Die Olympischen Sommerspiele 2036 (offiziell Spiele der . Olympiade) sind eine geplante internationale Multisportveranstaltung. Am 20. Oktober 2022 gab der Generaldirektor des IOC, Christophe De Kepper, bekannt, dass man bezüglich der Austragung der Spiele im Gespräch mit zehn Nationalen Olympischen Komitees sei.
Am 26. Juni 2025 gab IOC-Präsidentin Kirsty Coventry bekannt, den Bewerbungsprozess für Olympische Spiele vorläufig zu pausieren, um ihn zu reevaluieren.
Bewerbungsprozess Ein neuer Bewerbungsprozess wurde bei der 134. IOC-Versammlung am 24. Juni 2019 in Lausanne beschlossen. Die Kernpunkte sind:
Dauerhaftes Interesse an der Ausrichtung olympischer Veranstaltungen bei Städten/Regionen/Ländern und den Nationalen Olympischen Komitees (NOK) zu wecken Die Schaffung zweier so genannter Future Host Commissions, je eine für Sommer- und Winterspiele zur Überwachung des Interesses an der Austragung Olympischer Spiele
Future Host Summer Commission Die Future Host Summer Commission setzt sich aus den folgenden Mitgliedern zusammen: + Future Host Summer Commissions für die Olympischen Sommerspiele 2036IOC-Mitglieder (6)Externe Vertreter (4) (Vorsitzende)
(Athletenvertreterin) (AIOWF) (NOCs) (IPC)
Dialogphase Nach den Statuten der Future Host Commission ist der neue Bewerbungsprozess in zwei verschiedene Dialogphasen unterteilt:
Kontinuierlicher Dialog: Ein unverbindlicher Dialog zwischen dem IOC und Städten/Regionen/Ländern/NOKs die an einer Ausrichtung zukünftiger olympischer Veranstaltungen interessiert sind Zielgerichteter Dialog: Ein zielgerichteter Dialog mit einer oder mehreren interessierten Parteien (benannt als preferred host/s) nach Empfehlung der Future Host Commission als Ergebnis des kontinuierlichen Dialogs.
Offizielle Bewerbungen München Der damalige Senator für Inneres und Sport in Berlin, Andreas Geisel (SPD), unterbreitete 2019 den Vorschlag, die Olympischen Sommerspiele 2036 in Berlin auszutragen. Bereits 100 Jahre zuvor war die damalige Hauptstadt des Deutschen Reiches Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1936. Eine mögliche Bewerbung zur Austragung der Spiele sowie der Sommer-Paralympics 2036 wird durch das in Deutschland für Sport verantwortliche Bundesinnenministerium geprüft.Olympia-Bewerbung – Olympia 2036 in Berlin?. Deutschlandfunk, 1. März 2019, abgerufen am 20. Februar 2022 Am 4. April 2023 wurde bekannt, dass der Koalitionsvertrag für den am 27. April ins Amt eingeführten Senat Wegner beinhaltet, dass Berlin im Falle einer deutschen Bewerbung 2036 oder 2040 als Austragungsort zur Verfügung stünde. Spekuliert wurde auch über eine gemeinsame Ausrichtung mit der israelischen Stadt Tel Aviv-Jaffa.
Eine Bewerbung Berlins ist jedoch umstritten, da das Austragungsjahr mit den negativ belasteten Sommerspielen von 1936 in Verbindung gebracht werden könnte. Andere sehen gerade in dem 100-jährigen Jubiläum eine große Chance, ein verändertes Deutschland auf der Weltbühne zu präsentieren.Olympia in Berlin? Bloß nicht 2036! der Freitag, abgerufen am 4. Juli 2023.Seehofer spricht sich gegen Olympische Spiele in Berlin aus, rbb, abgerufen am 4. Juli 2023.
Am 2. August 2024 unterzeichneten Bundesinnenministerin Nancy Faeser und DOSB-Präsident Thomas Weikert eine Vereinbarung, mit der sich die Bundesregierung hinter eine Austragung 2040 stellt und das Vorhaben mit 6,95 Millionen Euro bis 2027 unterstützt. mini|Stimmzettel für den Ratsbürgerentscheid der Stadt Köln an der gemeinsamen Bewerbung der Region Rhein/Ruhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 Im Juni 2025 wurde bekannt, dass sich München, Hamburg mit Schleswig-Holstein, die Metropolregion Rhein-Ruhr mit der Leading City Köln sowie Berlin mit der Bewerbung Berlin+ für die Olympischen Sommerspiele ab 2036 bewerben wollen. Es wurden Bürgerentscheide zu einigen Bewerbungen angekündigt. Diese fanden am 26. Oktober 2025 in München, am 19. April 2026 in der Region Rhein-Ruhr und am 31. Mai 2026 in Hamburg statt. Berlin führte keine Abstimmung durch.
