mini|Mariä-Verkündigungs-Kirche mini|Rückseite Die Mariä-Verkündigungs-Kirche () ist Teil des Alexander-Newski-Klosters in Sankt Petersburg.
Geschichte Nach der Gründung des Alexander-Newski-Klosters wurde am 25. März 1713 eine einfache Holzkirche geweiht. Als ersten Großbau des Klosterkomplexes errichteten darauf der Schweizer Architekt Domenico Trezzini und sein Sohn Pietro Trezzini von 1717 bis 1722 die Mariä-Verkündigungs-Kirche an der Nordecke des vierflügeligen Klosterhofes. Trezzini wurde dann von Christof Konrad abgelöst. 1720 übernahm der preußische Architekt Leonhard Theodor Schwertfeger die Bauleitung für das Kloster. Das Gotteshaus war in einer Oberkirche, die die Reliquien des Heiligen Alexander Newski aufnehmen sollte und einer vom Kloster genutzten Unterkirche konzipiert. Die Weihe des Untergeschoßes unter dem Patroziniums der Verkündigung Mariens erfolgte 1724. Das Arsenal wurde zwischen 1731 und 1736 von dem elsässisch-russischer Architekt Johann Jakob Schumacher fertiggestellt. Der Ausbau des Komplexes fand in den Jahren 1742 bis 1750 unter Trezzinis Sohn statt.
Seit 1723 diente die Mariä-Verkündigungs-Kirche Mitgliedern der Zarenfamilie und Angehörigen des russischen Adels, Militärs, Politikern und Hofdamen als Begräbnisstätte. 1723 fand dort Zarin Praskowja Fjodorowna Saltykowa, Gemahlin von Zar Iwan V. als erste Person ihre letzte Ruhestätte. Später wurden die Gebeine weiterer Familienmitglieder der Romanows in die Kirche überführt, jedoch als dynastische Grablege die Peter-und-Paul-Kathedrale genutzt. 1762 ordnete Zarin Katharina II. dort die Beisetzung von Zar Peter III. an. Zar Paul I. ließ seinen Vater 1796 exhumieren und in der Peter-und-Paul-Kathedrale beisetzen. In der Ära der Sowjetunion wurden die Räume der Mariä-Verkündigungs-Kirche den Arbeiter- und Soldatenräten zur Verfügung gestellt. 1935 ließ Josef Stalin das Kloster schließen, das erst 1946 in Kirchenbesitz zurückging. Die Mariä-Verkündigungs-Kirche beherbergte während der Sowjetzeit das städtische Skulpturenmuseum. Im Jahre 1957 wurde das Kloster wieder geweiht und ist seitdem in kirchlicher Benutzung, aber trotzdem öffentlich zugänglich. Beschreibung Auf den ersten Blick erscheint das zweigeschossige Rechteck mit seinen großen Sprossenfenstern, dem Terrassendach und seiner weiß-roten Farbigkeit wie ein Profanbau. Das Erdgeschoss beherbergt verschiedene schlichte Grabmäler von Angehörigen der Zarenfamilie. Einige Grabsteine und Grabskulpturen stammen vom Lazarusfriedhof.
Bestattungen mini|Grabmäler in der Unterkirche mini|Grabmäler in der Oberkirche mini|Gräber von Angehörigen der Romanows Mitglieder der Zarenfamilie Praskowja Fjodorowna Saltykowa, 1723 Natalia Alexejewna Romanowa, 1723 Peter Petrowitsch Romanow, 1723 Katharina Iwanowna Romanowa, 1733 Anna Leopoldowna zu Mecklenburg, 1746 Wilhelmine von Hessen-Darmstadt, 1766 Olga Pawlowna Romanowa, 1795 Maria Alexandrowna Romanowa, 1800 Politiker, Generäle und Hofdamen Pawel Iwanowitsch Jaguschinski, 1736 Wassili Wladimirowitsch Dolgorukow, 1746 Andrei Iwanowitsch Uschakow, 1747 Alexei Grigorjewitsch Rasumowski, 1771 Jewdokija Borissowna Jussupowa, 1780 Alexander Michailowitsch Golizyn, 1783 Nikita Iwanowitsch Panin, 1783 Marija Andrejewna Rumjanzewa, 1788 Jakow Alexandrowitsch Bruce, 1791 Alexander Wassiljewitsch Suworow, 1793 Iwan Iwanowitsch Bezkoi, 1795 Iwan Iwanowitsch Schuwalow, 1797 Iwan Grigorjewitsch Tschernyschow, 1797 Alexander Andrejewitsch Besborodko, 1799 Alexander Wassiljewitsch Suworow, 1800 Anna Alexejewna Matjuschkina, 1804 Peter Petrowitsch Dolgorukow, 1806 Michail Petrowitsch Dolgorukow, 1808 Ilja Andrejewitsch Besborodko, 1815 Lew Alexandrowitsch Naryschkin, 1846 Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude in Sankt Petersburg Sankt Petersburg Kategorie:Mariä-Verkündigung-Kirche Kategorie:Barocke Kirche Kategorie:Erbaut in den 1710er Jahren