Les Orientales (Die Orientalen) ist eine Sammlung von Gedichten des französischen Schriftstellers Victor Hugo, die im Januar 1829 veröffentlicht wurde. In dieser Sammlung würdigt Hugo die nationale Befreiungsbewegung des griechischen Volkes.
Die 41 Gedichte der Sammlung, von denen 36 im Jahr 1828 geschrieben wurden, zeigen Szenen in den Farben des östlichen Mittelmeers und Metaphern für die freiheitsliebenden Griechen und die imperialistischen osmanischen Türken.
Aufgrund ihrer Darstellung werden die Gedichte oft als typisches Beispiel für den „romantischen Orientalismus“ in der französischen Literatur angesehen.Franck Laurent: Victor Hugo (1802–1885).
Eines der bekanntesten Gedichte daraus ist Les Djinns (Die Dschinnen),zit. in einer deutschen metrischen Übertragung von Martin Hartmann und Georg Winter: Die Dschinnen. In: Zeitschrift für französische Sprache und Literatur. Band 19, 1897, S. 119–122, , S. 119. ein als ein großes Crescendo und Decrescendo konzipiertes Gedicht mit zunehmender und abnehmender Silbenzahl seiner einzelnen Strophen, das von verschiedenen namhaften französischen Komponisten vertont wurde. mini|hochkant=1.3|Si je n’étais captive, J’aimerais ce pays, […] Si le long du mur sombre N’étincelait dans l’ombre Le sabre des spahis.IX La Captive. In: Les Orientales. Ollendorf, Paris 1912, S. 667–669 (Volltext [Wikisource]). Wäre ich nicht gefangen, würde ich dieses Land lieben, […]. Funkelte entlang der dunklen Mauer nicht im Schatten der Säbel der Sipahis. Harem au kiosque, orientalistisches Gemälde von Jean-Léon Gérôme, einem Zeitgenossen Hugos
Inhalt mini|hochkant=1.1|Mazeppa, Illustration von Victor Masson (1868) mini|Sara la baigneuse, Illustration von Marius Vasselon (1890). Le Feu du Ciel / Feuer vom Himmel Canaris / Kanaris Les têtes du sérail / Die Köpfe des Serail Enthousiasme / Begeisterung Navarin / Navarin Cri de guerre du mufti / Kriegsruf des Mufti La douleur du pacha / Des Pascha’s Schmerz Chanson de pirates / Piratenlied La captive / Die Gefangene Clair de lune / Mondschein Le voile / Der Schleier La sultane favorite / Die Favoritsultane Le derviche / Der Derwisch Le château-fort / Das feste Schloß Marche turque / Türkischer Marsch La bataille perdue / Die verlorne Schlacht Le ravin / Die Schlucht L'Enfant / Das Kind Sara la baigneuse / Sarah, die Badende Attente / Erwartung Lazzara / Lazzara Vœu / Wunsch La ville prise / Die eroberte Stadt Adieux de l'hôtesse arabe / Lebewohl der arabischen Wirthin Malédiction / Fluch Les tronçons du serpent / Die zerhackte Schlange Nourmahal-la-Rousse / Nurmahal, die Rothe Les Djinns / Die Djinn’s Sultan Achmet / Sultan Achmet Romance mauresque / Maurische Romanze Grenade / Granada Les bleuets / Die Kornblumen Fantômes / Phantome Mazeppa / Mazeppa (An Louis Boulanger) Le Danube en colère / Der zürnende Danubius Rêverie / Traum Extase / Ekstase Le Poëte au calife / Der Dichter an den Kalifen Bounaberdi / Bunaberdi Lui / Er Novembre / November
Literatur Victor Hugo: Les Orientales. Charles Gosselin et Hector Bossange, Paris 1829. Victor Hugo: Aus dem Morgenlande. Fischer, Kassel 1903. (In das Deutsche übertragen von Hildegard Stradal).
Weblinks
Die Orientalen
Einzelnachweise und Fußnoten
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