Szczyty (deutsch Tscheidt, 1936–1945 Maxwaldau) ist ein Ort in der Stadt und Landgemeinde Baborów im Powiat Głubczycki der Woiwodschaft Opole in Polen.
Geographie Das Straßendorf Szczyty liegt sechs Kilometer östlich von Baborów, 20 Kilometer südöstlich von Głubczyce (Leobschütz) und 68 Kilometer südlich von Opole in der Schlesische Tiefebene.
Nachbarorte von Szczyty sind im Nordwesten Matzkirch (Maciowakrze) und im Nordosten Koza (Heinrichsdorf).
Geschichte mini|Glockenkapelle mini|Ortspartie
„Sczytuow“ wurde 1512 erstmals urkundlich erwähnt.[/unserenachbarn/tscheidt.htm Geschichte von Tscheidt] Es gehörte zum přemyslidischen Herzogtum Leobschütz, mit dem es nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 an Preußen fiel.
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Tscheidt ab 1816 zum Landkreis Cosel, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden Tscheidt ein Schloss, ein Vorwerk und 27 Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 177, davon zwei evangelisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 693. 1861 wurden 275 Einwohner gezählt. Zudem sind belegt: ein Kretscham, 18 Gärtner- und sechs Häuslerstellen. Eingeschult und eingepfarrt waren die Bewohner nach Matzkirch. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865, S. 938 1874 wurde der Amtsbezirk Tscheidt gebildet, dem die Landgemeinden Dobroslawitz, Matzkirch und Tscheidt sowie die Gutsbezirke Dobroslawitz, Matzkirch und Tscheidt eingegliedert wurden. Erster Amtsvorsteher war der Rittergutsbesitzer Speier von Hauenschild in Tscheidt.Amtsbezirk Tscheidt/Maxwaldau
Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten in Tscheidt 186 Personen für einen Verbleib bei Deutschland und drei für Polen. Tscheidt verblieb wie der gesamte Stimmkreis Cosel beim Deutschen Reich. 1933 wurden 292 Einwohner gezählt. Am 8. Mai 1936 wurde slawisch klingende Ortsname Tscheidt im Zuge der nationalsozialistischen Ortsumbenennungen Maxwaldau 1936 in Maxwaldau umbenannt. 1939 wurden in Maxwaldau 270 Einwohner gezählt.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel der bisher deutsche Ort 1945 an Polen, wurde in Szczyty umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole eingegliedert. Seit 1999 gehört es zum Powiat Głubczycki.
Sehenswürdigkeiten Das Schloss Tscheidt wurde im 19. Jahrhundert errichtet. Bis 1945 gehörte es der Familie von Hauenschild.Geschichte und historische Schloss Tscheidt (polnisch) Steinerne Wegekapelle mit Glockenturm Steinerne Wegekapelle
Persönlichkeiten Max Waldau (1825–1855), deutscher Schriftsteller, verstarb in Tscheidt Eduard von Liebert (1850–1934), preußischer Offizier, Gouverneur von Deutsch-Ostafrika und Mitglied des Reichstages, verstarb in Tscheidt
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Einzelnachweise
Kategorie:Gmina Baborów Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Straßendorf Kategorie:Ersterwähnung 1512