Johann „Hannes“ Philipp (* 27. März 1930 in Wien; † 3. Jänner 2024) war ein General des österreichischen Bundesheeres.
Militärische Laufbahn Johann Philipp trat 1955 in das österreichische Bundesheer ein und absolvierte anschließend die Theresianische Militärakademie, aus der er im Dezember 1957 als Leutnant und Jahrgangsbesterhttp://doi.org/10.5169/seals-714242 ausgemustert wurde. Nach Absolvierung des 4. Generalstabskurses wurde er am 30. September 1966 zum Hauptmann des Generalstabes befördert und nahm in den folgenden Jahren an mehreren Auslandseinsätzen bei friedenserhaltenden Missionen der Vereinten Nationen teil.
1961 besuchte er einen Stabsoffizierskurs für Pioniere in den USA und 1967/68 den Regular Course am Command and General Staff College in Fort Leavenworth nordwestlich von Kansas City.
1975 ging er als Oberst in den Auslandseinsatz zur United Nations Disengagement Observer Force nach Syrien. Dort wurde er bei Überspringen des Ranges eines Brigadiers direkt zum Generalmajor befördert, weil es die Einsatzregeln der UNDOF so vorsahen, dass ein Generalmajor die Position des Kommandanten auszufüllen habe.Terry M. Mays: Historical Dictionary of Multinational Peacekeeping, Rowman & Littlefield Publishers, 2021. ISBN 978-1538139004. Auszüge online bei Google Books
1980 bis 1984 war er Kommandant der Theresianischen Militärakademie. Am 20. Dezember 1984 wurde Philipp zum Armeekommandanten ernannt und gleichzeitig zum General befördert.
1991 ging er in den Ruhestand.
Auslandseinsätze 1969 im Rahmen der UNFICYP als Mitglied des Stabes auf Zypern 16. Juli 1975 bis 21. April 1979 als Kommandant der UNDOF auf den Golanhöhen in Syrien
Auszeichnungen 1987: Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
Privates Johann Philipp war verheiratet und hatte zwei Kinder.
Veröffentlichungen Johann Philipp: Der Operationsfall »A« – Gesamtbedrohung im Fall der Raumverteidigung, 1973-1991. In Manfried Rauchensteiner (Hrsg.): Zwischen den Blöcken : NATO, Warschauer Pakt und Österreich, Boehlau Verlag, 2010. ISBN 978-3-205-78469-2.
Siehe auch Ranghöchste Offiziere des Bundesheeres seit 1956
Literatur Stefan Bader: An höchster Stelle. Die Generale des Österreichischen Bundesheeres der Zweiten Republik. Wien 2004 (online)
Einzelnachweise
Kategorie:General (Zweite Republik Österreich) Kategorie:Befehlshaber (Zweite Republik Österreich) Kategorie:Absolvent der Theresianischen Militärakademie Kategorie:Kommandant der Theresianischen Militärakademie Kategorie:Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1930 Kategorie:Gestorben 2024 Kategorie:Mann