Gustav Stolle (* 14. Januar 1899 in MindenMinden, Geburtsregister 1874–1905, Urkunde Nr. 32.; † 5. Februar 1945 im Raum des Gutes Aurith bei Wiesenau, damals Kreis DirschauBerlin, Sterberegister, 1874–1955, Urkunde Nr. 1388 vom 17. August 1947, Berlin-Lichterfelde) war ein deutscher nationalsozialistischer Funktionär.

Leben Stolle trat zum 1. Februar 1930 in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 191.342).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/43310431 Er war von 1935 bis zu seinem Umzug nach Frankfurt Ratsherr für die Partei in Freiburg im Breisgau. 1938 war er maßgeblich an der Umsetzung der Novemberpogrome in Potsdam beteiligt.Jana Haase: Als sei nichts geschehen. In: Potsdamer Neueste Nachrichten. Tagesspiegel. (pnn.de). Im März 1939 wurde Stolle, der damals den Dienstgrad eines SS-Oberführers besaß (SS-Nummer 3.872) und in Berlin-Lichterfelde lebte, vom Ministerpräsidenten Hermann Göring zum Preußischen Provinzialrat ernannt, da er der rangälteste Führer der Schutzstaffeln der NSDAP in der Provinz Brandenburg war.Amtsblatt der Preußischen Regierung in Potsdam vom 8. April 1939, S. 69 f.

Ehrungen 1939 Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP

Literatur Erich Stockhorst: Fünftausend Köpfe. Wer war was im Dritten Reich. blick + bild Verlag S. Kappe KG, Velbert / Kettwig 1967, S. 414. SS-Dienstalterliste vom Stand 1. Oktober 1934, Buchdruckerei Birkner, vorm. Hermes, München 1934, S. 10, Nr. 227.

Einzelnachweise

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