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Das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) ist ein Zusammenschluss aller sechs bayerischen Universitätsstandorte: Augsburg, Erlangen, München (Ludwig-Maximilians-Universität und Technische Universität), Regensburg und Würzburg sowie der ihnen zugeordneten Universitätsklinika und deren Medizinischen Fakultäten. Die BZKF-Geschäftsstelle hat ihren Sitz in Erlangen.
Das BZKF wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert.
Seit 21. November 2019 bietet das Zentrum den Patienten Zugang zu Informationen und Therapieoptionen. Dafür wurde das BürgerTelefonKrebs als kostenfreier Telefonservice eingerichtet. Das BZKF ermöglicht den Zugang zu innovativen Diagnose‐ und Therapieverfahren durch Teilnahme an klinischen Studien. Der Erforschung und Etablierung neuer Ansätze der Früherkennung und Prävention von Krebserkrankungen wird ein herausragender Stellenwert eingeräumt. Die sechs bayerischen Universitätsmedizinstandorte bieten die Basis für ein international wettbewerbsfähiges Krebsforschungszentrum, das die Versorgung von Krebspatienten in allen Landesteilen unter Einbindung aller Versorgungspartner und Nutzung der Möglichkeiten der Digitalisierung wohnortnah realisiert.
Entstehung Schritte bis zur Gründung Im März 2018 entstand die Idee zur Gründung des Zentrums und eine erste Schreibgruppe, zusammengesetzt aus Vertretern aller sechs bayerischen Universitätsstandorte, erarbeitete das BZKF-Konzeptpapier. Nachfolgend wurde der Aufbau des Zentrums in der Regierungserklärung „Das Beste für Bayern“ vom 18. April 2018 durch Ministerpräsident Markus Söder angekündigt. Das Auftaktgespräch mit Ministerialdirigent Michael Mihatsch fand am 30. Mai 2018 statt. Am 5. November 2018 wurde die Einrichtung des Krebsforschungszentrums im Koalitionsvertrag von der Bayerischen Staatsregierung verankert.Koalitionsvertrag der Bayerischen Regierung 2018–2023 (PDF; 0,6 MB), S. 41, auf CSU.de Das gemeinsame Konzept der Bayerischen Universitätsklinika und Medizinischen Fakultäten wurde im April 2019 finalisiert und schließlich am 24. August desselben Jahres vor dem bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst vorgestellt und verabschiedet. Im Rahmen eines Festakts mit Söder unterzeichnete Wissenschaftsminister Bernd Sibler gemeinsam mit den Vertretern der bayerischen Universitätsklinika sowie den dazugehörigen Universitäten den Kooperationsvertrag in Erlangen. Am 21. November 2019 wurde das BZKF offiziell gegründet.Gründung des BZKF
Ziele und Aufgaben Kerngedanke des Zentrums ist es, spezielle Expertise und die dafür erforderlichen Infrastrukturen gezielt an einzelnen Standorten aufzubauen und für alle Standorte nutzbar zu machen. Das gemeinsame Motto lautet „Unser Weg zur internationalen Spitze heißt Exzellenz stärken – Wissen teilen“.
Das Ziel des BZKF ist die Verbesserung der Versorgung von onkologischen Patienten durch die Bündelung der Kompetenzen und des Wissens aller sechs bayerischen Universitätsstandorte und ihrer zugeordneten Universitätsklinika und deren Medizinischen Fakultäten.
Der Fokus des BZKF liegt dabei auf den Aspekten Prävention, Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen und der Bürgerinformation in der Fläche.
Dabei umfassen die Aufgaben des Zentrums primär, Patienten den Zugang zu neuen Therapien zu ermöglichen und die präklinische Krebsforschung voranzutreiben. Die Aktivitäten des BZKF sollen eine schnelle Wissensübertragung von Erkenntnissen aus der Forschung in die Krankenversorgung beschleunigen und standortübergreifende klinische Krebsstudien initiieren und unterstützen. Des Weiteren soll eine einheitliche Grundstruktur etabliert werden, auf welche alle Standorte zugreifen können. Ein weiteres Ziel ist der Ausbau des kostenfreien Telefonservice durch das BürgerTelefonKrebs.
