Der Staatsanwalt klagt an ist ein deutsches Stummfilmdrama aus dem Jahre 1928 von Adolf Trotz und dem Kameramann Theodor Sparkuhl mit Bernhard Goetzke in der Titelrolle eines durch eigene Erfahrungen geläuterten, unbarmherzigen Juristen.

Handlung Staatsanwalt Leander ist dafür bekannt, mit harter Hand und unnachgiebiger Harte Plädoyers abzugeben und drakonische Strafen, gern auch die Todesstrafe, für jeden angeklagten Delinquenten zu fordern. Eines Tages soll er durch ein persönliches Erlebnis am eigenen Leibe spüren, wie diffizil und vielschichtig manche rechtliche Bewertung ist. Liebe und Leidenschaft, Hass und Eifersucht können nämlich selbst den rechtschaffensten Menschen zu Handlungen hinreißen, die sie im Normalfall niemals begehen würden. Ergo: Nicht jeder, der ein Verbrechen begeht muss deshalb auch ein Verbrecher sein.

Nach dieser gemachten Erfahrung agiert Leander beim nächsten Fall milder und plädiert bei einem Angeklagten, den eifersüchtige Wut zu einer Verzweiflungstat hingerissen hatte, um Verständnis und Nachsicht. Auf diese Weise kann Staatsanwalt Leander, der fortan seine Fälle aus einem weniger verengten Blickwinkel betrachtet, verhindern, dass der von ihm Angeklagte ungerechterweise verurteilt wird und überdies den wahren Schuldigen des Mordes, dessen der Angeklagte vor Gericht bezichtigt wurde, offenbaren.

Produktionsnotizen Der Staatsanwalt klagt an passierte die Filmzensur am 6. März 1928filmportal.de nennt den 6. August 1928 und wurde am 9. August desselben Jahres in Berlins Primus-Palast uraufgeführt. In Österreich lief der Film ab dem 14. Dezember 1928 unter dem Titel Der Henker. Der mit Jugendverbot belegte Siebenakter besaß eine Länge von 2363 Meter.

Die Filmbauten gestaltete Victor Trivas.

Kritik Die Österreichische Film-Zeitung schrieb:

Das Kino-Journal schrieb:

Die Illustrierte Kronen-Zeitung fand mehrere Kritikpunkte, die den Wert dieser Inszenierung schmälern würden. Hier heißt es:

Einzelnachweise

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