und Musiker anstatt der festangestellten Organisten spielten. Dabei wurden die ausschließlich freischaffenden Künstler, die in dieser Zeit oft kein bezahltes Engagement fanden und nicht auftreten durften, durch Spenden und die EKBO normal honoriert. Die dadurch entstandene neue Art von Gottesdiensten, mit ausdrucksstarken Lesungen und Musik, die in Kirchen sonst nicht zu hören ist, erregte Aufsehen und führte zu überdurchschnittlich gut besuchten Gottesdiensten.Kampagne für freischaffende Musiker und Schauspieler bietet Auftrittsmöglichkeit und Gage, auf berliner-woche.de, abgerufen am 7. Januar 2023
2024 feierte das von Hasenberg geschriebene Theaterstück I Want You To Panic! in Berlin Premiere, das mit Witz, Tempo und liebevoller Absurdität zeigt, wie schwer es ist, die Welt zu retten.I Want You To Panic, auf Kabarett Leipzig, abgerufen am 1. Dezember 2025
Hasenberg ist ein Pionier im Bereich der nachhaltigen Filmproduktion und hat 2011 den ersten deutschen und einer der weltweit ersten klimaneutralen Kinofilme produziert und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet, wie beim Going Green Festival in Los Angeles.Going Green Fest, Los Angeles, Eintrag im Festivalkatalog, goinggreenfilmfestival.com Er schreibt regelmäßig über Klima- und andere Themen in den überregionalen Tageszeitungen. Sein 2026 in der taz veröffentlichter Artikel Deutschland setzt auf das falsche PferdDeutschland setzt auf das falsche Pferd, auf Die Tageszeitung, abgerufen am 13. September 2026 ging viral und erzielte allein auf Reddit mehr als eine Million AufrufeDeutschland setzt auf das falsche Pferd: Batterie-Lkws werden immer leistungsfähiger. Trotzdem fördern Bund und Länder Wasserstofftrucks mit Millionen. Ein teurer Irrweg?, auf reddit.com/r/de, abgerufen am 13. September 2026Tja, auf reddit.com/r/tja, abgerufen am 13. September 2026 und erreichte Platz 1 der deutschen Reddit-Trends.[https://trendarchive.org/archive.php?date=2026-09-01&geo=DE Trendarchive Recorded on 2026-09-01 Germany], auf trendarchive.org, abgerufen am 21. September 2026
Hasenberg lebt und arbeitet als freier Dozent in Berlin.Die Delle im Portemonnaie, auf Die Tageszeitung, abgerufen am 16. März 2023 Er ist der Großneffe des Bildhauers und Malers Karl August Ohrt.
Filmografie (Auswahl) 1997: Morgue (Kurzfilm) 1997: torso dual (Kurzfilm) 1999: Das Duell (Kurzfilm) 2000: Camera Work: Riefenstahl.Photographien Olympia (Reportage) 2001: Die Vereinigung (Kurzfilm) 2001: ParisBerlin (mit Virginie Loisel, Dokumentation) 2004: Shots (Kinospielfilm) 2004: The Nomi Song (Kino-Dokumentarfilm) 2006: The Sounds of Silents (Kino-Dokumentarfilm) 2012: I Want to Run (Kino-Dokumentarfilm) 2012: Shots 1.2 (Kinospielfilm) 2012: Coast to Coast and Back (TV-Dokumentation) 2016: WikiRail (mehrere Kurz-Dokumentarfilme) 2022: Dezember
Theater (Auswahl) 1996: Altmodische Komödie, Theater der Altstadt, Stuttgart 1996: ...keine Angst, Rosmarie!, Theater des Westens, Stuttgart 1997: Harold und Maude, Theater des Westens, Stuttgart 1999: Harold und Maude, HdM-Theater, Stuttgart 2024: I Want You To Panic!, Stadttheater Cöpenick, Berlin
Auszeichnungen (Auswahl) 1997: Festival of Nations, Morgue 1997: OpenEyes Filmfest Marburg, und VHS-Vertrieb, Morgue 2003: First Steps, nominiert, Shots 2011: Publikumspreis für den besten Dokumentarfilm bei den Internationalen Grenzland-Filmtagen Selb für I Want to Run 2011: Dritter Preis für den besten ausländischen Dokumentarfilm beim All Sports Film Festival, Los Angeles, für I Want to Run 2012: Auszeichnung Mention D’Honneur beim Milano-International-FICTS-Fest 2012: Auszeichnung First Carbonfree Movie beim Going Green Festival, Los Angeles 2013: Jurypreis „Beste Produktion“ beim Internationalen Filmfestival Taschkent/Usbekistan für I Want to Run 2013: Auszeichnung vom Qatar Olympic & Sports Museum für I Want to Run als einer der zehn besten Sportfilme 2013: @diversity-Award der EU-Kommission für WikiRail 2017: Innovationspreis-IT: Best Of App für WikiRailWikiRail Homepage, auf filmband.de, abgerufen am 26. April 2023 2018: Platz drei der „Best Running Documentaries“, IMDb-Charts, für I Want to Run
Weblinks
Das kann man gar nicht richtig trainieren, Achim Michael Hasenberg im Gespräch Deutschlandfunk Kultur, Transkription und Ausschnitt des Radiointerviews vom 20. Mai 2012 Bericht zum Kinostart von I Want to Run mit Kurzinterview SWR Nachtkultur (Video), Mai 2012 Bericht über Funktionsweise von WikiRail Railway Technology, UK, Mai 2014 (englisch) Die Vereinigung, Kurzfilm von 2001 von Achim Michael Hasenberg (YouTube)
Einzelnachweise
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