Wolfgang Wegener (* 25. Juni 1933 in Rostock; † 1. August 2002Die Angabe folgt der Landesbibliographie MV; andere Quellen nennen abweichend den 30. Juli 2002 als sein Sterbedatum. in Potsdam) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben Wolfgang Wegener besuchte die Schule in Teterow. Ab 1949 nahm er Mal- und Zeichenunterricht bei Friedrich Franz Pingel. Von 1951 bis 1953 absolvierte er eine Ausbildung als Fotolithograf in Leipzig. Von 1953 bis 1954 studierte er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und von 1954 bis 1958 bei Rudolf Bergander an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Von 1958 bis 1971 arbeitete er freischaffend in Kleinmachnow, ab 1971 bis zu seinem Lebensende in Potsdam-Nedlitz. Entsprechend der kulturpolitischen Forderung an die Künstler, zur künstlerischen Arbeit „an die Basis“ zu gehen, arbeitete Wegener 1958/1959 in der LPG Paaren-Kremmen, von 1961 bis 1963 im Traktorenwerk Brandenburg an der Havel und 1964 im Bau- und Montagekombinat Potsdam. Gemälde Wegeners gehörten u. a. zur Ausstattung eines Konferenzraums im Palast der Republik.

mini|hochkant=0.5|Grabstätte auf dem Bornstedter Friedhof Wegener war bis 1990 Mitglied des Verband Bildender Künstler der DDR und Vorsitzender des Bezirksverbands Potsdam. Er hatte in der DDR und im Ausland eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. 1962/1963, 1972/1973, 1977/1978 und 1987/1988 an den Deutschen Kunstausstellungen bzw. Kunstausstellungen der DDR in Dresden.

Hinrich Enderlein bezeichnete Wegener in seiner Laudatio anlässlich der großen Retrospektive im Alten Rathaus als „Klassiker der Moderne in Brandenburg“.Wolfgang Wegeners Wandgemälde zieht um,

Wegener war mit Waltraud Wegener verheiratet. Die beiden wurden im Gemälde Geburtstagsrunde (1976) von Karl Raetsch als zwei der neun Protagonisten dargestellt. Das Ehepaar ruht auf dem Bornstedter Friedhof in Potsdam.

Werkbeispiele Siehe auch Bildatlas Kunst in der DDR

Tafelbilder Graal-Müritz, 1969, 40 × 60 cm, Öl auf Leinwand

Havellandschaft mit Eisanglern (1975, Öl, 100 × 130 cm; Palast der Republik)Abbildung in Bildende Kunst, Berlin, 9/1976, nach S. 449 Havellandschaft mit Obsternte (1975, Öl, 100 × 130 cm; Palast der Republik) Kirschbäume (1975, Öl, 130 × 110 cm; Palast der Republik) Kürbisernte, 1978, 66 × 81,5 cm, Öl auf Leinwand Schönefelder Landschaft mit Flugplatz (o. J., Öl, 100 × 130 cm; Palast der Republik)

Fahren im Regen, 1980, 110 × 120 cm, Öl auf Leinwand Netzeflicker, 1988, 60 × 80 cm, Öl auf Leinwand Der Weg nach draussen, 1993, 40 × 50 cm, Öl auf Leinwand Abflug, 1994, 120 × 130 cm, Öl auf Leinwand Strasse nach Strodehne, 1994, 80 × 90 cm, Öl auf Leinwand Schwielowsee, 1994, 70 × 80 cm, Öl auf Leinwand Inline Skaters (L.A.), 1995, 70 × 80 cm, Öl auf Leinwand Mohnfeld, 1996, 60 × 70 cm, Öl auf Leinwand Windflüchter (Hiddensee), 1997, 70 × 80 cm, Öl auf Leinwand

Architekturbezogene Werke

Am Strand (1966; Wandbild, Secco, 3,60 × 4,20 m; Hennigsdorf, Mehrzwecksaal der damaligen Polytechnischen Oberschule „Paul Schreier“; nach der deutschen Wiedervereinigung abgerissen)Ruth Pape et al.: Bildende Kunst + Architektur. Baukatalog Teil 4, Potsdam, Magdeburg, Schwerin, Rostock, Neubrandenburg. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1972, Potsdam, S. 46/47

Jugend und Freizeit (Wandbild; 4 × 7 m, Potsdam, Foyer des Instituts für Lehrerbildung "Rosa Luxemburg"; vor dem Abriss des Baus geborgen und 2018 in die Rosa-Luxemburg-Schule versetzt.) Luft, Wasser, Ströme (Wandgestaltung, Glasbaustein-Mosaik, 3 × 9 m; Potsdam, „Café-Bellevue-Bar“ im 16. Obergeschoss des Interhotels Potsdam, heute „"Mercure“. 2002 bei einer umfassenden Sanierung des Gebäudes abgebaut und bei einem Beelitzer Bauunternehmer eingelagert)

Ehrungen

1970: Theodor-Fontane-Preis des Rates des Bezirks Potsdam 1974: Kunstpreis des FDGB 1975: Johannes-R.-Becher-Medaille in Silber 1976: Kunstpreis der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft 1983: Vaterländischer Verdienstorden in Bronze

Literatur

Kuno Mittelstädt: Zu den Holzschnitten Wolfgang Wegeners. In: Bildende Kunst, Berlin, 1/1960, S. 53–55

Wally Poltiniak: Blick ins Atelier Wolfgang Wegener. In: Bildende Kunst, Berlin, 19/1979, S. 444 f.

Wegener, Wolfgang. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 1005 De Gruyter. Allgemeines Künstlerlexikon. Band 115, 2022, S. 277/278

Weblinks

Wolfgang Wegener bei artnet

Einzelnachweise

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