Der Fluch des Hauses Dain (engl. The Dain Curse) ist ein amerikanischer Roman von Dashiell Hammett aus dem Jahr 1929. Es ist sein zweites Buch nach Rote Ernte, das im selben Jahr erschien. Die Geschichte gliedert sich in drei fast eigenständige Teile: Die Dains, Der Tempel und Quesada.

Handlung

Es beginnt damit, dass acht kleine Diamanten verschwinden und der „Namenlose Detektiv“ von Continentals (engl. Continental Op als Abkürzung für Continental Operative) von der zuständigen Versicherung mit Nachforschungen betraut wird. Eines der Steinchen findet sich schnell (der Roman beginnt damit), ab dann allerdings wird es immer komplizierter und es gibt auch immer öfter einen Todesfall. Später landet der Mann von Continental im Zuge seiner Ermittlungstätigkeit im Tempel einer obskuren Sekte und schließlich in Mexiko.

Erzählverfahren

Wie auch die Storys um den Continental-Op und der erste Continental-Op-Roman Rote Ernte entspricht Der Fluch des Hauses Dain (nach den Begrifflichkeiten von Franz K. Stanzel) dem Typ der personalen Ich-Erzählung. Der Detektiv erzählt die Handlung selbst, aus seiner Perspektive, ohne eine innerhalb der Fiktion näher spezifizierte Erzählsituation, und ohne den Lesern Einblick in seine Reflexionen zu gewähren. Während Hammett für seine nächsten beiden – heute wohl bekanntesten – Romane, Der Malteser Falke und Der gläserne Schlüssel, die Erzählform in der dritten Person wählte, kehrte er mit seinem letzten Roman, Der dünne Mann, zu der in Der Fluch des Hauses Dain und den anderen Continental-Op-Texten praktizierten Ich-Form zurück.

Sonstiges Hammett widmete den Roman, an dessen Anfang die Suche nach Diamanten steht, dem Juwelier Albert S. Samuels, für den er als Werbetexter gearbeitet hatte. Für die Romanfiguren wählte er Namen seiner ehemaligen Kollegen in Samuels’ Firma.

Verfilmung Der Roman wurde im Jahr 1978 als eine Miniserie verfilmt; die drei Episoden von jeweils zwei Stunden Spieldauer wurden später auch als Filmversion für den Heimkinomarkt veröffentlicht.

Hauptdarsteller waren Tom Bower, David Canary, Malachy McCourt, Hattie Winston, James Coburn, Jason Miller und Paul Stewart. In weiteren Rollen waren Beeson Carroll, Martin Cassidy, Roni Dengel, Karen Ludwig, Roland Winters, Jean Simmons, Hector Elizondo, Beatrice Straight, Eric Brown, Ellis Rabb und Nancy Addison zu sehen.

Autor Robert W. Lenski gewann 1979 den Edgar Allan Poe Award in der Kategorie „Best Television Feature or Miniseries“. Außerdem gab es bereits 1978 drei Nominierungen für den Primetime Emmy Award für den Regisseur E. W. Swackhamer, die Schauspielerin Beatrice Straight und für die Idee und das Drehbuch von Robert W. Lenski.

Einzelnachweise

Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Englisch) Kategorie:Literatur (Vereinigte Staaten) Kategorie:Kriminalliteratur Kategorie:Werk von Dashiell Hammett