Am 26. Oktober 2025 fiel der Bürgerentscheid in München mit 66,4 Prozent zugunsten einer Bewerbung aus. In Rhein-Ruhr stimmten die Bevölkerung im Ratsbürgerentscheid am 19. April 2026 ebenfalls mehrheitlich für eine Bewerbung, wobei in den Städten zwischen 57,39 Prozent in Köln und 76,29 Prozent in Aachen für die Austragung stimmten. Die Stimmberechtigten in Hamburg votierten mit 54,9 Prozent demgegenüber am 31. Mai 2026 gegen eine Olympiabewerbung der Hansestadt, wobei das Nein klarer als bei einer Abstimmung elf Jahre zuvor ausfiel, worauf die Zurücknahme der Bewerbung angekündigt wurde.
Berlin zog am 24. September 2026 seine Bewerbung kurz vor der DOSB-Abstimmung formell zurück. Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am Sonntag zuvor war die Partei Die Linke als Sieger hervorgegangen, die sich bereits zuvor als klar kritisch gegenüber der Bewerbung Berlins positioniert hatte. Zudem wurde die Berliner Bewerbung in einer vorab veröffentlichten DOSB-internen Bewertung deutlich abgeschlagen gegenüber den anderen beiden Bewerbern beurteilt.
In der außerordentlichen DOSB-Sitzung am 26. September 2026 wurde die Entscheidung getroffen, dass sich München für Deutschland um die Olympischen Spiele 2036 sowie ggf. auch 2040 und 2044 bewirbt. Die Segelwettbewerbe würden in diesem Falle in Kiel, die Kanuwettbewerbe in Augsburg stattfinden. Daneben ist Nürnberg als optionaler Austragungsort für Radsport und Cricket vorgesehen. Die Vorrundenspiele im Fußball sollen in Augsburg (Augsburg Arena), Ingolstadt (Audi-Sportpark), Nürnberg (Max-Morlock-Stadion) und Stuttgart (Neckarstadion) ausgetragen werden.Venues Olympische und Paralympische Spiele München 20XX auf olympiabewerbung-muenchen.com, abgerufen am 26. September 2026
Doha Im April 2022 wurde bekannt, dass Gespräche zwischen IOC-Präsident Thomas Bach und dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, über eine Austragung der Spiele 2036 in Doha stattgefunden haben. Im gleichen Jahr, bei der Fußball-Weltmeisterschaft wurde bekannt, dass Katar Interesse an den Sommerspielen hätte.
Bereits 2016 und 2020 bewarb sich Katar dafür, scheiterte jedoch an Rio de Janeiro bzw. Tokio. Bei einer Vergabe würden die Spiele wohl in den Herbst verlegt werden. Das war zuletzt 2000 in Sydney der Fall – dort begannen die Spiele im Frühling Mitte September.
Im Juli 2025 wurde die offizielle Bewerbung bekannt gegeben.
Ahmedabad Indien bekundete bereits für die Austragung der Spiele von 2032 sein Interesse, entschied sich jedoch, den Fokus einer möglichen Bewerbung auf 2036 zu verlegen. In der Stadt Ahmedabad im Bundesstaat Gujarat soll ein Sportkomplex entstehen, der in der Lage sein soll, Austragungsort für sämtliche Sportarten zu sein, so der indische Innenminister Amit Shah in einem Interview. Im Oktober 2021 bestätigte der Präsident des indischen Olympischen Komitees, dass es Gespräche mit dem IOC über eine Austragung der Spiele 2036 gebe. Ebenso wurde bekannt, dass im Falle eines Zuschlags das Narendra Modi Stadium für die Eröffnungs- und Schlussfeier genutzt werden soll. Am 28. Dezember 2022 gab der indische Sportminister Anurag Thakur bekannt, dass man im September bei der IOC-Session einen Zeitplan für die Austragung der Spiele vorlegen werde. Im Vorfeld der 141. Sitzung des IOC in Mumbai am 14. Oktober 2023 kündigte Indiens Premierminister Narendra Modi die Bewerbung seines Landes an. Am 5. November 2024 wurde bekannt, dass die Indian Olympic Association (IOA) einen offiziellen Letter of Interest am 1. Oktober an das IOC gesendet habe.
