Tamás Kürthy (* 6. März 1921 in München; † 20. Juli 1994 in Aachen, auch Thomas von Kürthy) war ein deutscher Erziehungswissenschaftler.
Leben Nach dem Abitur 1940 in Dresden und dem Studium der Chemie erlangte er 1947 das Chemikerdiplom an der TH Budapest.Pädagogische Rundschau 21 (1967), S. 627, . Vorschau bei Google Books Nach sechsjähriger Inhaftierung als politischer Häftling wegen antikommunistischer Betätigung in Ungarn und dem anschließenden Studium der Soziologie, Pädagogik und Neueren Geschichte promovierte er 1964 zum Dr. phil. in Münster.Wehrdienst und Zivilberuf – Untersuchung der berufsfördernden Maßnahmen der Bundeswehr und deren berufssoziologischen Auswirkungen., Eintrag im DNB Im Jahr 1971 wurde Kürthy als Akademischer Oberrat und 1975 als Studienprofessor an der RWTH Aachen übernommen.Hochschularchiv der RWTH Aachen: PA 3017 1983 wurde er zum Professor für Sozialisationstheoretische Grundlagen der Erziehungswissenschaft an der RWTH Aachen ernannt, wo er als Blinder bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1986 lehrte.Hochschularchiv der RWTH Aachen: Professoren/innen und Dozenten/innen der RWTH (1870–1995) – K
Kürthy ist der Vater der Schriftstellerin Ildikó von Kürthy.
Schriften (Auswahl) Geschlechtsspezifische Sozialisation. Paderborn 1978, ISBN 3-506-99246-5; ISBN 3-506-99259-7. Dornröschens zweites Erwachen. Die Wirklichkeit in Mythen und Märchen. Hamburg 1985, ISBN 3-455-08245-9. Einzelkinder. Chancen und Gefahren im Vergleich mit Geschwisterkindern. München 1988, ISBN 3-7623-0137-9.
Einzelnachweise
Kategorie:Erziehungswissenschaftler (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (RWTH Aachen) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1921 Kategorie:Gestorben 1994 Kategorie:Mann Kategorie:Opfer des Stalinismus (Ungarn)