Entwicklungsschritte Der Start des kostenfreien BürgerTelefonKrebs sowie die Liveschaltung der Homepage des Zentrums war am 6. Juli 2020. Zeitgleich begann die aktive Vernetzung der einzelnen BZKF-Standorte und die Arbeit der Projektgruppen. Seit April 2021 fördert das BZKF erste Leuchtturm-Projekte und entitätenspezifische Studiengruppen.
Zudem werden weitere Studiengruppen aufgebaut, die standortübergreifende Infrastruktur ausgebaut und eine internationale, spitzenmedizinische Zentrumsstruktur gestaltet.
Aufbau mini|Das BZKF ist der Zusammenschluss der sechs bayerischen Universitätskliniken und Universitäten. Das BZKF ist ein Zusammenschluss aus dem Universitätsklinikum Augsburg und der Universität Augsburg, dem Universitätsklinikum Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, dem LMU Klinikum und der Ludwig-Maximilians-Universität München, dem Klinikum rechts der Isar und der Technische Universität München, dem Universitätsklinikum Regensburg und der Universität Regensburg sowie dem Universitätsklinikum Würzburg und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
Die Grundlage des BZKF bilden die Comprehensive Cancer Center der sechs bayerischen Universitätsklinika. Die Organisationsstruktur des BZKF besteht aus einem Lenkungsausschuss, einem Direktorium, einem externen Beirat sowie der BZKF-Geschäftsstelle.
Lenkungsausschuss Der Lenkungsausschuss besteht aus sechs Vorstandsvertretern der Universitätsklinika und sechs Vorstandsvertretern der jeweiligen Universitäten.Lenkungsausschuss, auf bzkf.de
Direktorium Das Direktorium des BZKF besteht aus sechs Vertretern der lokalen Koordinationsteams der BZKF-Standorte und sechs benannten Stellvertretern der Universitätsmedizin Bayern.
Andreas Mackensen (Universitätsklinikum Erlangen) ist Active Präsident des BZKFDie weiteren Mitglieder, auf bzkf.de
Externer Beirat Der externe Beirat des BZKF setzt sich aus sechs Fachexperten und einem Patientenvertreter zusammen.
Geschäftsstelle Andreas Mackensen ist Direktor und damit Active Präsident des Zentrums. Die Geschäftsführung der BZKF-Geschäftsstelle hat Mandy Wahlbuhl-Becker inne.
Die Geschäftsstelle schafft die organisatorischen Voraussetzungen für eine standortübergreifende, strukturierte, zentrumsorientierte und langfristige Kooperation zwischen den sechs BZKF-Standorten. Der wissenschaftliche Austausch und die Vernetzung der relevanten Akteure spielt innerhalb der BZKF-Strukturen eine entscheidende Rolle. Zudem wird der kostenfreie Telefonservice des BürgerTelefonKrebs in der Geschäftsstelle koordiniert und gesteuert.BZKF Geschäftsstelle
Comprehensive Cancer Center Die Comprehensive Cancer Center (CCC) der sechs bayerischen Universitätsklinika und deren lokale, beratende Koordinationsteams bilden die Basis des BZKF. Sie sind universitäre, zertifizierte onkologische Zentren, die nach klinischen Struktur- und Qualitätsvorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft arbeiten und über die notwendigen wissenschaftlichen Strukturen Onkologischer Spitzenzentren verfügen. Die Zentren unterstützen einen flächendeckenden, einheitlichen, hohen Qualitätsstandard in der Krebsbehandlung und -versorgung für die Krebspatienten. Durch die enge Abstimmung der einzelnen CCC im BZKF-Zusammenschluss werden Präventions-, Diagnose- und Therapieverfahren für Patienten stets weiterentwickelt und optimiert, mit dem Ziel diese rasch in die Krankenversorgung zu bringen. Alle CCC verfügen über Schwerpunktthemen, die sie mit langjährigen Erfahrungen in das BZKF einbringen.