Istanbul Der Oberbürgermeister der türkischen Stadt Istanbul, Ekrem İmamoğlu, gab die Bewerbung seiner Stadt am 14. Juli 2021 bekannt. Am 3. April 2023 fand ein Treffen zwischen dem türkischen Präsident Recep Tayyip Erdoğan, Sport- und Jugendminister Mehmet Kasapoğlu sowie IOC-Präsident Thomas Bach statt. Inhalt des Gesprächs war eine mögliche Bewerbung der Türkei für die Spiele. Am 6. Oktober 2023 gab İmamoğlu bekannt, dass man die Kandidatur im Einvernehmen mit der Regierung und dem Olympischen Komitee formal abschließen werde.
Kapstadt Der Präsident der Association of National Olympic Committees of Africa (ANOCA), Mustapha Berraf, erwähnte während einer Pressekonferenz im Rahmen der Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris, dass Kapstadt eine Bewerbung für zukünftige Olympische Spiele in Erwägung ziehe, ohne dabei jedoch ein spezifisches Jahr zu nennen. Kapstadt hatte sich zuvor bereits für die Spiele 2004 beworben, war damals aber gegen Athen unterlegen.
Am 22. November 2024 fanden Gespräche zwischen dem Präsidenten des South African Sports Confederation and Olympic Committee (SASCOC), Barry Hendricks, des Geschäftsführers Nozipho Jafta und des südafrikanischen Sportministers Gayton McKenzie auf der einen Seite und der IOC Future Host Commission auf der anderen Seite statt, um die Möglichkeiten einer südafrikanischen Bewerbung für die Spiele 2036 zu besprechen.
Am 2. Dezember 2024 bestätigte Barry Hendricks, dass Südafrika sich für die Spiele 2036 bewerben werde, wobei die Bewerbung im Februar 2025 gestartet werden solle. Die Bewerbung wurde jedoch nicht weiter verfolgt. Stattdessen wolle man sich auf kleinere Veranstaltungen fokussieren, bevor man sich eventuell für die Spiele 2040 bewerben werde. Im März 2026 gab jedoch SASCOC-Präsident Hendricks bekannt, dass man sich nach wie vor auch für die Spiele 2036 bewerben werde.
Neue ägyptische Hauptstadt Ägypten will sich mit seiner neuen Hauptstadt, die seit 2015 errichtet wird und noch keinen Namen hat, für die Austragung der Sommerspiele bewerben. Es wäre die erste Austragung olympischer Wettkämpfe auf dem afrikanischen Kontinent. Pläne hierzu wurden durch Sportminister Ashraf Sobhy dem TV-Sender Sky News Arabia vorgestellt. So wird in der Stadt die International Olympic City erbaut, deren Anlage für die Austragung genutzt werden könnte. Am 11. August 2024 gab der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Afrikas (ANOCA), Mustapha Berraf, bekannt, dass man sich für die Spiele 2036 oder 2040 bewerben werde.
Santiago de Chile Nach den Panamerikanischen Spielen 2023 in Santiago de Chile lobte IOC-Präsident Thomas Bach die Austragung, wobei er auch eine Bewerbung Santiagos in den Raum stellte. Kurz nach Ende der Spiele gab der Präsident des Organisationskomitees, Harold Mayne-Nichols, bekannt, dass man mit den Evaluierungen für eine Austragung der Spiele 2036 begonnen habe. Im Mai 2024 gab Mayne-Nichols bekannt, dass die Evaluierungen Fortschritte zeigen würden, allerdings auch Bereiche, in denen es Nachholbedarf gebe, so etwa die Erweiterung der Metro bis zum Flughafen Arturo Merino Benítez oder den Bau neuer, geeigneter Sportstätten. Auch diskutiere man über die Austragung einzelner Events auf der Osterinsel sowie eine terminliche Verschiebung der Spiele in den Oktober.
Im Juni 2024 gab der chilenische Präsident Gabriel Boric bekannt, dass man sich offiziell für die Spiele 2036 bewerben werde.
Mögliche Bewerber Europa
Budapest Der Bürgermeister von Budapest, Gergely Karácsony, gab im August 2024 bekannt, dass er eine Bewerbung Budapests für die Sommerspiele 2036 oder 2040 unterstütze. Allerdings sei eine Bewerbung nur dann möglich, wenn die ungarische Regierung die notwendigen Fördermittel freigeben würde. Budapest bewarb sich bereits mehrfach um die Olympischen Sommerspiele. Zuletzt hatte man 2024 eine Bewerbung angedacht, jedoch aufgrund einer Bürgerbewegung zurückgezogen.
Italien Florenz–Bologna Im Juli 2021 bekundeten die Bürgermeister von Florenz und Bologna, Dario Nardella bzw. Virginio Merola, sowie die Präsidenten der Regionalregierungen der Provinzen Toskana und Emilia-Romagna, Eugenio Giani bzw. Stefano Bonaccini, Interesse an einer Austragung der Olympischen Sommerspiele 2036.
Turin