Ocotea porosa ist ein Baum in der Familie der Lorbeergewächse aus eher höheren Lagen in Paraguay und dem südöstlichen Brasilien. Die Art gilt als gefährdet.
mini|Zweige und Blätter Beschreibung Ocotea porosa wächst als halbimmergrüner, recht langsamwüchsiger Baum bis über 25 Meter hoch. Der Stammdurchmesser erreicht bis über 2 Meter.Marcelo Callegari Scipioni: Troncos de árvores monumentais como indicadores de degradação florestal no sul do Brasil. Monumental tree trunks as indicators of forest degradation in southern Brazil. In: Ciência Florestal. 29(4), 2019, S. 1–14, doi:10.5902/1980509835588, online auf researchgate.net. Der Stamm ist im unteren Teil oft geriffelt. Die grobe grau-braune Borke ist schuppig.
Die einfachen Laubblätter sind wechselständig und kurz gestielt. Der kurze Blattstiel ist bis 1 Zentimeter lang. Die unterseits helleren und oberseits dunkelgrünen, glänzenden Blätter sind bis 8–10 Zentimeter lang, ledrig, ganzrandig, spitz bis zugespitzt, fast kahl und schmal eiförmig bis verkehrt-eiförmig oder lanzettlich, elliptisch.
Ocotea porosa ist protogyn, also vorweiblich und asynchron, die Blüten blühen also zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt. Es werden kurze, achselständige, bräunlich behaarte, wenigblütige und botryoide Blütenstände gebildet. Die kleinen, zwittrigen und grünlich-gelben, kurz gestielten Blüten mit einfacher Blütenhülle sind dreizählig. Es sind 6 fein behaarte Tepalen in zwei Kreisen am fast flachen Blütenboden und 9 kurze Staubblätter sowie innen 3 minimale, behaarte Staminodien vorhanden. Die inneren 3 Staubblätter besitzen jeweils 2 Nektarien an der Basis. Der kurze, kahle Stempel ist oberständig.
Die kleinen, rundlichen und schwärzlichen, glatten, glänzenden, fein weißlich gepunkteten Früchte, Beeren, an einem kleinen Fruchtbecher, sind bis 1–1,5 Zentimeter groß.
Vorkommen Ocotea porosa kommt in Paraguay und im südlichen und südöstlichen Brasilien vor.
Taxonomie Ocotea porosa wurde 1833 durch Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck und Carl Friedrich Philipp von Martius in Linnaea; Ein Journal für die Botanik in ihrem ganzen Umfange Band 8 Seite 44 als Oreodaphne porosa erstbeschrieben. Die Art wurde 1949 durch Liberato Joaquim Barroso in Rodriguesia; Revista do Instituto de Biologia Vegetal, Jardim Botanico e Estaçao Biologica do Itatiaya Band 12 Nummer 24 Seite 140 als Ocotea porosa in die Gattung Ocotea gestellt.
Verwendung Das schöne, dunkle und mittelschwere, harte, recht beständige Holz wird vielfältig genutzt. Es ist bekannt als Imbuia, Imbuya oder Brazilian Walnut.
Literatur Carlos Toledo Rizzini: Árvores e madeiras úteis do Brasil. 2ª Edição, 8ª Reimpressão, Blucher, 2019, ISBN 978-85-212-0051-2, S. 73, 78 ff, 220. Aline Danieli-Silva, Isabela Varassin: Breeding system and thrips (Thysanoptera) pollination in the endangered tree Ocotea porosa (Lauraceae): Implications for conservation. In: Plant Species Biology. 28(1), 2013, S. 31–40, doi:10.1111/j.1442-1984.2011.00354.x, online auf researchgate.net. Klaus Kubitzki, Jens Gunter Rohwer, Volker Bittrich: The Families and Genera of Vascular Plants. Vol. II: Flowering Plants Dicotyledons, Springer, 1993, ISBN 978-3-642-08141-5, (Reprint), S. 382. Marcelo Leandro Brotto, Armando Carlos Cervi, Élide Pereira dos Santos: The genus Ocotea (Lauraceae) in Parana State, Brazil. In: Rodriguesia. 64(3), 2013, S. 495–525, doi:10.1590/S2175-78602013000300004, online auf researchgate.net. The CABI Encyclopedia of Forest Trees. CABI, 2013, ISBN 978-1-78064-236-9, S. 298 ff. Rudi Wagenführ, André Wagenführ: Holzatlas. 7. Auflage, Hanser, 2021, ISBN 978-3-446-46838-2, 399 ff, .
Weblinks
Ocotea porosa bei Useful Tropical Plants. Ocotea porosa bei Unicentro. Ocotea porosa bei Lauraceae Working Group. Imbuia bei The Wood Database.
Einzelnachweise
Kategorie:Lorbeergewächse Kategorie:Lauraceae Kategorie:Baum Kategorie:Holzart