In der Samtgemeinde Sietland hatten sich in den Jahren 1970 bis 1972 vier Gemeinden zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zusammengeschlossen. Sie war Teil des niedersächsischen Landkreises Cuxhaven.

Zum 1. Januar 2011 sind die bisherigen Samtgemeinden Sietland und Hadeln zu der neuen Samtgemeinde Land Hadeln zusammengeschlossen worden.

Geografie Die Samtgemeinde Sietland umfasste im Wesentlichen das Gebiet der Süßwassermarschen und Moore zwischen der Seemarsch um Otterndorf („Hadelner Hochland“) im Norden, und den Moorrandseen bei Bad Bederkesa (Dahlemer-, Halemer und Bederkesaer See) im Süden. Im Osten wurde die Grenze der Samtgemeinde weitgehend durch den Hadelner Kanal gebildet.

Die schwierige Entwässerung des Gebietes erfolgt über die Emmelke, die Alte Aue und die Gösche, die sich bei Ihlienworth zur Medem vereinigen, sowie eine große Anzahl von landschaftsgestaltenden Wettern, Vorflutern und Gräben. Ohne den 1853 gebauten Hadelner Kanal und das Schöpfwerk Otterndorf würde es aber, wegen der topographischen Lage von teilweise bis zu zwei Meter unter Meeresspiegel, zu regelmäßigen Überschwemmungen kommen. Nur im Westen der Samtgemeinde, in der Wannaer Geest und im Ahlen, findet sich etwas erhöhter und sandiger Untergrund. In dem Dreieck zwischen Wanna, Ihlienworth und Steinau erstreckt sich das größtenteils kultivierte Ahlenmoor.

Geschichte Im Mittelalter wurde das Hadelner Sietland (von niederdeutsch: siet = „niedrig“) unter dem Namen „Fünf Kirchspiele“ zusammengefasst. (Bis ins 14. Jahrhundert existierte, neben den Kirchen in Wanna, Ihlienworth, Steinau und Odisheim auch eine Kapelle in Süderleda.) Zusammen mit dem Hadler Hochland („Sieben Kirchspiele“) und den Einwohnern der Stadt Otterndorf, bildete das Sietland einen der drei „Stände“ der Hadler Selbstverwaltung (sh. Warningsacker). Von 1388 bis etwa 1484 unterstand das Sietland jedoch der bremischen Vogtei Bederkesa. An die Stelle des Kirchspiels Süderleda war zu dieser Zeit Wester-Ihlienworth (neben Oster-Ihlienworth) als fünftes Kirchspiel getreten, dass durch die mittelalterliche Hollerkolonisation an Bevölkerung gewonnen hatte. Danach kamen die Fünf Kirchspiele wieder an das Land Hadeln.

Zur Geschichte der Region vor 1866 siehe auch: Geschichte von Hadeln und Wursten.

Für die Zeit danach siehe auch: Geschichte des Landkreises Cuxhaven.

Einwohnerentwicklung Jahr 1987 1992 1997 2002 2007 2008 2009 2010 Einwohner 5736 5756 5864 5767 5606 5496 5449 5422 (jeweils zum 31. Dezember)

Politik Samtgemeindegliederung Die Samtgemeinde Sietland bestand aus den Gemeinden: Ihlienworth Odisheim Steinau Wanna (Beitritt 1972)

Wappen

Wirtschaft und Infrastruktur Die Grundzentrumsfunktion i. S. der regionalen Raumordnung nahm der Ort Ihlienworth wahr, wo auch der Sitz der Samtgemeindeverwaltung war.

Im sogenannten Cuxland war die Samtgemeinde Sietland wirtschaftlich stark auf den Tourismus ausgerichtet, wobei der Wassertourismus auf der Medem von besonderer Bedeutung war. Das Sietländer Kahnfest und der Holzmarkt sind alljährliche Feste.

Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Samtgemeinde Hermann Rauhe (* 1930), Musikwissenschaftler und Musikpädagoge, in Wanna geboren

Personen, die mit der Samtgemeinde in Verbindung stehen Helmut Salzinger (1935–1993), Schriftsteller, Herausgeber und Kleinverleger, starb in Odisheim

Sonstiges Angelgewässer Hadelner KanalAal, Barsch, Brasse, Hecht, Rotfeder, Rotauge, Weißfisch und Zander MedemAal, Barsch, Brasse, Hecht, Karpfen, Rotfeder, Rotauge, Weißfisch und Zander WetternAal, Brasse, Hecht, Rotfeder, Rotauge, Weißfisch StraßdeichAal, Barsch, Brasse, Hecht, Forelle, Karpfen, Rotfeder, Rotauge, Schlei, Weißfisch und Zander EmmelkeAal, Barsch, Brasse, Hecht, Forelle, Karpfen, Rotfeder, Rotauge, Schlei, Weißfisch und Zander RadkanalAal, Barsch, Brasse, Hecht, Karpfen, Rotfeder, Rotauge, Schlei, Weißfisch und Zander GöscheAal, Barsch, Brasse, Hecht, Karpfen, Rotfeder, Rotauge, Schlei, Weißfisch und Zander

Weblinks

Einzelnachweise

Sietland Sietland Kategorie:Aufgelöst 2010