Danilewskoje (, , ) ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.
Die Ortsstelle befindet sich beiderseits der Inster (ru. Instrutsch) etwa sieben Kilometer südwestlich der Rajonstadt Krasnosnamensk (Lasdehnen/Haselberg) und etwa drei Kilometer südlich von Belkino (Groß Wersmeningken/Langenfelde), von wo aus sie über eine Nebenstraße zu erreichen ist.
Geschichte Laukehlischken (Cäsarsruhe) mini|Die Landgemeinde Cäsarsruhe auf zwei Messtischblättern von 1927 und 1937
Lauke(h)lischken war im 18. Jahrhundert ein königliches Bauerndorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 84.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Laukehlischken Sitz einer Unterförsterei. Die Försterei Laukehlischken wurde später weiter in den Schorellener Forst hineinverlegt () und gehörte seit 1929 zur Landgemeinde Groß Schollen, ab 1938 unter dem Namen Försterei Adlerwinkel.
Die Landgemeinde Laukehlischken wurde im Jahr 1874 dem neu gebildeten Amtsbezirk Löbegallen im Kreis Pillkallen zugeordnet.Rolf Jehke, Amtsbezirk Löbenau 1928 wurde die Landgemeinde Laukehlischken in Cäsarsruhe umbenannt und der Gutsbezirk Trakinnen (s. u.) angeschlossen. 1929 wurde noch ein Waldarbeitergehöft angeschlossen. Der Ortsteilname Trakinnen wurde seit 1938 offiziell nicht mehr verwendet.
1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 136 1871 122 In der Försterei zusätzlich 7 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 177 In der Försterei zusätzlich 13 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 147 In der Försterei, einschließlich Forstaufsicht, zusätzlich 17 1910 128 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 144 Einschließlich Trakinnen und Waldarbeitergehöft 1939 137 Einschließlich Trakinnen und Waldarbeitergehöft
Trakinnen
Tra(c)kinnen war im 18. Jahrhundert ein Schatullgut.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 169. 1874 wurde der Gutsbezirk Trakinnen in den Amtsbezirk Löbegallen eingegliedert. 1928 wurde der Gutsbezirk Trakinnen in die Landgemeinde Laukehlischken (s. o.) eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867 20 1871 21 1885 16 1905 14 1910 15 1925Zeitschrift des Preussischen Statistischen Landesamts, Band 67, 1927 24
Danilewskoje Im Jahr 1947 erhielt der Ort Cäsarsruhe den russischen Namen Danilewskoje und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Tolstowski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Auch das ehemalige Trakinnen wurde zu Danilewskoje gezählt.Gemäß dem in Kaliningrad erschienenen russisch-deutschen Ortsverzeichnis Населенные пункты Калининградской области: краткий справочник. / Ред. В.П. Ассоров, В.В. Гаврилова, Н.Е. Макаренко, Э.М. Медведева, Н.Н. Семушина. - Калининград: Калининградское книжное издательство, 1976 1965 gelangte der Ort in den Chlebnikowski selski Sowet. Danilewskoje wurde vor 1988 aus dem Ortsregister gestrichen.In der Административно-территориальное деление Калининградской области 1989 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1989 (mit Stand von 1988), herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf soldat.ru (rar-Datei) taucht er nicht mehr auf.
Kirche Cäsarsruhe, wie vorher auch Laukehlischken und Trakinnen, gehörte zum evangelischen Kirchspiel Lasdehnen.
Weblinks Laukehlischken auf wiki.genealogy.net Trakinnen auf wiki.genealogy.net Dietrich Lange, geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Adlerwinkel (Bei dem dort angegebenen russischen Namen handelt es sich um eine Verwechslung)
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk