mini|Wappen derer von Berstrate Die Herren von Berstrate waren ein westfälisches Adelsgeschlecht. Das Adelsgeschlecht ist von einem Dortmunder Patriziergeschlecht gleichen Namens zu unterscheiden, das im 14. Jahrhundert erscheint, aber ein anderes Wappen führte.Fahne (1858), S. 44.

Geschichte Der namensgebende Stammsitz des Geschlechts, ein heute abgegangener Rittersitz mit Gericht, lag bei Werl im Dorf Bergstraße (Mitte 9. Jh. birgistratum; 1229 BerstratheStaatsarchiv Münster (Bearb.): Westfälisches Urkundenbuch, Band 7: Die Urkunden des kölnischen Westfalens vom J. 1200–1300. Regensberg, Münster 1901–1908, Nr. 314, S. 131 (Digitalisat).), heute bestehend aus den beiden Ortsteilen Oberbergstraße und Niederbergstraße. Die Familie stellte Burgmänner auf Burg Mark und empfing gleichzeitig Lehen von Dietrich IV. von Volmerstein.Ohne Autor: E. Der Lehndienst Dietrichs von Volmerstein, o. J., S. 60 (PDF, 244 KB)

Als Familienmitglieder erscheinen u. a.: 1238: Hinricus de Berstrate, in nächster Umgebung des Grafen Gottfried von ArnsbergStaatsarchiv Münster (Bearb.): Westfälisches Urkundenbuch, Band 7: Die Urkunden des kölnischen Westfalens vom J. 1200–1300. Regensberg, Münster 1901–1908, Nr. 470, S. 208 (Digitalisat). 1250: Godefridus de Berstrate, Zeuge einer im Beisein des Paderborner Bischofs Simon I. von Paderborn ausgestellten Urkunde zugunsten des Soester KapitelsStaatsarchiv Münster (Bearb.): Westfälisches Urkundenbuch, Band 7: Die Urkunden des kölnischen Westfalens vom J. 1200–1300. Regensberg, Münster 1901–1908, Nr. 736, S. 326 (Digitalisat). 1263: Ritter Tidericus de Berstrate, Vasall von Konrad III. von RüdenbergStaatsarchiv Münster (Bearb.): Westfälisches Urkundenbuch, Band 7: Die Urkunden des kölnischen Westfalens vom J. 1200–1300. Regensberg, Münster 1901–1908, Nr. 1126, S. 511 (Digitalisat). 1265: Nikolaus von Berstrate, Vasall von Konrad III. von Rüdenberg 1266: Ritter Theoderich von Berstrate (1279 †); verheiratet mit Sophia; Sohn Hermann war 1279 an dem Gut Holthausen bei Olinchusen beteiligt 1298: Hermann von Berstrate, Knappe des Grafen Eberhard I. von der Mark, überließ dem Kloster Benninghausen den Hof Weringhausen bei Erwitte 1338: Gerhard und Johann von Berstrate besaßen einen Manus zu Ebinchusen als Lehen des Grafen von Arnsberg 1346: Brüder Henrik und Ewert von Berstrate sowie Johan von Berstrate. Die Brüder waren Lehnsnehmer, Johann Käufer eines Hofs zu Büderich (Werl).LAV NRW W, Loburg (Dep.) Bestand Ober- und Niederwerries, Urkunden. 1350: Hermann von Berstrate übertrug den Northof auf seinen Bruder Johann 1360: Johann von Berstrate, schuldete 600 Mark, für die Dietrich von Volmerstein Währschaft leisteteOhne Autor, S. 63. 1361: Johann von Berstrate (siegelt mit zwei Pfählen) und seine Kinder, Gaerd, Gerlach, Johann, Diderich, Henrich, Rire, Grete und Goste 1411: Henrich von Berstrate, in Limburger Lehnsakten 1442: Johann von Berstrate, in Limburger Lehnsakten 1448: Heinrich von Berstrate, in Limburger Lehnsakten 1495–1501: Gerlich von Berstrate, in Limburger Lehnsakten 1506: Margaretha, Hilken, Gertrud und Elsken von Berstrate, Schwestern

mini|hochkant|Wappen derer von Neheim zu Berstrate Das Geschlecht blühte noch 1511, starb aber kurz danach aus.Spießen (1901–1902), S. 12. Die letzte Erbtochter Elske heiratete Johann von Neheim (Nehem) zu Nieder-Werries, dessen Enkel das Neheimer Wappen mit dem Berstrater Wappen vermehrte.Fahne (1858), S. 306.Anton Fahne: Die Herren und Freiherren von Hövel, nebst Genealogie der Familien, aus denen sie ihre Frauen genommen, Band 1 (Köln 1860) Seite 117 (online)

Wappen In Silber drei (teilweise auch zwei) rote Pfähle. Auf dem Helm ein silberner und ein roter Flügel. Die Helmdecken sind rot-silber.Spießen (1901–1903), S. 12.

Literatur Anton Fahne: Geschichte der westphälischen Geschlechter, 1858, S. 44 (Digitalisat) und S. 419 (Digitalisat). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 12 (Digitalisat); Band 2, Görlitz 1903, Tafel 25 (Digitalisat).

Einzelnachweise

Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht