Zementleim oder Zementmilch ist eine mehr oder weniger zähflüssige Suspension aus typischerweise um 10 µm großen Zementpartikeln in Wasser. Zementleim dient als Bindemittel, zum Beispiel zum Anmischen von Beton und Mörtel.

Das Verhältnis des zugegebenem Wasser zum Zement wird als Wasserzementwert bezeichnet und ist entscheidend für Festigkeit und Porenstruktur des durch Aushärtung entstehenden Zementsteins.

Reiner Zementleim wird im Spezialtiefbau und in der Betoninstandsetzung etwa zur Ausführung von Injektionsdichtungen verwendet.

Zur Herstellung von Beton und Mörtel werden dem Zementleim Gesteinskörner wie Sand und Kies – heute als Gesteinskörnung, früher als Zuschlag bezeichnet – sowie ggf. Betonzusatzmittel zugesetzt. Mörtel enthält dabei Gesteinsmehl oder Feinsand und Sand mit Korngröße bis 4 mm, bei Estrich auch bis 8 mm. Beton werden zusätzlich grobere Zuschläge wie Splitt und Kies mit Körnungen bis ca. 64 mm zugegeben.

Eine Mischung aus Zement und Quarzsand wird als passiver Rostschutz zum Beschichten von Bauteilen aus Stahl verwendet, insbesondere von Stahlrohr. Der hohe pH-Wert des Zements verhindert die Korrosion.

Weblinks Untersuchungen zur Kinetik grundlegender Reaktionsschritte bei der Hydratation von Portland- und Hochofenzementen (abgerufen am 28. Juni 2019) Zemente und ihre Herstellung (abgerufen am 28. Juni 2019)

Erstarrungs- und Erhärtungsmechanismus (abgerufen am 28. Juni 2019) Die Porenstruktur von Zementstein und seine Eignung zur Gastrennung (abgerufen am 28. Juni 2019)

Einzelnachweise

Kategorie:Zement Kategorie:Betonherstellung Kategorie:Bindemittel für Feststoffe Kategorie:Nichtnewtonsches Fluid