Finanzierung Das BZKF wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst unter Minister Markus Blume gefördert, welches die gesamte Mittelbereitstellung vom Aufbau bis zum Vollbetrieb des BZKF in Aussicht gestellt hat. In der Konzeptphase erfolgte der Abschluss des Kooperationsvertrags, die Definition der Struktur und der Beginn der Etablierung einer standortübergreifenden BZKF-Infrastruktur und der BZKF-Geschäftsstelle.
Forschung Dank neuer Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten sind die Überlebenschancen der Betroffenen bei vielen Krebsarten deutlich gestiegen. Um gegen Krebs erfolgreich zu sein, ist eine Zusammenarbeit von allen Forschern an den universitären BZKF-Standorten unerlässlich. Nur im Verbund kann die Krebsbekämpfung zum Wohle der Patienten in Bayern weiter vorangetrieben werden. Das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) hat sich die patientennahe Forschung als eines der primären Ziele gesetzt.
Neben den Comprehensive Cancer Center (CCC) der bayerischen Universitätsklinika forscht das BZKF innerhalb verschiedener Leuchtturmprojekten, klinischen Studiengruppen und zukünftig im Rahmen standortübergreifender Translationsgruppen. Es sind alle wissenschaftlichen Bereiche – Diagnostik, Lokaltherapie, Systemtherapie sowie Prävention, Lebensqualität und Klinische Dokumentation – sind im BZKF aktiv, um die Ergebnisse der Grundlagenforschung in neue Therapieformen und damit in die klinische Anwendung zu bringen.
Im Zuge der Implementierung der Projekte und bei der Durchführung der Forschungsvorhaben wird auf standortübergreifende und hochvernetzte Strukturen geachtet. Die Forschungsthemen und -schwerpunkte des BZKF greifen dabei aktuelle Fragestellungen der Krebsmedizin auf und berücksichtigen sowohl erwachsene als auch kindliche Krebserkrankungen. Für die Durchführung von Versorgungsforschung und epidemiologischer Forschung bietet das Bayerische Krebsregister eine wertvolle Grundlage und zählt damit zu den für die Krebsforschung und -versorgung wichtigsten Partnerinstitutionen des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF). Nach dem Bayerischen Krebsregistergesetz (BayKRegG, vom 7. März 2017) sind Ärzte verpflichtet, Krebserkrankungen an das Bayerische Krebsregister des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zu melden. Damit werden alle bösartigen Neubildungen und ihre Frühformen flächendeckend in ganz Bayern erfasst. Durch die Registrierung der Krebserkrankungen in einem zentralen Krebsregister ist es möglich, mehr über die Ursachen und Entwicklung von Krebskrankheiten herauszufinden. Das Bayerische Krebsregister trägt somit zur Qualitätssicherung in der Versorgung bei.
Einheitlicher Studienvertrag Das BZKF hat gemeinsam mit einer onkologischen Arbeitsgruppe von pharmazeutischen Unternehmen ein einheitliches Vertragsmuster für klinische Studien verabschiedet. Ziel des BZKF-Studienvertragsmusters ist die Beschleunigung des Vertragsabschlusses bei der Durchführung klinischer Studien und somit die Ausweitung des Studienangebots für Patientinnen und Patienten. Dieser Meilenstein wird Bayern als Standort zur Durchführung von klinischen Studien maßgeblich stärken und die Wettbewerbsfähigkeit des Forschungsstandortes Bayern erhöhen.
Arbeitsgruppen Die BZKF-Arbeitsgruppen haben die Harmonisierung und Etablierung einheitlicher Grundstrukturen an allen sechs Universitätsklinika zum Ziel. Dabei unterstützen diese Arbeitsgruppen die Weiterentwicklung moderner Diagnostik für Krebserkrankte, um individuelle auf den Patienten zugeschnittene Therapieformen zu ermöglichen. Aufgrund einheitlicher Grundstrukturen an allen sechs bayerischen Universitätsklinika, werden u. a. gleiche Bedingungen für die Durchführung von klinischen Studien an allen BZKF-Standorten geschaffen.Arbeitsgruppen, auf bzkf.de
Leuchttürme Das BZKF verfolgt den Aufbau und die dauerhafte Etablierung von Leuchtturmstrukturen.